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Die Kommission nimmt neue Etikettierungsvorschriften für Koffein und Chinin an

European Commission - IP/02/1096   18/07/2002

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IP/02/1096

Brüssel, 18. Juli 2002

Die Kommission nimmt neue Etikettierungsvorschriften für Koffein und Chinin an

Verbrauchern, die koffein- oder chininhaltige Getränke und Lebensmittel meiden, werden die neuen Etikettierungsvorschriften zugute kommen, welche die Kommission heute angenommen hat. Zwar ist der mäßige Genuss beider Stoffe für die meisten Verbraucher gesundheitlich unbedenklich, bei einigen können diese Stoffe jedoch selbst in sehr geringen Mengen unerwünschte Wirkungen hervorrufen. Nach den neuen Vorschriften werden die Verbraucher auf den Gehalt an diesen Stoffen aufmerksam gemacht und, bei Koffein, darauf hingewiesen, wenn der Gehalt eine bestimmte Höchstgrenze überschreitet.

Chinin, das in einigen Erfrischungsgetränken (wie Tonic) als Aromastoff verwendet wird, sollte von Personen gemieden werden, die unter bestimmten Stoffwechselstörungen oder an einer Überempfindlichkeit gegen diesen Stoff leiden. Ein hoher Koffeingenuss kann, vor allem bei Kindern, zu vorübergehenden Verhaltensänderungen führen und ist außerdem in der Schwangerschaft nicht empfehlenswert.

Nach geltendem Recht müssen Aromastoffe nicht zwingend extra auf der Zutatenliste angegeben werden. Daher kann es vorkommen, dass Koffein oder Chinin als Aromastoffe nicht aufgeführt werden. Selbst wenn Koffein als Zutat genannt wird, gibt es derzeit keine Vorschrift, der zufolge ein besonders hoher Koffeingehalt anzugeben wäre. Mit den neuen Vorschriften wird dieser Mangel behoben; die verschiedenen voneinander abweichenden einzelstaatlichen Vorschriften, die zurzeit für diese Stoffe in der Europäischen Union gelten, werden harmonisiert, und damit wird der innergemeinschaftliche Handel mit den betreffenden Erzeugnissen erleichtert.

Die neuen Vorschriften gelten für Getränke, die mehr als 150 Milligramm Koffein pro Liter enthalten. Normale Cola-Getränke fallen nicht darunter, da ihr Koffeingehalt geringer ist. Ebenso wenig sind Getränke auf Tee- oder Kaffee-Basis betroffen, solange aus der Bezeichnung auf dem Etikett klar hervorgeht, dass das Getränk aus Tee oder Kaffee hergestellt worden ist. Indem der Hinweis „Hoher Koffeingehalt" und dessen Menge im gleichen Blickfeld angegeben werden wie der Produktname, werden die Verbraucher auf unerwartet hohe Koffeingehalte in bestimmten Erfrischungsgetränken, insbesondere in den meisten so genannten „Energydrinks", aufmerksam gemacht.

Die neuen Vorschriften dürften bis zum 1. Juli 2004 in Kraft treten.


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