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Brüssel, den 3. April 2001

Verbraucher und Einzelhändler vereinbaren gemeinsames Konzept für leichteren Übergang zum Euro

Vertreter der europäischen Verbraucher- und Handwerksverbände, des Handels, des Fremdenverkehrs sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unterzeichneten heute eine Vereinbarung über empfehlenswerte Verfahren, um die Verbraucher mit Euro-Münzen und -Scheinen vertraut zu machen und deren Einführung zu erleichtern. Die Kernpunkte der Vereinbarung bestehen darin, die Verbraucher über den Euro bis Ende 2001 besser zu informieren, ihr Vertrauen in die neue Währung zu steigern und die Einzelhändler beim Übergang zum Euro zu unterstützen. Die Einzelhändler verpflichten sich, ab September 2001 ihre Waren deutlicher in Euro als in der Landeswährung auszuzeichnen und dieses Verfahren mindestens bis zum Ende des Parallelumlaufs beizubehalten. Außerdem verpflichten sie sich, ihr gesamtes Preisniveau bei der Umrechnung in Euro stabil zu halten und diese Verpflichtung mit dem europaweiten Slogan "Neue Währung, stabile Preise" öffentlich bekanntzumachen. Die Verbraucherverbände haben sich bereit erklärt, die Verbraucher über die Verpflichtungen des Einzelhandels zu informieren und sie aufzufordern, von Anfang 2002 an möglichst viele Zahlungen in Euro zu leisten. Einzelhandel und Verbrauchergruppen werden die Verbraucher außerdem auffordern, sorgfältig auf Euro-Preise zu achten, und sie über Zeitraum und Verfahren der Einführung von Euro-Scheinen und -Münzen informieren. Sie werden die Mitgliedstaaten auffordern, die Informationskampagnen zu intensivieren und die Öffentlichkeit besser mit dem Euro vertraut zu machen. Die Kommission hat mehrere Sitzungen und Gespräche zwischen den beteiligten Verbänden veranstaltet und dadurch erheblich zum Zustandekommen dieser Vereinbarung beigetragen. Die Kommission wird weiterhin mit allen Verbänden zusammenarbeiten, um einen reibungslosen Übergang zum Euro zu sichern.

Die Kommission begrüßt die Vereinbarung. David Byrne, das für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Mitglied der Kommission erklärte: "Anfang des nächsten Jahres werden Verbraucher und Einzelhändler an vorderster Front des konkreten Übergangs zur neuen Währung stehen. Wir wünschen, daß dies mit der besten Vorbereitung und in einem Klima des Vertrauens geschieht". Erkki Liikanen, das für Unternehmen und Informationsgesellschaft zuständige Mitglied der Kommission, fügte hinzu:

"Die Einzelhändler werden als Auskunftsstelle für die Verbraucher fungieren und als Filter für die Einziehung alter die Einführung neuer Münzen und Banknoten dienen müssen". In der Übergangszeit müssen Verbraucher und Einzelhändler die neuen Preise verstehen, die neuen Münzen und Scheine erkennen und mit beiderlei Münzen und Scheinen in den Brieftaschen und Ladenkassen umgehen können. Pedro Solbes, das für Wirtschaft und Währungsangelegenheiten zuständige Mitglied der Kommission, wies darauf hin, "wie wichtig die Zusammenarbeit und ein aktives Konzept sind. Diese Vereinbarung entspricht der Empfehlung der Kommission vom Oktober 2000 und ist ein weiterer konkreter Beweis, daß alle wirtschaftlichen Akteure den Übergang zum Euro effizient vorbereiten."

Die heutige Vereinbarung stärkt die freiwilligen Verpflichtungen, die bereits in der Vereinbarung von 1998 über das Euro-Logo eingegangen worden sind. In der Praxis hat erst jeder zweite Einzelhändler die doppelte Preisauszeichnung eingeführt. In größeren Supermärkten fällt die Bilanz im allgemeinen positiv aus, doch arbeiten kleine und mittelgroße Geschäfte, Restaurants und Hotels sehr oft immer noch ausschließlich mit der Landeswährung. Außerdem sind die Verbraucher noch nicht hinreichend vorbereitet und achten nicht genügend auf die doppelte Preisauszeichnung. Sie müssen darauf hingewiesen werden, daß es derartige Verhaltenskodexe gibt.

Verbraucher und Einzelhändler fordern Bund, Länder und Gemeinden auf, Informationskampagnen über das Euro-Logo und ähnliche Vereinbarungen über die doppelte Preisauszeichnung zu intensivieren und erneut in Gang zu bringen. Die Beobachtungsstellen für die Umstellung auf den Euro und ähnliche Einrichtungen, die Schwierigkeiten zwischen Verbrauchern und Einzelhändlern verhindern sollen, brauchen mehr öffentliche Mittel. Die Behörden müssen sich vermehrt dafür einsetzen, daß sich die Verbraucher mit dem Euro vertrauter machen, indem sie ihn im Alltag so viel wie möglich verwenden, und Einzelhändlern und Verbrauchern den Übergang mit Ausbildungshilfen und einer umfassenden Verbreitung von Euro-Münzsätzen erleichtern.

Die Vereinbarung wurde am 2. April von folgenden Verbänden unterzeichnet: EuroCommerce, UEAPME, ECTAA (Gruppe der Reisebüro- und Reiseveranstalterverbände in der EU), Hotrec (Hotels, Restaurants und Gaststätten in Europa), EUROPIA, IEIC (Europäisches Interregionales Institut für Verbraucherangelegenheiten), AEC (Europäischer Verbraucherverband), COFACE (Verband von Familienverbänden in der Europäischen Gemeinschaft), Inclusion Europe (Vereinigung von Personen mit geistigen Behinderungen und ihrer Familien), VKI (österreichischer Verein für Konsumenteninformation), ANCC/COOP (italienischer Verband von Verbrauchergenossenschaften) und CLCV (Verband Wohnung und Lebensumwelt).

Der vollständige Wortlaut der Vereinbarung ist auf den Homepages der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz :

http://ec.europa.eu/consumers/policy/developments/euro/index

und der Generaldirektion Wirtschaft und Währungsangelegenheiten :

http://ec.europa.eu/economy_finance/document/euro/declaration_02_04_2001/declaration_02_04_2001_en.htm erhältlich.


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