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BSE: Ergebnisse der Sitzung des Wissen-schaftlichen Lenkungsausschusses

European Commission - IP/02/1314   17/09/2002

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IP/02/1314

Brüssel, 17. September 2002

BSE: Ergebnisse der Sitzung des Wissen-schaftlichen Lenkungsausschusses

Auf seiner Sitzung am 12./13. September 2002 prüfte der Wissenschaftliche Lenkungsausschuss (WLA) die jüngsten Daten zur Sicherheit von Schafdärmen in Bezug auf BSE und kam zu dem Schluss, dass keine zusätzlichen oder neuen Informationen vorliegen, die eine Aufnahme von Schafdärmen in die Liste spezifizierter Risikomaterialien rechtfertigen.

Bislang hat der WLA auf Schlussfolgerungen in Bezug auf Schafdärme verzichtet, bis weitere Daten und Risikobewertungen vorliegen. In jüngster Zeit erhielt der WLA drei neue Analysen zum Risiko einer BSE-Exposition durch die Verwendung von Naturdärmen bei der Wurstherstellung. Diese Informationen erörterte der WLA auf seiner Sitzung am 12./13. September. Aus den Erörterungen im WLA ergibt sich, dass derzeit kein Grund besteht, Schafdärme in die Liste spezifizierter Risikomaterialien aufzunehmen, solange keine Informationen vorliegen, wonach BSE bei Kleinwiederkäuern unter natürlichen Bedingungen auftritt, und dass keine Anzeichen für eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von BSE gegeben sind. Der WLA bestätigte jedoch, dass der Umgang mit SRM bei Kleinwiederkäuern einer gründlichen Revision bedürfe, falls das Auftreten von BSE in Schafen sich als wahrscheinlich oder sicher erwiese. In diesem Fall müsse die zusätzliche Aufnahme von Eingeweide, Lymphknoten, Blut und Peripherienerven in die SRM-Liste in Betracht gezogen werden, es sei denn, das BSE-Infektionsrisiko könne auf der Grundlage von Genotyp, Alter, TSE-Testergebnissen, Herdenzertifizierung und/oder geografischer Herkunft ausgeschlossen werden.

Der WLA verabschiedete außerdem drei Stellungnahmen zum geografischen BSE-Risiko für Israel, Malta und Slowenien. Sie werden alle als Gebiete mit einem Risiko der Stufe III eingeordnet, was bedeutet, dass das Vorhandensein eines oder mehrerer Rinder, die klinisch oder vorklinisch mit dem BSE-Erreger infiziert sind, wahrscheinlich, aber nicht bestätigt oder aber auf einer niedrigeren Stufe bestätigt ist.

Der Ausschuss ist der Ansicht, jüngste Forschungsergebnisse zur BSE-Übertragung durch Bluttransfusion von im Versuch infizierten Schafen auf ein gesundes Tier bestätigten die Schlussfolgerungen und Empfehlungen früherer Stellungnahmen zur Sicherheit des Bluts von Menschen und Wiederkäuern, eine Revision dieser Stellungnahmen sei nicht erforderlich. Diese Stellungnahmen enthalten Empfehlungen zur sicheren Nutzung von menschlichem Blut und die Wiederverwertung oder Beseitigung von Wiederkäuerblut.

Die genannten Stellungnahmen sowie die zugrunde liegenden Berichte werden in Kürze auf der Website der GD SANCO unter

http://ec.europa.eu/food/fs/sc/ssc/outcome_en.html

veröffentlicht.


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