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URBAN II: Europäische Union steuert 9,97 Mio. Euro zur Stadterneuerung in Porto-Gondomar (Portugal) bei

European Commission - IP/01/1859   19/12/2001

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IP/01/1859

Brüssel, den 19. Dezember 2001

URBAN II: Europäische Union steuert 9,97 Mio. Euro zur Stadterneuerung in Porto-Gondomar (Portugal) bei

Der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Michel Barnier hat mitgeteilt, dass die Europäische Kommission ein Programm zur Stadterneuerung in einem Gebiet in Nordportugal genehmigt hat, das Teile der Städte Porto und Gondomar umfasst. Für dieses Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN(1) werden im Zeitraum 2000-2006 insgesamt Mittel in Höhe von 14,1 Mio. EUR bereitgestellt, davon 9,98 Mio. EUR aus dem Gemeinschaftshaushalt. Zusätzlich zu den EU-Fördermitteln werden von der öffentlichen Hand und vor allem von den Städten Porto und Gondomar Investitionen in Höhe von 4,19 Mio. EUR getätigt. Zu den Schwerpunkten des Programms zählen die Erneuerung des städtischen Umfelds und des öffentlichen Raums, die Vorbeugung gegen Drogenabhängigkeit, die Förderung der sozialen Integration, die Entwicklung der Wirtschaftstätigkeit und die Förderung der Wiedereingliederung von Jugendlichen in das Bildungswesen.

Michel Barnier erklärte zu dieser Entscheidung: "Die Gemeinschaftsinitiative URBAN verfolgt ein kreatives und innovatives Konzept für die Stadterneuerung. Die Programme sind sehr bürgernah ausgerichtet und sorgen dafür, dass die Menschen vor Ort auf allen Stufen des Beschlussfassungsprozesses einbezogen werden. Das Programm für die Städte Porto und Gondomar macht hier keine Ausnahme, denn es mobilisiert eine starke Partnerschaft. Die Programmschwerpunkte für die Erschließung des Potenzials der Informationsgesellschaft, für Stadtentwicklung und Informationsmaßnahmen finden meine uneingeschränkte Zustimmung. Ich bin überzeugt, dass dieses Programm einen wesentlichen Beitrag zur Stadterneuerung in Porto und Gondomar leisten wird."

Das URBAN-Fördergebiet Porto-Gondomar umfasst Teile der freguesias (Gemeinden) von Campanhã, im Stadtgebiet von Porto, und von Rio Tinto, im Stadtgebiet von Gondomar, mit einer Bevölkerung von schätzungsweise 27 365 Einwohnern. Das Gebiet erstreckt sich über die gemeinsame Verwaltungsgrenze zwischen den beiden Städten. Trotz der Zugehörigkeit zu zwei unterschiedlichen Stadtverwaltungen weist das Gebiet bemerkenswerte physische, wirtschaftliche und soziale Gemeinsamkeiten auf und leidet unter denselben Problemen. Kennzeichnend für das Gebiet ist die Ausdehnung verfallender Stadtgebiete mit sozialen Problemen und das Phänomen der Drogenabhängigkeit und des Drogenhandels. Die öffentlichen Räume und die städtische Umwelt sind völlig verwahrlost, und ein Teil der Bevölkerung lebt in Slums. Die beiden Städte haben beschlossen, vor allem angesichts der gemeinsamen Probleme und für eine bessere Koordinierung der vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen dieses Programm gemeinsam aufzustellen.

Zur Lösung der genannten Probleme sieht das Programm drei Schwerpunkte vor:

  • Wiederherstellung des städtischen Charakters des Gebiets. Im Rahmen dieses Schwerpunkts sollen öffentliche Räume renoviert und soziale Einrichtungen geschaffen werden, um die Qualität des öffentlichen Raums in diesem Gebiet insgesamt zu verbessern (Gemeinschaftsbeitrag: 4,54 Mio. EUR);

  • Soziale Einbindung sowie wirtschaftliche und berufliche Qualifikationen. Schaffung der Voraussetzungen für eine bessere Integration der Einwohner in den Arbeitsmarkt, Förderung des selbstständigen Unternehmertums und der Gründung von Kleinstunternehmen, Vorbeugung gegen die Drogenabhängigkeit der lokalen Bevölkerung als flankierende Maßnahmen (Gemeinschaftsbeitrag: 2,39 Mio. EUR);

  • Förderung wirtschaftlicher, kultureller und sportlicher Aktivitäten. Diese Projekte sollen die Voraussetzungen schaffen, damit lokale Akteure im Bildungsbereich und lokale Verbände dazu beitragen können, dass die ortsansässige Bevölkerung aktiv ihre Bürgerrechte und -pflichten wahrnimmt und die am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen sozial integriert werden (Gemeinschaftsbeitrag: 2,36 Mio. EUR).

Weitere Mittel in Höhe von 0,69 Mio. EUR sind für technische Hilfe im Rahmen des Programms vorgesehen.

URBAN

Hauptziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung der krisenbetroffenen Städte und Stadtrandgebiete zur Förderung einer dauerhaften Städteentwicklung". Die zweite Auflage von URBAN ("URBAN II") gilt für den Zeitraum 2000-2006. Im Rahmen dieser Initiative werden rund 70 benachteiligte städtische Gebiete im gesamten EU-Gebiet gefördert. Insgesamt stellt allein die Gemeinschaft Mittel in Höhe von 728,3 Mio. EUR bereit, wodurch Mittel des öffentlichen Sektors und der Privatwirtschaft in zumindest gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die Fördermittel von URBAN II für Portugal belaufen sich auf 19,2 Mio. EUR. Programme wurden für das Alcântara-Tal in Lissabon, Damaia-Buraca in Amadora und das Gebiet auf der Gemeindegrenze zwischen Porto und Gondomar eingereicht.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichen ist der große Wert, der der partnerschaftlichen Zusammenarbeit und der Mitwirkung lokaler Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

Gefördert werden Initiativen wie die Renovierung von Gebäuden und öffentlichen Räumen, lokale Beschäftigungsinitiativen, die Verbesserung der Schul- und Berufsbildungseinrichtungen für benachteiligte Gruppen, die Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, die Einführung effizienterer Energiebewirtschaftungssysteme, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Erschließung des Potenzials, das durch die Technologien der Informationsgesellschaft geschaffen wird.

Auf Vorschlag einer Partnerschaft, der lokale und kommunale Gruppen angehören, genehmigt die Kommission Programme. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 2000-2006, wobei die lokalen Akteure auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert, der zum Ressort von EU-Kommissar Barnier gehört.

Verwaltungsbehörde

Verwaltungsbehörde des URBAN-II-Programms für Porto-Gondomar ist die "Comissão de Coordenação da Região Norte", die unter folgender Anschrift erreicht werden kann:

Presidente da Comissão de Coordenação da Região Norte

Rua Rainha D. Estefânia, 251

P-4150-304 Porto

Telefon: 22 608 63 00

Fax: 22 600 20 40 

E-Mail: norte@ccr-n.pt

Weitere Auskünfte

Eingehendere Auskünfte zur Gemeinschaftsinitiative URBAN II finden Sie im Dokument MEMO/01/301 vom 25. September 2001 oder auf folgenden Websites:

Europäische Kommission : http://www.inforegio.ec.europa.eu/urban2/

Direcção Geral do Desenvolvimento Regional : http://www.dgdr.pt

Comissão de Coordenação da Região Norte: http://www.ccr-n.pt

(1) Beschreibung von URBAN II siehe unten.


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