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Urban II: Europäische Union stellt 7 Mio. EUR für die Stadtentwicklung in Sambreville bereit

European Commission - IP/01/1807   12/12/2001

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IP/01/1807

Brüssel, den 12. Dezember 2001

Urban II: Europäische Union stellt 7 Mio. EUR für die Stadtentwicklung in Sambreville bereit

Der für Regionalpolitik zuständige Kommissar Michel Barnier gab die Genehmigung eines Stadterneuerungsprogramms für Sambreville durch die Europäische Kommission bekannt. Im Rahmen des Programms, das unter die Gemeinschaftsinitiative URBAN II(1) fällt, stellt die Europäische Union für den Zeitraum 2000-2006 Kofinanzierungsmittel in Höhe von 7 Mio. € bereit. Diese Mittel werden ergänzt durch einen Beitrag der öffentlichen Hand von 9 Mio. €, so dass insgesamt Mittel in Höhe von 16 Mio. € zur Verfügung stehen. Zu den Schwerpunkten zählen Fortbildung, die Verbesserung der physischen Umgebung sowie verschiedene Maßnahmen zur Eingliederung benachteiligter Gruppen insbesondere in den Arbeitsmarkt.

Bei der Bekanntgabe dieser Entscheidung erklärte Kommissar Barnier: "Die URBAN-Programme bieten einen kreativen und innovativen Ansatz für die Stadterneuerung, indem die lokalen Partner auf allen Stufen des Entscheidungsprozesses mit einbezogen werden. Ich unterstütze die Programmschwerpunkte - soziale Eingliederung, Fortbildung sowie Erneuerung der Handelsinfrastruktur und der physischen Umgebung - voll und ganz. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Programm wesentlich zur Stadterneuerung in Sambreville beitragen wird."

Das Programm für Sambreville betrifft die gesamte Gemeinde mit 27 197 Einwohnern. Das Programmgebiet weist eine hohe städtische Dichte und ein wenig attraktives städtisches Umfeld auf. Die wirtschaftliche und soziale Lage ist durch eine hohe Arbeitslosenquote (20%) - insbesondere bei Frauen (25%) und Jugendlichen (39%) -, eine Zunahme der Kriminalität, einen Rückgang der Bevölkerung sowie durch einen hohen Anteil von Zuwanderern gekennzeichnet.

Andererseits verfügt das Gebiet über einige echte "Trümpfe" für seine Entwicklung, wozu insbesondere seine Erreichbarkeit und der direkte Anschluss an das Autobahn-, das Eisenbahn- und das Hafennetz, das Vorhandensein einiger großer Unternehmen, ein starkes Verbandswesen sowie architektonisch und historisch wertvolle Stätten zählen.

Mit Blick auf die oben genannten Probleme sind im Rahmen des Programms vier große Schwerpunkte vorgesehen:

    Wirtschaftliche Umstellung und endogene wirtschaftliche Entwicklung

Schaffung von Unternehmensnetzen, Förderung des Einsatzes der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien durch KMU, Anlage und Ausbau von Infrastrukturen für Unternehmen (5,5 Mio. €)

    Valorisierung der Humanressourcen und Verbesserung der Qualifikationen

Fortbildung von Arbeitslosen und Beschäftigten, Eingliederung von Jugendlichen in das Erwerbsleben (3,2 Mio. €)

    Soziale Wiederbelebung der Stadt und ihrer Viertel

Koordinierung und Ausbau der Dienste für marginalisierte Gruppen, Verhütung von Drogenmissbrauch und Kriminalität, Verringerung des Unsicherheitsgefühls der Einwohner (2,4 Mio. €)

    Verbesserung des Lebensumfelds und der städtischen Umwelt

Umgestaltung von öffentlichen Straßen und Wegen sowie von öffentlichen Anlagen (4,3 Mio. €)

Weitere Mittel in Höhe von 0,9 Mio. € sind für technische Hilfe bestimmt.

Wie alle Programme im Rahmen von URBAN II wird auch dieses aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter Zuständigkeit von Herrn Barnier finanziert.

URBAN

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung der krisenbetroffenen Städte und Stadtviertel zur Förderung einer dauerhaften Städteentwicklung". Die zweite Auflage von URBAN (URBAN II) gilt für den Zeitraum 2000-2006. Im Rahmen dieser Initiative werden 70 benachteiligte städtische Gebiete in der gesamten EU gefördert. Allein die EU stellt insgesamt Fördermittel in Höhe von 728,3 Mio. € bereit, wodurch Mittel des öffentlichen Sektors und der Privatwirtschaft in zumindest gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die Besonderheiten von URBAN II bestehen darin, dass innovative Modelle für die Stadterneuerung vorgesehen sind und der Partnerschaft und der Mitwirkung der lokalen Akteure besondere Bedeutung beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Gefördert werden Initiativen wie die Renovierung von Gebäuden und die Sanierung öffentlicher Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, die Verbesserung des allgemeinen und beruflichen Bildungssystems zur Integration der benachteiligten Gruppen, die Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, die Förderung eines effizienteren Energiemanagements, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Erschließung der von den Technologien der Informationsgesellschaft gebotenen Entwicklungsmöglichkeiten.

Auf Vorschlag einer Partnerschaft, der die lokalen Gruppen und Gebietskörperschaften angehören, genehmigt die Kommission die Programme. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 20012006, wobei die lokalen Akteure auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

Verwaltungsbehörde

Verwaltungsbehörde ist der Stadtrat von Sambreville. Mit der Verwaltung wurden betraut:

Michel FALESSE - Philippe LHOMME

Complexe administratif

B - 5060 AUVELAIS

Tel.: (+32) 071 260 341

Fax: (+32) 071 260 306

E-Mail: urban@sambreville.be

Weitere Informationen

Ergänzende Informationen zu URBAN II finden Sie in dem Dokument MEMO/01/301 vom 25. September 2001 und auf folgenden Websites:

Europäische Kommission: http://www.inforegio.ec.europa.eu/urban/

URBAN-Programm von Sambreville: http://www.urbansambreville.be

(1) Eine Beschreibung der Gemeinschaftsinitiative URBAN II findet sich weiter unten.


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