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IP/02/1351

Brüssel, den 20. September 2002

Ständiger Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit - Ergebnisse zu Antibiotika-Rückständen

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit hat eine befürwortende Stellungnahme zum Vorschlag der Europäischen Kommission abgegeben, die verstärkten Tests zur Ermittlung von Antibiotika-Rückständen bei bestimmten Fischereizeugnissen aus China sowie die systematischen Tests bei Einfuhren von Shrimps aus Vietnam und Pakistan zu stoppen. Der Ausschuss war ebenfalls mit dem Vorschlag der Kommission einverstanden, den europäischen Markt für bestimmte Lebensmittelprodukte aus verschiedenen Entwicklungsländern zu öffnen. Dies beweist eindeutig, dass die Entwicklungsländer in der Lage sind, die Hygienestandards der EU zu erreichen und Handelsbeziehungen mit der EU aufzunehmen. Der Ausschuss befürwortete außerdem einen Vorschlag zur Einführung von Tests zu Antibiotika-Rückständen in Milchpulver und Milchaustauschfutter zur Tierernährung, das aus der Ukraine eingeführt wurde, sowie zu Geflügelfleisch aus Brasilien. Alle Vorschläge werden nun von der Kommission verabschiedet und demnächst in Kraft treten. .

China

Nachdem in bestimmten aus China eingeführten Aquakultur- und Fischereierzeugnissen Chloramphenicol festgestellt worden war und ein Inspektionsbesuch der Kommission in China Mängel ergeben hatte, wurde die Einfuhr sämtlicher Erzeugnisse tierischen Ursprungs aus China im März dieses Jahres ausgesetzt (IP/02/143). Diese Entscheidung sollte nach Vorlage weiterer Informationen seitens der chinesischen Behörden und nach Durchführung verstärkter Kontrollen bei vor dem 14. März eingegangenen Lieferungen durch die Mitgliedstaaten erneut überprüft werden. Auf Grund der von den chinesischen Behörden vorgelegten Angaben und der guten Testergebnisse wurde im Mai (IP/02/693) die Einfuhr von bestimmten Fischereierzeugnissen, von Gelatine und Därmen wieder aufgenommen, wobei ihre Sicherheit fortlaufend überwacht und im Rahmen von Kontrollen geprüft werden soll.

Angesichts der guten Testergebnisse bei bestimmten Fischereierzeugnissen in den letzten Monaten wurde heute beschlossen, dass für folgende Arten keine verstärkten Tests mehr erforderlich sind (für ganze Fische, ausgenommene und geköpfte Fische sowie Fischfilets): Pazifischer Pollack, Kabeljau und Rotbarsch, Blauer Wittling, Heilbutt, Schellfisch, Hering, Gelbschwanzflunder Tintenfische, Scholle, Pazifischer Lachs und Lachsfilets. Für Därme bleiben die verstärkten Kontrollen bestehen.

Vietnam

Nachdem im März dieses Jahres Kontrollen an Importen von Shrimps aus Vietnam Rückstände des Tierarzneimittels Nitrofuran ergeben hatten, wurden alle Shrimpslieferungen aus Vietnam einer systematischen Kontrolle unterzogen. (IP/02/436). Angesichts der Garantien der zuständigen vietnamesischen Behörden und auf der Grundlage der Testergebnisse wurde diese Entscheidung überprüft und festgestellt, dass die Voraussetzungen für eine systematische Kontrolle nicht mehr gegeben sind.

Pakistan

Im Januar waren systematische Kontrollen für die gesamte Einfuhr von Shrimps aus Pakistan eingeführt worden, nachdem in Shrimpslieferungen aus Pakistan Chloramphenicol-Rückstände festgestellt worden waren. Angesichts der Garantien der zuständigen vietnamesischen Behörden und auf der Grundlage der Testergebnisse wurde diese Entscheidung überprüft. Man kam zu dem Schluss, dass systematische Kontrollen nicht mehr erforderlich sind.

Ukraine

Kontrollen der Mitgliedstaaten an Importen von Milchpulver und Milchaustauschfutter aus Magermilchpulver, das zur Tierernährung bestimmt ist und aus der Ukraine eingeführt wurde, ergaben Rückstände von Chloramphenicol. Es wurden systematische Einfuhrkontrollen für diese Erzeugnisse eingeführt.

Brasilien

Bei aus Brasilien importiertem Geflügelfleisch wurden Nitrofurane festgestellt. Dementsprechend wurden systematische Einfuhrkontrollen für alle Lieferungen von Geflügelfleisch und Geflügelerzeugnissen aus Brasilien eingeführt.

Sonstige Drittländer

Der Ausschuss entschied über die Ergebnisse der vor Ort durchgeführten Inspektionsbesuche, die das Lebensmittel- und Veterinäramt durchgeführt hatte, um Costa Rica, Papua-Neuguinea, Neukaledonien, Surinam, Mosambik, Honduras, Kasachstan und Grönland auf die Liste der Länder setzen zu können, die ohne Einschränkung Fischereierzeugnisse in die EU liefern dürfen. Der Ausschuss entschied ebenfalls, die Einfuhr von Därmen aus Oman, von Gelatine aus Kanada, Wildfleisch aus Grönland und Fischereierzeugnissen aus der Schweiz zu genehmigen.


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