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3 Millionen ERASMUS-Studenten im Jahre 2010? Viviane Reding ruft anlässlich der ERASMUS-Woche zur Mobilisierung auf

European Commission - IP/02/1525   21/10/2002

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IP/02/1525

Brüssel, den 21. Oktober 2002

3 Millionen ERASMUS-Studenten im Jahre 2010? Viviane Reding ruft anlässlich der ERASMUS-Woche zur Mobilisierung auf

Zur Feier des einmillionsten ERASMUS-Studenten hat das für Bildung und Kultur zuständige Kommissionsmitglied Viviane Reding für die nächste Woche 30 - frühere und jetzige - ERASMUS-Studierende aus allen Teilnehmerländern des Programms (15 Mitgliedstaaten, 3 EWR-Länder und 12 Beitrittsländer) nach Brüssel eingeladen. Diese 30 jungen oder weniger jungen Menschen werden anlässlich des Europäischen Rates am 24. Oktober mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission Romano Prodi und dem dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen zusammen treffen. Die Europäische Kommission möchte diese ERASMUS-Woche (vom 18. bis zum 25. Oktober) zur Einbringung neuer Ideen nutzen, um den Erfolg dieses Programms noch zu vergrößern und einige Aspekte des Programms zu verbessern.

Viviane Reding hat erklärt: „Anlässlich der Feier des einmillionsten ERASMUS-Studierenden möchte ich all jenen danken, die zum Erfolg von ERASMUS beigetragen haben, und insbesondere dem Personal der 1800 Universitäten in 30 Ländern, die sich beteiligt haben, den Professoren und den Beschäftigten der nationalen Agenturen. ERASMUS ist ein großer Erfolg und ein Paradebeispiel für die europäische Integration. Wie aber wird die nächste Etappe aussehen? Ich bin überzeugt, dass vieles verbessert werden kann und muss, u. a. die Breitenwirkung des ERASMUS-Programms und der Umfang der Stipendien. Wir sind nun bei der Zahl von einer Million ERASMUS-Studierenden. Mein Ziel ist es, bis zum Jahr 2007 die Zahl von zwei Millionen und bis zum Jahr 2010 die Zahl von 3 Millionen ERASMUS-Studierenden zu erreichen."

Das im Jahre 1987 eingeführte ERASMUS-Programm fördert die Mobilität der Studierenden und Lehrenden im Hochschulbereich. Es wurde zu einer der bekanntesten Initiativen im Bildungsbereich. In 15 Jahren nahm die Zahl der Studierenden, die ein Stipendium erhielten, von 3 000 auf 120 000 zu (siehe MEMO/02/190 vom 16. September 2002).

Die ERASMUS-Studentencharta

Zur Verbesserung der Breitenwirkung des Programms wird die Kommission in der nächsten Woche gemeinsam mit den 30 „ERASMUS-Botschaftern" die ERASMUS-Studentencharta vorlegen (Pressekonferenz im ERASMUS-Haus in Anderlecht am 24. Oktober um 10:30 Uhr). Es handelt sich dabei um ein neues Dokument in Form eines „Passes", in dem die Rechte und Pflichten der ERASMUS-Studenten und die Vorteile eines ERASMUS-Aufenthalts niedergelegt sind: volle Anerkennung der während des Studienaufenthalts erbrachten Studienleistungen, Freistellung von den Einschreibegebühren, Recht auf Weiterbezug nationaler Studienbeihilfen, etc.

Mehr Stipendien Dank der Partnerschaft mit Privatunternehmen

Das Ziel von 3 Millionen Studierenden im Jahre 2010 kann erreicht werden, wenn ERASMUS nicht nur von immer mehr Studierenden als ein leistungsfähiges Programm anerkannt wird, sondern außerdem auch die Zahl der für die Studierenden verfügbaren Stipendien ohne Einschnitte bei deren Höhe wächst. Eine von der Kommission vorgeschlagene Lösung ist die Einbindung von Privatunternehmen und deren Partnerschaft mit dem ERASMUS-Programm. Einige Mitgliedstaaten und Regionen stellen eine zusätzliche Unterstützung zur Verfügung, um die Zahl oder den Umfang der ERASMUS-Stipendien zu erhöhen, insbesondere in Frankreich, Deutschland und Spanien. Es kommt auch vor, dass Banken und private Stiftungen eine Unterstützung leisten. Diese zusätzliche, öffentliche und private Unterstützung müsste systematischer erfolgen und weiter verbreitet sein. Die Mitgliedstaaten müssen in diesem Sinne motiviert werden. Die Kommission wird entsprechende Initiativen ergreifen.

Die Ausfuhr der Darlehen und der staatlichen Stipendien

Da die derzeitige Höhe des monatlichen ERASMUS-Stipendiums durchschnittlich 140 Euro zur Abdeckung der Reisekosten und der unterschiedlichen Lebenshaltungskosten dienen soll, hängt die Frage der Höhe der Stipendien, über die jeder ERASMUS-Studierende letztlich verfügt, auch davon ab, ob ein System staatlicher Stipendien und Darlehen besteht, die von einem Land in ein anderes ausführbar sind. Die Kommission wünscht, dass sich diese „Ausführbarkeit" auf alle am Programm beteiligten Länder erstreckt. Bei Österreich, Deutschland, Luxemburg, Island, Finnland, Frankreich, Irland, Norwegen, Schweden, Dänemark und den Niederlanden ist dies schon der Fall. Wenn alle betroffenen Regierungen diese ausführbaren Darlehen und Stipendien vorsehen, würden ihre Studierenden über die Mindestbeihilfe zum Studium zu Hause und/oder im Ausland verfügen, und die Zahl der ERASMUS-Studierenden könnte dadurch stark erhöht werden.

Internationale Öffnung der Universitäten und Einrichtung von Netzwerken zwischen Universitäten

Um schließlich die Studierenden bei der Vorbereitung oder Vervollständigung ihrer ERASMUS-Erfahrung zu unterstützen und um jenen, die im eigenen Land bleiben, zu einer ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung förderlichen europäischen Erfahrung zu verhelfen, fordert Viviane Reding die Universitäten auf, mehr ausländische Professoren einzuladen bzw. einzustellen und durch Einsatz des Internets die Fernlehre auszubauen. Die Kommission wird vor Jahresende ein eLearning-Programm vorstellen, das insbesondere die Schulen beim Aufbau von Schulpartnerschaften via Internet und die Universitäten bei der Schaffung eines virtuellen Campus unterstützen soll. Für die Universitäten setzt diese internationale Öffnung auch voraus, dass sie sich um ein größeres Angebot an Sprachkursen für Studenten bemühen, die an einer Auslandserfahrung interessiert sind: derzeit ist die fehlende sprachliche Vorbereitung eines der größten Hindernisse für den Ausbau von ERASMUS.

Bei der ERASMUS-Woche in Brüssel wendet sich die zuständige Kommissarin insbesondere an die jungen Menschen mit ihrer Aufforderung: „Zögern Sie nicht, die spannende Erfahrung von ERASMUS zu erleben (sehen Sie sich den Film „L'Auberge espagnole" an); auch Ihre berufliche Laufbahn wird davon sehr profitieren! Erwägen Sie die Möglichkeit eines Studienaufenthalts im europäischen Ausland, wenn Sie sich Gedanken über Ihre berufliche Zukunft machen. Den Eltern, den Regierungen und den Arbeitgebern möchte ich sagen, dass die Investition in ein Hochschulstudium im Ausland gleichzeitig dem Einzelnen und der Gesellschaft dient."

Eine Liste mit Name, Curriculum und Adresse der 30 „ERASMUS-Botschafter" ist beim Sprecher erhältlich.

In der Anlage finden Sie das Programm der ERASMUS-Woche in Brüssel. Die Veranstaltungen sind für die Presse zugänglich. In den Mitgliedstaaten werden die für ERASMUS zuständigen Socrates nationalen Agenturen ebenfalls ein Veranstaltungsprogramm organisieren. Das Programm ist auf der Website der Generaldirektion Bildung und Kultur verfügbar:

http://europa.eu.int/comm/education/erasmus_de.html

30 ERASMUS-Studierende in Brüssel anlässlich der ERASMUS-Woche

    Programm

      Donnerstag, den 24. Oktober

    8.30 Frühstück und Meinungsaustausch mit Kommissionsmitglied Viviane Reding (Breydel)

    10.30 11.30 Verleihung der Medaillen an die 30 ERASMUS-Studierenden, Vorstellung der ERASMUS-Studentencharta Pressekonferenz (ERASMUS-Haus in Brüssel: Rue du Chapitre, 31 - 1070 Anderlecht - T : 02/521.13.83)

    12.55 Photo der 30 Studierenden mit Kommissionspräsident Romano Prodi, Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen und Kommissionsmitglied Viviane Reding (Breydel)

      Freitag, den 25. Oktober

    10.00 14.00 Besuch im Europäischen Parlament


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