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URBAN II: Europäische Union stellt 5,3 Mio. EUR für die Stadtentwicklung in Århus (Dänemark) bereit

European Commission - IP/02/141   25/01/2002

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IP/02/141

Brüssel, den 25. Januar 2002

URBAN II: Europäische Union stellt 5,3 Mio. EUR für die Stadtentwicklung in Århus (Dänemark) bereit

Der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Michel Barnier hat bekannt gegeben, dass die Kommission ein Stadtentwicklungsprogramm für das Gebiet Gellerup-Hasle-Herredsvang in Århus für den Zeitraum 2000-2006 genehmigt hat. Dieses Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN(1) wird von der Europäischen Union im Zeitraum 2000-2006 mit 5,3 Mio. € unterstützt. Mit diesen europäischen Fördermitteln wurden 6,6 Mio. € aus dem öffentlichen Sektor sowie 0,1 Mio. € aus der Privatwirtschaft für weitere Investitionen mobilisiert, so dass insgesamt Mittel in Höhe von 12 Mio. € zur Verfügung stehen. Zu den Programmschwerpunkten zählen Ausbildung, die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Unternehmen sowie verschiedene Maßnahmen zur Eingliederung benachteiligter Gruppen insbesondere in den Arbeitsmarkt.

Bei der Bekanntgabe dieser Entscheidung erklärte Michel Barnier: "Die Gemeinschaftsinitiative URBAN bietet einen kreativen und innovativen Ansatz für die Stadterneuerung. Die Programme sind bürgernah ausgerichtet und beziehen die Bürger und lokalen Akteure auf allen Stufen des Entscheidungsprozesses mit ein. Dies gilt auch für das Programm von Århus, das eine starke lokale Partnerschaft mobilisiert. Die Programmschwerpunkte soziale Integration, Ausbildung und Erneuerung der Unternehmensinfrastruktur sind Ziele, die ich voll und ganz unterstütze. Ich bin überzeugt, dass dieses Programm einen wesentlichen Beitrag zur Stadterneuerung in Århus leisten wird."

Das Programmgebiet im Bezirk Århus umfasst die Gemeinden Gellerup, Hasle und Herredsvang mit insgesamt 20 331 Einwohnern. Das Gebiet ist von hoher Langzeitarbeitslosigkeit bedroht. Hinzu kommen ein niedriges Einkommensniveau, eine wachsende Zahl von Einwanderern, Ghettobildung, Drogenmissbrauch und Kriminalität. Dagegen zählen zu den Stärken des Gebiets die zahlreichen Grünflächen, ein gut funktionierendes und umweltfreundliches öffentliches Verkehrssystem, ein ausgeprägter Gemeinschaftssinn in der Bevölkerung sowie ein reichliches Angebot an erschwinglichem Wohnraum.

Das Programm konzentriert sich auf drei Schwerpunkte, mit denen diese Probleme angegangen werden sollen:

  • Qualifikationen und Arbeitsplätze. Verbesserung der Arbeitsmarktkapazitäten und des Qualifikationsangebots in neuen Technologien (Gemeinschaftsbeitrag: 1,3 Mio. €).

  • Wiederherstellung der sozialen und organisatorischen Ressourcen. Verhütung und Bekämpfung von Verbrechen und Drogenmissbrauch sowie stärkere Einbeziehung der Bürger (Gemeinschaftsbeitrag: 1,2 Mio. €).

  • Integration durch Kultur- und Freizeitaktivitäten. Integration ethnischer Minderheiten durch Kultur- und Freizeitaktivitäten; vorrangige Förderung von grünen Freizeitanlagen (Gemeinschaftsbeitrag: 2,5 Mio. €).

Weitere EU-Mittel in Höhe von 0,3 Mio. € sind für technische Hilfe bestimmt.

Wie alle Programme im Rahmen von URBAN II wird auch dieses aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter Zuständigkeit von Herrn Barnier finanziert.

URBAN

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung der krisenbetroffenen Städte und Stadtviertel zur Förderung einer dauerhaften Städteentwicklung". Die zweite Auflage von URBAN (URBAN II) gilt für den Zeitraum 2000-2006. Im Rahmen dieser Initiative werden 70 benachteiligte städtische Gebiete in der gesamten EU gefördert. Die EU stellt insgesamt Fördermittel in Höhe von 728,3 Mio. € bereit, zu denen Mittel des öffentlichen Sektors und der Privatwirtschaft in gleicher Höhe hinzukommen.

Für den Zeitraum 2000-2006 ist das Programm Århus das einzige dänische URBAN-II-Programm.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichen ist die große Bedeutung, die der Partnerschaft und der Mitwirkung der lokalen Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Gefördert werden Initiativen wie die Renovierung von Gebäuden und die Sanierung öffentlicher Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, die Verbesserung des allgemeinen und beruflichen Bildungssystems zur Integration der benachteiligten Gruppen, die Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, die Einführung effizienterer Energiemanagementsysteme, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Erschließung der durch die Informations- und Kommunikationstechnologien gebotenen Möglichkeiten.

Die Kommission genehmigt Programme, die von den lokalen Gebietskörperschaften vorgeschlagen werden. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 20002006, wobei die lokalen Akteure auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

Verwaltungsbehörde

Verwaltungsbehörde ist die dänische Agentur für Handel und Industrie:

Erhvervs- og Boligstyrelsen

Center for Regionale Erhvervsvilkår (Herr Preben Gregersen)

Vejlsøvej 29

DK - 8600 Silkeborg

Dänemark

Tel.:  +45-3546 6000

Fax:  +45-3546 6401

Email: fj@efs.dk (Herr Flemming Jensen)

Weitere Informationen

Ergänzende Informationen zu URBAN II finden Sie in dem Dokument MEMO/01/301 vom 25. September 2001 und auf folgender Website der Europäischen Kommission:

http://www.inforegio.ec.europa.eu/wbpro/PRORD/prordc/prordc18_de.htm

(1) Eine Beschreibung der Gemeinschaftsinitiative URBAN II findet sich weiter unten.


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