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Untersuchung bestätigt: Bankgebühren für grenzüberschreitende Zahlungen noch immer zu hoch

European Commission - IP/01/992   12/07/2001

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IP/01/992

Brüssel, 12 Juli 2001

Untersuchung bestätigt: Bankgebühren für grenzüberschreitende Zahlungen noch immer zu hoch

Banken in der Eurozone verlangen von Verbrauchern noch immer zu hohe Gebühren für grenzüberschreitende Überweisungen relativ geringer Beträge. Die Einführung des Euro hat daran bislang nichts geändert. Das geht aus einer heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Untersuchung hervor. Mit Blick auf diese unakzeptable Situation beabsichtigt die Kommission in Kürze einen Verordnung vorzuschlagen, die es Banken in der Europäischen Union untersagt, unterschiedliche Gebühren für grenzüberschreitende Überweisungen in Euro und für korrespondierende Gebühren bei Inlandszahlungen zu verlangen. Die heute vorgelegte Studie zeigt, dass Bankgebühren für grenzüberschreitende Überweisungen im Durchschnitt seit 1999 sogar leicht angestiegen sind - trotz der wiederholten Aufforderung von Kommissionsseite and den Bankensektor, diese Gebühren zu senken. Grenzüberschreitende Überweisungen von 100 €, die von den Erhebern der Studie getätigt wurden, kosteten im März 2001 im Durchschnitt 17,36 € in den elf Ländern der Eurozone (ohne Griechenland). Die Erhebung zeigt zudem, dass bei 38% der von den Erhebern vorgenommenen Überweisungen dem Empfänger ohne Einverständnis des Auftraggebers Gebühren abgezogen wurden. Häufig erhalten Kunden vor Überweisungen keine genauen Auskünfte über die anfallenden Gebühren. Dies ist ein Verstoß gegen gemeinschaftliche Rechtsvorschriften: Die Richtlinie 97/5/EG über grenzüberschreitende Überweisungen ist im September 1999 in Kraft getreten. Sie verbietet solche doppelte Gebührenerhebungen und verpflichtet die Banken darüber hinaus, ihren Kunden systematisch Gebührenauskünfte zu erteilen. Die Kommission beabsichtigt alle Mitgliedstaaten um Auskünfte zu ersuchen, mit welchen Massnahmen sie für die Einhaltung der Richtlinie sorgen. Die Ergebnisse der Untersuchung sind im Internet nachzulesen unter:  http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/index_en.htm

"Die Verbraucher in Europa verstehen nicht, warum sie für Banküberweisungen in der Eurozone so viel zahlen müssen, wenn sie andererseits mit der Einführung des Euro überall die gleichen Münzen und Geldscheine verwenden. Schnelle Fortschritte sind nötig. Die Verbraucher erwarten von den Banken eine Reduzierung ihrer Gebühren für grenzüberschreitende Überweisungen kleinerer Beträge", sagte Kommissionsmitglied David Byrne, zuständig für Gesundheit und Verbraucherschutz. "Ich bin überzeugt davon, dass Banken mehr tun könnten im Zuge einer grösseren Integration von Bankdienstleistungen innerhalb der EU und der zunehmenden Automatisierung von Überweisungen.

Die Ergebnisse unserer Studie lassen Zweifel an der Wirksamkeit des Wettbewerbs in diesem Bereich aufkommen, gerade mit Blick auf die im Durchschnitt hohen Gebühren, die die Verbraucher für diese Dienstleistung zu zahlen haben", so Byrne. Die Ergebnisse der Studie, die vom Institut Européen Interrégional de la Consomation (IEIC) im Auftrag der Kommission durchgeführt wurde, wird zugleich den öffentlichen Druck auf die Banken erhöhen, die Problematik hoher Gebühren für grenzüberschreitende Überweisungen im Rahmen der Euro-Einführung anzugehen. "Verbraucher sollten verstärkt aussergerichtliche Schlichtungsstellen in den einzelnen Mitgliedstaaten nutzen, wenn Probleme dieser Art auftauchen und nicht mit der Bank geklärt werden können", forderte Byrne auf. Ein EU-weites Netzwerk solcher Stellen, die Verbrauchern und Wirtschaft helfen, Dispute im Bereich Finanzdienstleistungen aussergerichtlich zu klären, ist das sogenannten FIN-NET, das von der Kommission im Februar 2001 ins Leben gerufen wurde (siehe IP/01/152). Die Kommission fordert die Verbraucher ausserdem dazu auf, bei Schadensersatzansprüchen gegebenenfalls behördliche oder juristische Schritte zu gehen. Die komplette Liste der aussergerichtlichen Schlichtungsstellen ist im Internet zu finden unter:  http://ec.europa.eu/internal_market/en/finances/consumer/adr.htm

Frits Bolkestein, für den Binnenmarkt zuständiges Kommissionsmitglied, fügte hinzu: "Die Einheitswährung soll die Effizienz des Binnenmarktes verstärken und für Transparenz bei den Preisen in der Eurozone sorgen. Wenn die Zahlungsgebühren als Hemmnis für grenzüberschreitende Bankgeschäfte bestehen bleiben, werden wir unsere Ziele nicht erreichen."

Die Kommission hat die Banken immer wieder dazu gedrängt, grenzübergreifende Massenzahlungsverkehrssysteme einzurichten. Seit Einführung des Euro hat die Kommission anlässlich der Veröffentlichung der vorangegangenen Erhebung im Jahr 1999 (siehe IP/00/505) und in ihrer Mitteilung über Massenzahlungsverkehrssysteme vom Januar 2000 die Dringlichkeit einer effektiven Senkung der Bankgebühren für grenzüberschreitende Zahlungen betont. Außerdem äußerte sie in ihrer Mitteilung vom April diesen Jahres über die Vorbereitungen zur Einführung der Euro-Banknoten und -Münzen ihre Besorgnis angesichts des Mangels an konkreten Fortschritten bei der Einführung eines wirksamen Massenzahlungsverkehrssystems in der Eurozone durch die Banken. Die Kommission kündigte dort bereits ihre Absicht an, gegebenenfalls die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um vor dem 1. Januar 2002 die Gebühren für grenzüberschreitende Bankgeschäfte an die Gebühren für Inlandsgeschäfte anzunähern.

Gebühren für grenzüberschreitende Bankgeschäfte

Die Gebühren für grenzüberschreitende Überweisungen sind gegenüber der Erhebung von 1999 im Durchschnitt leicht gestiegen - von €17,10 im Jahr 1999 auf €17,36 in 2001. Die Durchschnittswerte zeigen aber Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern: In Belgien, Deutschland und Finnland sind die Gebühren gesunken, während sie in anderen Ländern erhöht wurden in manchen Fällen, wie in Österreich (ein Anstieg um 64,02% von €10,61 in 1999 auf €17,40 in 2001), ging es sogar um erhebliche Erhöhungen.

Bei grenzüberschreitenden Bankgeschäften sind nach wie vor beträchtliche Gebührenunterschiede zwischen verschiedenen Banken im gleichen Land zu beobachten.

Der Unterschied zwischen Höchst- und Mindestgebühren, die Banken im gleichen Land für grenzüberscheitende Überweisungen berechnen, ist oftmals signifikant: In Italien, wo dieser Unterschied am höchsten ist, liegen die Bankgebühren zwischen €6.20 und €43.40 für eine grenzüberschreitende Überweisung von €100. Nur in Luxemburg liegt die Differenz zwischen Höchst- und Mindestgebühr unter zehn Euro (€10,24 bzw. €8.13). Einige konkrete Untersuchungsbeispiele von Bankgebühren für grenzüberschreitende Überweisungen von €100: Bank Austria berechnete €38.29 für eine Überweisung zur italienischen Bank Ambrosiano Veneto und €27,44 für eine Überweisung zur italienischen Bank Caritro. Die Österreichische Postsparkasse berechnete €9,45 für eine Überweisung zur Ambrosiano Veneto und die Österreichische Creditanstalt berechnete €14,14 für eine Überweisung zur Caritro. Die Allied Irish Bank berechnete €30,86 für eine Überweisung zur finnischen Bank Okopankki während die Bank of Ireland €16,51 für eine Überweisung zur Okopankki verlangte.

Die Gebühren für eine Transaktion zwischen zwei Banken können sehr unterschiedlich sein, je nachdem in welche Richtung das Geschäft getätigt wird. In anderen Worten, für eine Überweisung von Bank A in Land X zu Bank B in Land Y werden nicht notwendigerweise die gleichen Gebühren erhoben wie für die gleiche Transaktion in umgekehrter Richtung. Einige konkrete Untersuchungsbeispiele von Bankgebühren für grenzüberschreitende Überweisungen von €100: Die spanische Bank BBV Argentaria berechnete für eine Überweisung zur portugiesischen Bank C. Geral de Depositos €7,51 während es in umgekehrter Richtung - von C. Geral de Depositos zur BBV Argentaria - €26,28 kostete, ein Gebührenunterschied von 249,93%. BBV Argentaria berechnete €13,75 für eine Überweisung zur portugiesischen Banco Espirito Santo €13,75, die wiederum €34,29 für eine Überweisung zur BBV Argentaria verlangte, ein Gebührenunterschied von 149,38%. Die französische Crédit Agricole berechnete €5,47 für eine Überweisung zur niederländischen Bank Van Lanschot, die für eine Überweisung zur Crédit Agricole €12,69 berechnete (131,99% Gebührenunterschied). Van Lanschot berechnete €39,88 für eine Überweisung zur französischen Crédit Mutuel und letztere verlangte €25,31 für eine Überweisung zu Van Lanschot (57,57% Gebührenunterschied). Crédit Agricole berechnete €12,28 für eine Überweisung zur niederländischen Bank ABN, welche €6,81 für eine Überweisung zur Crédit Agricole verlangte (44,54% Gebührenunterschied). Die belgische Bank Fortis verlangte für eine Überweisung zur deutschen BfG Bank €8,25 während die BfG €16,35 für eine Überweisung zur Fortis berechnete (98,18% Gebührenunterschied).

Fristen und doppelte Gebührenbelastung bei Überweisungen

Die Erhebung zeigt außerdem, dass Bankenpraktiken sich häufig nicht an die Rechtsvorschriften zu grenzüberschreitenden Überweisungen (Richtlinie 97/5/EG) halten: dies betrifft die zulässige zeitliche Höchstdauer für die Durchführung einer Überweisung, die unauthorisierte Belastung doppelter Gebühren für den Auftraggeber als auch den Empfänger und die Bestimmungen über die Informationen, die Kunden zur Verfügung gestellt werden müssen:

In 38% der Fälle wurden dem Empfänger ohne Zustimmung des Auftraggebers Gebühren abgezogen, entgegen entsprechender europäischer Regelungen. Eine solche doppelte Gebührenbelastung ist illegal und Betroffene haben das Recht, solche Gebühren zurückzufordern. Der Betrag, der auf dem Konto des Empfängers eingeht, entspricht bei einer doppelten Gebührenbelastung nicht dem Betrag, den der Auftraggeber eigentlich überweisen wollte. Dies kann unter anderem dazu führen, dass ein Kauf rückgängig gemacht wird oder einem Lieferanten Verluste entstehen.

Ein klares Hemmnis für die Entwicklung grenzüberschreitender Geschäfte. Für einen Empfänger waren in der Studie im Durchschnitt Überweisungen, die aus Italien kamen, am teuersten: der Empfänger zahlte hier im Schnitt €7,55 bei überwiesenen €100. Überweisungen aus Luxemburg und Deutschland kosteten Empfänger dagegen nichts. Die durchschnittliche Belastung für Empfänger in den elf Ländern der Eurozone (ohne Griechenland) betrug €3,10 in der Studie.

Im Durchschnitt werden grenzüberschreitende Überweisungen etwas schneller ausgeführt, die Zahl fiel von statistisch 3,41 Arbeitstagen in 1999 auf 3,31 in 2001. Irland bildet das Schlusslicht mit knapp sechs Tagen (5,91), Frankreich schneidet mit ungefähr zwei Tagen (2,06) am besten ab. Allerdings wurde bei sechs Prozent der grenzüberschreitenden Überweisungen noch immer nicht die vorgeschriebene Frist von höchstens sechs Arbeitstagen eingehalten (eine Überweisung traf überhaupt nicht ein).

Die Auskünfte, die dem Kunden am Schalter erteilt werden, sind häufig unvollständig, entgegen entsprechender europäischer Regelungen.

Die Nutzung von Zahlungskarten im Ausland

Die Erheber der Studie untersuchten auch die Kosten für Zahlungen und Barabhebungen mit Bank- oder Kreditkarten im Ausland. Solche Zahlungen mit einer entsprechenden Karte sind generell weniger kostspielig für Verbraucher als grenzüberschreitende Überweisungen. Sie kosten dennoch zumeist mehr als innerhalb eines Landes. Die Gebühren für eine Zahlung mit Bankkarte im Ausland (Eurozone der 11) betrugen durchschnittlich 16 Cent für einen Kauf im Wert von €25. Allerdings wurden in Finnland, Irland, Italien, Luxemburg und Spanien überhaupt keine Gebühren erhoben (die Erheber der Studie benutzten Visa, Eurocard und Maestro; eventuelle Jahresgebühren für eine Karte sind nicht einbezogen). Für Verbraucher ist das günstigste grenzüberschreitende Zahlungsmittel oftmals noch immer die Zahlungskarte.

Die Gebühren, die im Ausgabeland einer Karte für die Barabhebung von rund €100 an einem ausländischen Bankautomaten in der Eurozone der 11 berechnet wurden, belaufen sich auf durchschnittlich €4,17. In Irland waren sie mit €1,75 am niedrigsten und in Portugal mit €5,50 am höchsten. Gebühren für eine Barabhebung von rund €50 sind etwas höher und betrugen im Durchschnitt €3,36.

Die durchschnittlichen Bankgebühren für den Tausch von Banknoten aus der Eurozone, der dritte Teil der Studie, betrugen €2,95 für rund €50 in der Eurozone der 11. Im Durchschnitt wurden dafür die höchsten Gebühren in Frankreich erhoben, (€6,85) und die niedrigsten in Belgien (€1,06).

Annex

Zusammenfassende Ergebnisse der im Jahr 2001 vom Europäischen Institut regionaler Verbraucherorganisationen im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführten Erhebung

Bemerkungen zur Methodik

Diese Erhebung betrifft alle Länder der Eurozone außer Griechenland, deckt jedoch nicht sämtliche möglichen Kombinationen zwischen den Ländern ab. Somit kann eine verzerrte Repräsentativität eingeführt werden, da das Verhältnis jedes Mitgliedstaats zu jedem der zehn anderen Staaten nicht erschöpfend dargestellt wird.

In der Erhebung wurden folgende Bankgeschäfte erfasst:

- 352 Überweisungen eines Betrags von 100 €;

- 44 Käufe mit Zahlungskarte, Kaufpreis jeweils 25 €;

    - 88 Bargeldabhebungen am automatischen Bankschalter (44 Abhebungen von 50 € und 44 Abhebungen von 100 €)

Ob die Bankgeschäfte in Euro oder in nationaler Währung durchgeführt wurden, hat nach dem in den Bestimmungen über den Euro aufgestellten Grundsatz der Gleichwertigkeit keinen Einfluss auf die Gebühren(1).

Die Erhebung zielte nur darauf ab, eine Stichprobe des Marktes vorzunehmen, um sowohl die zufriedenstellenden Aspekte als auch die Probleme aufzuzeigen. Die Durchschnittsergebnisse dürfen also nur mit entsprechender Vorsicht extrapoliert werden.

Überweisungen eines Betrags von 100

Kosten

Durchschnittliches Gesamtentgelt für eine Überweisung, aufgegliedert nach Sendeland (Durchschnittskosten, die dem Auftraggeber entstehen und Durchschnittskosten, die dem Empfänger entstehen

[Graphic in PDF & Word format]

Sendeland

Dem Auftraggeber

entstehende

Durchschnittkosten (€)

2001

Dem Empfänger

entstehende

Durchschnittts-

kosten (€)

2001

Kosten insgesammt (€)

2001

Kosten insgesamt

(€)

1999

Veränderung

1999/2001

EUR 1114.263.1017.3617.10+1.55%
Luxemburg9.580.009.588.91+7.46%
Niederlande8.842.6011.4510.00+14.46%
Belgien10.101.7711.8713.37-11.24%
Deutschland11.930.0011.9313.78-13.42%
Finnland10.813.5514.3620.11-28.61%
Österreich15.901.5017.4010.61+64.02%
Frankreich14.793.2718.0616.88+7.00%
Italien12.197.5519.7418.28+7.97%
Spanien14.805.7620.5620.50+0.28%
Irland20.964.0925.0425.98-3.61%
Portugal26.994.0531.0429.68+4.57%

Diese Ergebnisse zeigen daher die Ungleichheiten zwischen den Ländern, doch dahinter verbergen sich auch Disparitäten innerhalb eines Landes (so schwanken die Kosten in Deutschland zwischen 7,67 € und 20,44 €, in Italien zwischen 6,20 € und 43,40 € ....).Im Vergleich zu den Ergebnissen für 1999 sind diese Ungleichheiten möglicherweise aufgrund des Wettbewerbs zwischen den Banken geringer, doch führt dies nicht automatisch zu Gebührensenkungen.

Im übrigen bestehen ebenso wie im Jahre 1999 große Unterschiede zwischen den Gebühren in der einen Richtung und den in der anderen Richtung. So kosteten Überweisungen von Deutschland nach Belgien die Erheber 35% mehr als Überweisungen von Belgien nach Deutschland, auch wenn sie zwischen denselben Banken erfolgten. Ebenso waren Überweisungen von Spanien nach Portugal um 40% billiger als von Portugal nach Spanien. Daraus lässt sich schließen, dass die tatsächlichen Kosten nicht der einzige Faktor sind, der bei der Gebührenermittlung berücksichtigt wird.

Doppelte Gebührenabzüge

In 38% der Fälle wurden dem Empfänger Gebühren abgezogen, ohne dass der Kunde seine Zustimmung dazu gegeben hatte. Im übrigen sind hier große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern festzustellen: Bei 10,9% der Überweisungen nach Deutschland wurden doppelte Gebührenabzüge vorgenommen, dagegen bei 70,63% der Überweisungen nach Portugal dem Empfänger Gebühren berechnet. Bei Überweisungen aus Deutschland wurden dem Empfänger nie Gebühren abgezogen, während am andern Ende der Skala bei 77% der Überweisungen aus Spanien doppelte Gebührenabzüge vorkamen.

Fristen

Die durchschnittlichen Abwicklungszeiten sind im Vergleich zu 1999 zurückgegangen (3,31 gegenüber 3,41 Tage). Dies war besonders in bestimmten Ländern, zum Beispiel in Spanien oder Portugal, zu beobachten.

Gleichwohl wurden noch 6,02% der Überweisungen erst innerhalb von 7 oder mehr Tagen ausgeführt (also nicht innerhalb der in der Richtlinie 97/5 vorgesehenen Frist), was einer Zunahme gegenüber 1999 um 5,14% entspricht. Solche Fälle kommen jedoch besonders häufig in bestimmten Staaten, insbesondere in Irland, vor.

Kartenzahlungen im Ausland für einen Betrag von €25

Kosten nach Ausstellungsland

Land, in dem die Karte ausgestellt wurde

Durchschnitts-kosten 2001Durchschnitts-kosten 1999
EUR-11 im Durchschnitt0.160.19
Spanien00
Finnland00
Irland00
Italien00.26
Luxemburg00
Niederlande0.040.1
Deutschland0.230.79
Belgien0.250
Portugal0.320.32
Österreich0.380.26
Frankreich0.530.37

[Graphic in PDF & Word format]

Abhebungen von 100 € am automatischen Bankschalter

Land, in dem die Karte ausgestellt wurde

Kosten in %

2001

Kosten in % 1999Veränderung 1999/2001
Irland1.64%1.74%-6%
Belgien3.87%4.22%-8%
Spanien3.75%3.75%0%
Frakreich3.79%2.43%+56%
Österreich3.89%4.52%-14%
Niederlande3.92%2.11%86%
Finnland4.47%4.35%3%
Luxemburg4.96%4.21%18%
Italien4.80%4.81%0%
Deutschland5.30%4.21%26%
Portugal5.38%5.89%-9%
EUR-114.16%3.84%+8%

Bei den österreichischen, portugiesischen und belgischen Zahlungskarten sind Fortschritte zu verzeichnen. Vor allem bei den französischen und niederländischen Karten hingegen sind erhebliche Gebührenerhöhungen festzustellen. Die Resultate wurden jedoch nicht mit der Entwicklung der Jahresgebühren für die Zahlungskarten verglichen.

(1) Siehe Empfehlung vom 23. April 1998 zu Bankentgelten im Zusammenhang mit der Umstellung auf den EURO (ABl. L 130/22 vom 1.5.1998).


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