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IP/01/711

Brüssel, den 17. Mai 2001

Die Kommission bewilligt eine humanitäre Hilfe von 55,7 Mio. Euro für die Balkanländer

Die Europäische Kommission hat einen Gesamtplan im Umfang von 55,7 Mio. € für die Balkanländer genehmigt, damit das Amt für humanitäre Hilfe (ECHO) die Hilfe für Flüchtlinge, Vertriebene und andere benachteiligte Bevölkerungsgruppen fortsetzen kann. Dieser Beschluss betrifft Serbien, das Kosovo, Montenegro, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und Albanien. Der Plan erstreckt sich auf den Zeitraum bis Ende Februar 2002. Mehr als die Hälfte der bewilligten Mittel (34,4 Mio. €) sind für Serbien, das europäische Land mit den meisten Flüchtlingen, bestimmt. Mit dieser Maßnahme sollen die humanitären Bedürfnisse vor Ort gedeckt und zugleich die Abhängigkeit von der humanitären Hilfe verringert und auf diese Weise der schrittweise Rückzug von ECHO aus den Balkanländern vorbereitet und der Weg für längerfristige Entwicklungsstrategien geebnet werden. Finanzierungsschwerpunkte sind das Wohnungswesen sowie die Bereiche Gesundheit und Soziales.

In Serbien (34,4 Mio. €) richtet sich die Hilfe im Wesentlichen auf folgende Bereiche: Nahrungsmittelhilfe, Gesundheit, Unterbringung, Hilfe für die Gastfamilien und psychosoziale Betreuung. ECHO unterstützt weiterhin die am meisten benachteiligten Bevölkerungsgruppen, d.h. Kinder, Behinderte, alte Menschen und Minderheiten (Roma).

Im Kosovo (7,3 Mio. €) sind die humanitären Bedürfnisse weitgehend gedeckt, auch wenn die humanitäre Hilfe in einigen Bereichen wie Gesundheit, Wasserversorgung, Unterstützung des sozialen Sektors und der Minderheiten sowie Verteilung von lebensnotwendigen Gütern (Matratzen, Öfen, Decken) an die Vertriebenen und an die neuen Flüchtlinge aus Mazedonien noch fortgesetzt werden muss.

Wichtigste Ziele der Maßnahmen von ECHO in Montenegro (5,35 Mio. €) sind die Festigung der bereits unternommenen Anstrengungen in den Bereichen Gesundheit, Unterbringung und Selbsthilfeprojekte sowie das Durchbrechen der Abhängigkeit der Begünstigten von der humanitären Hilfe. Für 2001 sind insbesondere die Rehabilitation von Basisgesundheitszentren und die Lieferung von Basisausrüstungen geplant.

In den drei vorgenannten Gebieten wird die Präsenz der Europäischen Wiederaufbauagentur vor Ort die erforderliche Koordinierung zwischen den Gebern begünstigen.

In der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien (3,15 Mio. €) handelt es sich bei dieser Maßnahme um eine Nahrungsmittelhilfe für die Flüchtlinge aus dem Kosovo, für Sozialfälle sowie für die Menschen, die im Zuge der jüngsten Krise in diesem Lande vertrieben wurden. Ferner finanziert ECHO Gemeinschaftsdienste und Selbsthilfeprojekte.

In Albanien (5 Mio. €) wird ECHO sich schwerpunktmäßig auf die Bereiche Gesundheit, sanitäre Infrastrukturen und Wasserversorgung konzentrieren.

Seit Beginn 2000 hat ECHO 222,2 Mio. € für die Balkanregion bewilligt, um die humanitären Grundbedürfnisse der Flüchtlinge, der Vertriebenen und der anderen benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu decken.


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