Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

IP/02/1085

Brüssel, 17. Juli 2002

Kommission macht den Weg frei für zwei neue Süßstoffe

Die Europäische Kommission schlägt vor, die Verwendung zweier neuer Süßstoffe in der Europäischen Union zu gestatten; es handelt sich um Sucralose und ein Aspartam-Acesulfam-Salz. Europäisches Parlament und Ministerrat müssen dem Vorschlag noch zustimmen.

Die Zulassung und Verwendung von Süßstoffen ist wie diejenige aller sonstigen Lebensmittelzusatzstoffe auf EU-Ebene harmonisiert(1). Entsprechend dem EU-Recht dürfen Lebensmittelzusatzstoffe in der EU nur zugelassen werden, wenn sie sicher, technologisch notwendig und für die Verbraucher von Nutzen sind. Bevor der Vorschlag erarbeitet wurde, hat der Wissenschaftliche Ausschuss "Lebensmittel" die Sicherheit der beiden Süßungsmittel erwiesen. Für Sucralose setzte er eine zulässige tägliche Aufnahme (ADI, definiert als diejenige Menge, die der Mensch während der gesamten Lebensdauer täglich zu sich nehmen kann, ohne sich einem merklichen Gesundheitsrisiko auszusetzen) von 15 mg/kg Körpergewicht fest. Bezüglich des Aspartam-Acesulfam-Salzes war der Ausschuss der Meinung, es sei durch die Sicherheitsbewertungen der beiden Bestandteile abgedeckt.

Sucralose ist etwa 600 Mal so süß wie Zucker und bleibt auch bei der Verarbeitung unter hohen Temperaturen stabil. Der Stoff ist bereits in 40 Ländern außerhalb der EU zugelassen, darunter die USA, Kanada, Japan, Australien und Neuseeland. Der Süßstoff kann beispielsweise bei Softdrinks, Desserts oder Konfekt verwendet werden.

Bei dem Aspartam-Acesulfam-Salz handelt es sich um eine chemische Verbindung zweier bereits zugelassener Süßstoffe, nämlich Aspartam und Acesulfam K, zu gleichen Teilen. In Lösung verhält sich dieses Salz genau wie eine Lösung von Aspartam und Acesulfam K. Der Süßstoff kann beispielsweise zur Verlängerung des Süßegeschmacks bei Kaugummi verwendet werden.

Weitere Informationen:

Lebensmittelzusatzstoffe auf der Website der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz: http://ec.europa.eu/food/fs/sfp/addit_flavor/additives/index_en.html

SCF-Gutachten zu Sucralose und zu dem Aspartam-Acesulfam-Salz:

http://ec.europa.eu/food/fs/sc/scf/out68_en.pdf

http://ec.europa.eu/food/fs/sc/scf/out57_en.html, siehe 9.4

(1) In der EU gelten für die Zulassung von Süßungsmitteln folgende Vorschriften:··die Rahmenrichtlinie 89/107/EWG über Lebensmittelzusatzstoffe sieht die Harmonisierung der einzelstaatlichen Rechtsvorschriften vor und legt die Verfahren und Kriterien für die Zulassung von Lebensmittelzusatzstoffen fest;··die Richtlinie 94/35/EG über Süßungsmittel legt fest, welche Süßungsmittel in welchen Lebensmitteln und unter welchen Bedingungen verwendet werden dürfen. Mit dem jetzt vorgelegten Vorschlag soll diese Richtlinie zum zweiten Mal seit ihrem Erlass im Jahre 1994 geändert werden.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website