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URBAN II: EU-Beitrag in Höhe von 11,1 Mio. EUR zur Stadterneuerung in Derby (Vereinigtes Königreich)

European Commission - IP/02/107   22/01/2002

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IP/02/107

Brüssel, den 22. Januar 2002

URBAN II: EU-Beitrag in Höhe von 11,1 Mio. EUR zur Stadterneuerung in Derby (Vereinigtes Königreich)

Michel Barnier, für Regionalpolitik zuständiges Mitglied der Europäischen Kommission, hat die Genehmigung eines Stadtentwicklungsprogramms für den Stadtteil Normanton der Stadt Derby in der englischen Region East Midlands durch die Europäische Kommission bekannt gegeben. Dieses Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN(1) wird von der Europäischen Union im Zeitraum 2001-2006 mit 11,1 Mio. EUR unterstützt. Aus öffentlichen und privaten Mitteln in Großbritannien werden weitere 14,8 bzw. 1,9 Mio. EUR investiert, so dass für das Programm insgesamt 27,8 Mio. EUR zur Verfügung stehen. Programmschwerpunkte sind die Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten, die Unterstützung lokaler Unternehmen, der Schutz und die Verbesserung der Umwelt sowie der Kapazitätsausbau auf kommunaler Ebene.

Bei der Bekanntgabe der Entscheidung erklärte Kommissar BARNIER: "Die Gemeinschaftsinitiative URBAN bietet kreative und innovative Lösungen für die Probleme der Stadterneuerung. Die Programme sind bürgernah ausgerichtet: die Bürger werden auf allen Stufen in den Entscheidungsprozess einbezogen. Das Programm für Derby bildet hierbei keine Ausnahme. Mit der Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten, der Unterstützung lokaler Unternehmen, dem Schutz und der Verbesserung der Umwelt sowie dem Kapazitätsausbau auf kommunaler Ebene als Entwicklungsschwerpunkten, die ich voll und ganz unterstütze, mobilisiert es eine starke lokale Partnerschaft. Ich bin überzeugt, dass dieses Programm einen wesentlichen Beitrag zur Stadterneuerung in Derby leisten wird."

Das Programmgebiet, der Stadtteil Normanton im Südwesten von Derby, umfasst (ganz oder zum Teil) fünf Wahlbezirke(2) mit über 27 200 Einwohnern. Das Gebiet ist von zahlreichen sozialen und wirtschaftlichen Problemen betroffen. Hierzu zählen eine hohe Arbeitslosigkeit, eine hohe Kriminalitätsrate, der schlechte Zustand der Umwelt sowie ein niedriges Qualifikations- und Bildungsniveau.

Das Programm konzentriert sich auf drei Schwerpunkte, mit deren Hilfe diese Probleme angegangen werden sollen:

  • Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten und Unterstützung lokaler Unternehmen. Stärkung des Vertrauens der lokalen Bevölkerung in die Zukunft, Unterstützung bei der Arbeitssuche sowie Förderung der Wettbewerbsfähigkeit lokaler Unternehmen (EU-Beitrag; 4,6 Mio. EUR);

  • Schutz und der Verbesserung der Umwelt. Sanierung und Renovierung von Gebäuden, Sanierung öffentlicher Flächen und Kapazitätsausbau im Umweltbereich (EU-Beitrag; 2,8 Mio. EUR);

  • Kapazitätsausbau auf kommunaler Ebene. Verstärkte Mobilisierung der Bevölkerung, vertrauensbildende Maßnahmen und Neubelebung des Gemeinschaftsgefühls sowie Erfahrungsaustausch (EU-Beitrag: 2,8 Mio. EUR).

Weitere EU-Mittel in Höhe von 0,9 Mio. EUR sind für technische Hilfe bestimmt.

Wie alle URBAN-Programme wird auch dieses aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter der Zuständigkeit von Kommissar Barnier finanziert.

URBAN

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung krisenbetroffener Städte und Stadtviertel zur Förderung einer dauerhaften Stadtentwicklung". Mit der zweiten Auflage von URBAN (URBAN II) für den Zeitraum 2001-2006 werden 70 benachteiligte städtische Gebiete in der ganzen EU gefördert. Die EU allein stellt Fördermittel von insgesamt 728,3 Mio. EUR bereit, wodurch weitere öffentliche und private Mittel in mindestens gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die Fördermittel von URBAN II belaufen sich für das Vereinigte Königreich auf insgesamt 121,7 Mio. EUR. Programme wurden für West Wrexham, Belfast, Bristol, Burnley, Halifax, Hetton and Murton, Normanton/Derby, Peterborough, Stockwell, Thames Gateway und Clyde Waterfront eingereicht.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichen ist die große Bedeutung, die der Partnerschaft und der Mitwirkung der lokalen Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter der Zuständigkeit von Kommissar Michel Barnier finanziert. Gefördert werden Initiativen wie die Renovierung von Gebäuden und Sanierung öffentlicher Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, Verbesserung des allgemeinen und beruflichen Bildungssystems zur Integration benachteiligter Gruppen, Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, Förderung eines effizienteren Energiemanagements, Einsatz regenerierbarer Energien und Erschließung des Potenzials der Informationsgesellschaft.

Die Kommission genehmigt Programme, die von einer Partnerschaft unter Einschluss lokaler und kommunaler Gruppen vorgeschlagen werden. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 2000-2006, wobei die lokalen Akteure in allen Phasen dieses Prozesses einbezogen werden.

Verwaltungsbehörde

Zuständige Behörde ist das Ministerium für Verkehr, örtliche Selbstverwaltung und die Regionen. Für die laufende Verwaltung des Programms Derby ist zuständig:

The Government Office for the East Midlands

The Belgrave Centre

Stanley Place

Talbot Street

Nottingham NG1 5GG

Tel.:  0115 971 9971

Fax:   0115 971 2404

E-Mail: dchatfield.goem@go-regions.gsi.gov.uk

Weitere Informationen

Ergänzende Informationen zur Gemeinschaftsinitiative URBAN finden Sie in der Unterlage MEMO/01/301 und auf folgenden Websites:

Europäische Kommission :

http://www.inforegio.ec.europa.eu/wbpro/PRORD/prordc/prordc18_de.htm

Government Office for the East Midlands: HYPERLINK "http://www.go-em.gov.uk/"http://www.go-em.gov.uk

(1) Die Gemeinschaftsinitiative URBAN II wird im Folgenden näher beschrieben.

(2) Babington, Litchurch, Abbey, Derwent, Osmaston.


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