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IP/02/128

Brüssel, den 24. Januar 2002

Urban II: Europäische Union stellt 9,55 Mio. EUR für Stadterneuerung in Perama, Griechenland, bereit

Der für Regionalpolitik zuständige Kommissar Michel Barnier gab die Genehmigung eines Programms zur Stadterneuerung in Perama, Griechenland, durch die Europäische Kommission bekannt. Im Rahmen des Programms, das unter die Gemeinschaftsinitiative URBAN II(1) fällt, stellt die Europäische Union für den Zeitraum 2000-2006 Mittel in Höhe von 9,55 Mio. € bereit. Durch die europäischen Fördermittel wurden Gelder der öffentlichen Hand in Höhe von 3,18 Mio. € mobilisiert. Darüber hinaus wird mit Ausgaben im Privatsektor von 0,65 Mio. € gerechnet, so dass insgesamt Mittel für Investitionen in Höhe von 13,38 Mio. € zur Verfügung stehen. Schwerpunkte des Programms sind die Verbesserung der städtischen Infrastruktur und der Raumplanung, die Förderung der örtlichen Wirtschaft, die Verhinderung von sozialer Ausgrenzung und der Aufbau von Kapazitäten für die örtliche Erwerbsbevölkerung.

Bei der Bekanntgabe dieser Entscheidung erklärte Kommissar Barnier: "Die URBAN-Initiative bietet einen kreativen und innovativen Ansatz für die Stadterneuerung. Die Programme zeichnen sich durch starke "Bürgernähe" aus, indem die Bevölkerung und Organisationen vor Ort auf allen Stufen des Entscheidungsprozesses mit einbezogen werden. Das URBAN II-Programm für Perama bildet dabei keine Ausnahme. Es mobilisiert eine starke lokale Partnerschaft und umfasst Schwerpunkte für die örtliche Entwicklung, die ich voll und ganz unterstütze. Ich bin überzeugt, dass dieses Programm wesentlich zur Stadterneuerung in Perama beitragen wird."

Perama wurde durch den Zusammenbruch seiner Schiffsreparaturindustrie in den 80er Jahren schwer getroffen, durch den 75% der im verarbeitenden Gewerbe beschäftigten männlichen Bevölkerung arbeitslos wurden. Die in Perama geplanten Maßnahmen betreffen ein Gebiet von 236 ha mit 25 000 Einwohnern. Die Maßnahmen sind vor allem entlang der Küstenzone angesiedelt, die parallel zur Werftzone verläuft und einen großen Teil davon einschließt.

Die Ziele betreffen vor allem die Revitalisierung der örtlichen Wirtschaft, wobei zum einen die modernen Technologien im Schiffsreparatursektor eingesetzt werden und zum anderen der Städtetourismus unter Anknüpfung an die kulturelle Tradition von Perama entwickelt werden soll.

Das Programm umfasst drei Schwerpunkte:

  • Multifunktionale Stadterneuerung Umweltschutz. Die Projekte knüpfen an das maritime Erbe des Gebiets an, wobei der Schiffsbau im Mittelpunkt steht. Zu diesem Zweck wird das Modell eines "Ökomuseums" angewandt, womit Perama die erste griechische Stadt ist, die ein solches Konzept durchführt. Außerdem sind Maßnahmen zur Verbesserung der Umwelt und zur Verringerung der Verschmutzung geplant (Gemeinschaftsbeteiligung: 4,45 Mio. €).

  • Förderung unternehmerischer Tätigkeiten. Die Gründung eines Zentrums für den elektronischen Handel, technische Hilfe sowie die Förderung der technologischen Modernisierung des Schiffsreparatursektors stehen hier im Mittelpunkt (Gemeinschaftsbeteiligung: 1,95 Mio. €).

  • Soziale Ausgrenzung - Chancengleichheit. Hier geht es vor allem um die Verbesserung und Erweiterung der Sozial- und Gesundheitsdienste einschließlich der Beschäftigung, wobei Frauen und sozial schwachen Gruppen besondere Aufmerksamkeit zuteil wird. Es sollen Berufsbildungsmaßnahmen für Beschäftigte und Arbeitslose angeboten werden (Gemeinschaftsbeteiligung: 2,78 Mio. €).

Weitere Mittel in Höhe von 0,38 Mio. € (Gemeinschaftsbeteiligung) sind für technische Hilfe bestimmt.

URBAN

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung der krisenbetroffenen Städte und Stadtviertel zur Förderung einer dauerhaften Städteentwicklung". Die zweite Auflage von URBAN (URBAN II) gilt für den Zeitraum 2000-2006. Im Rahmen dieser Initiative werden 70 benachteiligte städtische Gebiete in der gesamten EU gefördert. Die EU allein stellt insgesamt Fördermittel in Höhe von 728,3 Mio. € bereit, wodurch Mittel des öffentlichen Sektors und der Privatwirtschaft in zumindest gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die URBAN-Mittel für Griechenland belaufen sich auf insgesamt 25,5 Mio. €. Es wurden Programme für Perama, Komotini und Heraklion eingereicht.

Die Besonderheiten von URBAN II bestehen darin, dass innovative Modelle für die Stadterneuerung vorgesehen sind und der Partnerschaft und der Mitwirkung der lokalen Akteure besondere Bedeutung beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Gefördert werden Initiativen wie die Renovierung von Gebäuden und die Sanierung öffentlicher Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, die Verbesserung des allgemeinen und beruflichen Bildungssystems zur Integration der benachteiligten Gruppen, die Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, die Förderung eines effizienteren Energiemanagements, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Erschließung der von den Technologien der Informationsgesellschaft gebotenen Entwicklungsmöglichkeiten.

Die Kommission genehmigt Programme, die von einer Partnerschaft unter Einschluss lokaler und kommunaler Gruppen vorgeschlagen werden. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 20002006, wobei die lokalen Akteure auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

Verwaltungsbehörde

Ministerium für Umwelt, Raumordnung und öffentliche Arbeiten

Verwaltungsbehörde für die Initiative URBAN II

Mihalakopoulou 87

GR-11527 ATHEN

Tel.: +30 (0) 1 / 6433829

Fax: +30 (0) 1 / 6458690

E-Mail: k.manola@dxor.minenv.gr

Weitere Informationen

Ergänzende Informationen zu URBAN II finden Sie in dem Dokument MEMO/01/301 vom 25. September 2001 und auf folgender Website der Europäischen Kommission:

http://www.inforegio.ec.europa.eu/wbpro/PRORD/prordc/prordc18_de.htm

(1) Eine Beschreibung der Gemeinschaftsinitiative URBAN II findet sich weiter unten.


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