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IP/01/1788

Brüssel, 11.12.2001

URBAN II : EU-Beitrag in Höhe von 9,7 Mio. EUR zur Stadtentwicklung in Straßburg.

Bei einem Besuch in Straßburg hat Michel Barnier, für Regionalpolitik zuständiges Mitglied der Europäischen Kommission, die Genehmigung eines Strukturprogramms für die Stadtentwicklung in Straßburg bekannt gegeben. Dieses Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN II wird von der EU mit 9,7 Mio. EUR im Zeitraum 2000-2006 gefördert. Aus öffentlichen und privaten Mitteln in Frankreich werden nahezu 20 Mio. EUR investiert, so dass für das Programm insgesamt rund 30 Mio. EUR zur Verfügung stehen.

Dazu erklärte Kommissar Barnier: "Von diesem Programm erwartet die Kommission einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung benachteiligter städtischer Gebiete, um sie besser in das Stadtgefüge zu integrieren und die Lebensqualität ihrer Bewohner zu erhöhen. Stadt und Gemeindeverband Straßburg haben in der Vergangenheit bereits erhebliche Anstrengungen zur Erneuerung dieser Stadtteile und zu ihrer Integration geleistet. Die EU-Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN unterstützt und verstärkt diese Bemühungen. Ich würde mich freuen, wenn die hier unternommenen Maßnahmen als Beispiel für andere europäische Städte dienen könnten."

Das geförderte Gebiet liegt im Südosten der Stadt Straßburg und umfasst vier Stadtteile mit insgesamt 37 000 Einwohnern: Neuhof, den Süden des Rheinhafens und den Westen und Süden der Meinau. Neben den wirtschaftlich und sozial am stärksten benachteiligten Stadtvierteln umschließt das Gebiet im Interesse der Komplementarität auch Gewerbegebiete, die natürlichen Räume in der Umgebung sowie weniger bedrohte, aber doch nicht unproblematische benachbarte Wohngebiete. Es handelt sich um ein Gebiet, das von der Entwicklungsdynamik der Stadtregion ausgeschlossen blieb. Den sozio-demographischen und wirtschaftlichen Kennzahlen zufolge nimmt dieses Gefälle weiter zu. Die betreffenden Stadtteile sind auch weitgehend abgeschnitten vom übrigen Stadtgefüge.

Das Programm konzentriert sich auf drei Schwerpunkte, mit der diese Probleme angegangen werden sollen:

  • Berufs-, Arbeits- und Wirtschaftsförderung mit gezielten Maßnahmen für Klein- und Mittelbetriebe sowie Kleinstbetriebe (EU-Beitrag 3,35 Mio. EUR),

  • Verbesserung der Lebensqualität mit lokalen Dienstleistungen zur Förderung der Integration, Verstärkung des kulturellen, sozialen und sportlichen Angebots und besseren Dienstleistungen für die Bewohner (EU-Beitrag: 2,29 Mio. EUR),

  • Wiederherstellung des Stadtgefüges, Aufwertung natürlicher Räume und Verbesserung der unmittelbaren Umgebung der Siedlungen durch neue Verbindungen zwischen den Stadtteilen mit Schwerpunkt auf alternativen Verkehrsmitteln und integrierten öffentlichen Verkehrssystemen, Neugestaltung von Natur- und Freizeitflächen und von Anlagen in der Umgebung der Wohngebiete (EU-Beitrag: 3,53 Mio. EUR).

Weitere EU-Mittel in Höhe von 0,48 Mio. EUR sind für technische Hilfe bestimmt.

Wie alle URBAN-Programme wird auch dieses aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter der Zuständigkeit von Kommissar Barnier finanziert.

URBAN II

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung krisenbetroffener Städte und Stadtviertel zur Förderung einer dauerhaften Stadtentwicklung". Mit der zweiten Auflage von URBAN (URBAN II) für den Zeitraum 2001-2006 werden 70 benachteiligte städtische Gebiete in der ganzen EU gefördert. Die EU allein stellt Fördermittel von insgesamt 728,3 Mio. EUR bereit, wodurch weitere öffentliche und private Mittel mindestens in gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die Fördermittel von URBAN II belaufen sich für ganz Frankreich auf 102 Mio. EUR. Programme wurden für Bastia, Bordeaux/Cenon/Floirac, Grigny/Viry-Chatillon, Clichy-sous-Bois/Montfermeil, le Mantois, le Val de Seine, Le Havre, Straßburg und Grenoble eingereicht.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichen ist die große Bedeutung, die der Partnerschaft und der Mitwirkung der lokalen Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

Gefördert werden Initiativen wie Renovierung von Gebäuden und Sanierung öffentlicher Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, Verbesserung des allgemeinen und beruflichen Bildungssystems zur Integration benachteiligter Gruppen, Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, Förderung eines effizienteren Energiemanagements, Einsatz regenerierbarer Energien und Erschließung des Potenzials der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Die Kommission genehmigt die Programme auf Vorschlag der regionalen Behörden. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 20012006, wobei die lokalen Akteure auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

Verwaltungsbehörde:

Communauté urbaine de Strasbourg

Centre administratif

1, place de l'Etoile

BP 1049/1050F

67070 Strasbourg cedex

Weitere Informationen

Nähere Informationen zum URBAN-II-Programm für Straßburg sind erhältlich bei:

  • M. Yves Aubert, Directeur du Grand Projet de Ville

 Tel. 03 88 43 62 60

 E-Mail : yaubert@cus-strasbourg.net

  • Mme Claire Varney

 Tel. 03 88 43 63 50

 E-Mail: cvarney@cus-strasbourg.net

Ergänzende Informationen zu URBAN II finden Sie in der Unterlage MEMO/01/301 vom 25. September 2001 und auf folgender Website der Europäischen Kommission:

HYPERLINK http://www.inforegio.ec.europa.eu/urban/ http://www.inforegio.ec.europa.eu/urban/


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