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IP/02/1679

Brüssel, 14 November 2002

Rinderzungen, Aasvögel und geografisches BSE-Risiko (GBR) auf der Tagesordnung des Wissenschaftlichen Lenkungsausschusses

Auf seiner Tagung am 7.-8. November prüfte der Wissenschaftliche Lenkungsausschuss (WLA), der die Kommission in wissenschaftlichen Fragen berät, das BSE-Risiko von Rinderkopfgewebe. Er kam zu dem Schluss, dass eine eingehendere Überprüfung der Schlachtpraxis erforderlich ist. In Bezug auf die GBR-Einstufung Neuseeland bestätigte er den hohen BSE-Sicherheitsstatus des Landes. Die Stellungnahme des spanischen Wissenschaftlichen Ausschusses über eine potenzielle BSE-Übertragung durch Aasvögel wurde analysiert. Das Risiko wurde als vernachlässigbar bezeichnet. Der WLA nahm ein Protokoll an zur Bewertung von Tests an Schaf- und Ziegengewebe und erarbeitete ein vorsorgliches provisorisches Verfahren zur Bewertung des geografischen BSE-Risikos bei Schafen. Ein derartiges Risiko bei Schafen sieht der Ausschuss allerdings nicht als gegeben an.

BSE-Risiko von Rinderkopfgewebe

der WLA prüfte die jüngsten Daten über das BSE-Risiko von Rinderkopfgewebe und Rinderbacken. Er hält es für erforderlich, den Prozess der Gewinnung von Zunge und Backenfleisch in den Schlachtbetrieben daraufhin zu überprüfen, ob eine Kontamination zuverlässig vermieden wird.

Geographisches BSE-Risiko

Der WLA vertritt die Auffassung, dass Neuseeland weiterhin in die Risikogruppe I einzustufen ist. Das bedeutet, es ist höchst unwahrscheinlich, dass ein Rind oder mehrere Rinder klinisch oder vorklinisch mit dem BSE-Erreger infiziert sind. Das geografische BSE-Risiko (GBR) ist ein qualitativer Indikator für die Wahrscheinlichkeit, dass in einem Land zu einem bestimmten Zeitpunkt Rinder mit BSE infiziert sind. Bestätigt sich die Infektion, so gibt das GBR einen Hinweis auf die Infektionsrate. Die GBR-Stufen reichen von I (Infektion höchst unwahrscheinlich) bis IV (Infektion bestätigt bei relativ hoher Inzidenz).

Potenzielle BSE-Übertragung durch Aasvögel

Auf Verlangen der Kommissionsdienste bewertete der WLA am 9. Oktober 2001 eine Stellungnahme des spanischen Wissenschaftlichen TSE-Ausschusses. Dabei geht es um eine mögliche BSE-Übertragung durch Aas fressende Vögel. Er gelangte zu dem Schluss, dass das Risiko sehr niedrig ist. Eingriffe in freier Wildbahn sind nicht erforderlich, doch darf eine Verfütterung an Wildtiere nicht als Methode der Beseitigung von Risikomaterial betrachtet werden.

Diese Schlussfolgerungen decken sich mit der Stellungnahme vom 9. Oktober 2001 und den wichtigsten Schlussfolgerungen des spanischen Interdisziplinären Wissenschaftlichen Ausschusses zur Erforschung der transmissiblen spongiformen Enzephalopathien (TSE).

Schlachtkörper-Schnelltest zum Nachweis von TSE bei Schafen und Ziegen

Der WLA nahm ein Protokoll an zur Bewertung bereits zugelassener Schlachtkörper-Schnelltests sowie gegenwärtig geprüfter Tests an Gewebe von Kleinwiederkäuern (Schafen und Ziegen). An der Stellungnahme sind noch einige redaktionelle Änderungen vorzunehmen; sie wird deshalb erst Anfang nächster Woche im Internet veröffentlicht.

Vorsorgliche Bewertung des geografischen BSE-Risikos bei Schafen und Ziegen

Der WLA hat ein provisorisches Verfahren zur Bewertung des geografischen BSE-Risikos bei Schafen entwickelt. Diese Stellungnahme hat vorsorglichen Charakter: Unter normalen Haltungsbedingungen wurde bisher BSE bei kranken Schafen und Ziegen nicht festgestellt. Nach Auffassung des Ausschuss besteht gegenwärtig kein BSE-Risiko bei Schafen und Ziegen. Der WLA betont, dass das Verfahren im Lichte neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse anzupassen sein wird.

Weitere Informationen

Die Stellungnahmen des WLA werden auf folgender Website veröffentlicht:

http://europa.eu.int/comm/food/fs/sc/ssc/outcome_en.html#opinions


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