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IP/02/1683

Brüssel, 15. November 2002

Grenzüberschreitendes Einkaufen in der EU Wie lässt sich das Potenzial erschließen? Kommission veröffentlicht Umfrageergebnisse

Die Kommission hat heute zwei größere Umfragen zum Thema „Grenzüberschreitendes Einkaufen in der EU" veröffentlicht. Die beiden Umfragen, in denen es um die Erfahrungen von Verbrauchern und Unternehmen mit und ihre Einstellungen zu grenzüberschreitenden Einkäufen bzw. Verkäufen ging, sind im Kontext des Grünbuchs der Kommission zum Verbraucherschutz und ihrer Mitteilung zu den Folgemaßnahmen (siehe IP/02/842) zu sehen. Den Ergebnissen der Umfrage zufolge haben in den vergangenen 12 Monaten lediglich 13 % der Verbraucher in der EU einen grenzüberschreitenden Kauf getätigt, zumeist bei einem Shopping-Trip, während des Urlaubs oder auf einer Geschäftsreise. 45 % der Unternehmen meinen, dass sich bei einer Harmonisierung der Rechtsvorschriften ihr Verkaufsvolumen im grenzüberschreitenden Geschäft erhöhen würde.

„Die veröffentlichten Umfrageergebnisse vermitteln ein umfassendes Bild davon, wie Unternehmen und Verbraucher den Handel im Binnenmarkt einschätzen", so der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar David Byrne. „Das Volumen der grenzüberschreitenden Käufe hat sich offenbar auf bescheidenem Niveau eingependelt. Einer der Hauptgründe hierfür ist wohl in den von uns aufgezeigten rechtlichen Hindernissen zu sehen, wenngleich es natürlich auch noch andere Probleme gibt, die es anzugehen gilt. Erfreulicherweise scheint jedoch das Entwicklungspotenzial im Bereich des grenzüberschreitenden Einkaufens noch nicht ausgeschöpft zu sein, weder aufseiten der Unternehmen noch aufseiten der Verbraucher. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen(1) besteht augenscheinlich großes Interesse, doch werden sie derzeit noch abgeschreckt vom Labyrinth der geltenden Rechtsvorschriften."

Die Hauptergebnisse der beiden Umfragen:

  • Lediglich 13 % der Verbraucher in der EU haben in den vergangenen 12 Monaten einen grenzüberschreitenden Kauf getätigt. Meistens geschah dies bei einem Shopping-Trip, während des Urlaubs oder auf einer Geschäftsreise. Nur in wenigen Fällen handelte es sich um eine Bestellung via Internet oder um eine Bestellung auf dem Postweg. 55 % der Befragten haben in den letzten 12 Monaten keinerlei grenzüberschreitende Werbung oder Produktinformation wahrgenommen.

  • Den Angaben der Unternehmen zufolge machen grenzüberschreitende Verkäufe lediglich einen geringen Prozentsatz ihrer Verkäufe an den Endverbraucher aus: 3 % der Verkäufe via Internet, 3,7 % der telefonischen Bestellungen oder Bestellungen per Post, 8 % der Haustürgeschäfte und 4,8 % der Verkäufe an Touristen in Geschäften. Lediglich 6,6 % der Werbe- und Marketingbudgets werden für grenzüberschreitende Verkaufsförderung eingesetzt.

  • Die Harmonisierung der Rechtsvorschriften über Geschäftspraktiken, Werbung und Verbraucherschutz wird als der effizienteste Weg zur Förderung grenzüberschreitender Verkäufe und/oder grenzüberschreitender Werbung gesehen (68,2 % der Unternehmen).

  • 38 % der Unternehmen gaben an, dass sie den auf den grenzüberschreitenden Handel entfallenden Anteil ihrer Werbebudgets im Falle einer Harmonisierung der Vorschriften anheben würden. 45 % meinten, dass sich bei einer Harmonisierung ihr Verkaufsvolumen erhöhen würde.

Das Grünbuch zum Verbraucherschutz (KOM(2001) 531 endg.), die Mitteilung zu den Folgemaßnahmen (KOM(2002) 289 endg.) und die Ergebnisse der beiden Umfragen können auf der Website der Kommission (Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz) eingesehen werden:

http://ec.europa.eu/consumers/cons_int/safe_shop/fair_bus_pract/green_pap_comm/studies/index_en.htm

(1)Entsprechend der Realverteilung der KMU in Europa waren 85 % der befragten Unternehmen kleine Unternehmen (mit weniger als 50 Beschäftigten), 12 % mittlere Unternehmen (mit 50 bis 250 Beschäftigten) und 3 % große Unternehmen.


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