Navigation path

Left navigation

Additional tools

David Byrne begrüßt Durchbruch zum vertrauensvollen Online-Einkauf der Verbraucher

European Commission - IP/01/1780   10/12/2001

Other available languages: EN FR

IP/01/1780

Brüssel, 10. Dezember 2001

David Byrne begrüßt Durchbruch zum vertrauensvollen Online-Einkauf der Verbraucher

David Byrne, der für Verbraucherschutz und Gesundheit zuständige Kommissar, begrüßte heute die bahnbrechende Einigung von Verbraucher- und Wirtschaftsvertretern auf einen Kodex der vorbildlichen Geschäftspraxis für Online-Verkäufe. Die Verbraucher stehen weiterhin Käufen im Internet misstrauisch gegenüber; sie sind nicht ohne weiteres in der Lage, die von ihnen gewünschte Schutzwirkung bei der Vielfalt unterschiedlicher Online-Codes und Gütezeichen auszumachen. Die heute dem Kommissar vorgestellte Vereinbarung ebnet den Weg für einen gemeinsamen europäischen Standard, der Verbraucher und Unternehmen in die Lage versetzen wird, die Vorteile des elektronischen Handel in Europa in vollem Umfang zu nutzen und auch die Möglichkeiten des Binnenmarkts sinnvoller auszuschöpfen.

"Diese Einigung von Verbraucher- und Wirtschaftsvertretern stellt einen Durchbruch dar - die Verbraucher können jetzt vertrauensvoll im Netz einkaufen", sagte David Byrne bei einem Treffen mit einer Delegation des Europäischen Büros der Verbraucherverbände BEUC und der Union der Industrie- und Arbeitgeberverbände Europas UNICE. "Indem wir einen gemeinsamen europäischen Standard für vorbildliche Geschäftspraxis online für den Umgang mit Verbrauchern festlegen, schaffen wir einen unkomplizierten, benutzerfreundlichen Weg für die Verbraucher, Websites ausfindig zu machen, über die sie ohne Vorbehalte kaufen können. Dies ist ein Beweis dafür, dass Verbraucher und Unternehmen zusammenarbeiten können, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Diese Vereinbarung liefert eine tragfähige Grundlage für eine Empfehlung der Kommission, auf deren Annahme in den nächsten Monaten ich meine Hoffnung setze." BEUC-Direktor Jim Murray stimmte zu: "Das vorgeschlagene System sollte Verbraucher in die Lage versetzen, schneller herauszufinden, welchen Websites sie vertrauen können." Dazu bemerkte Eric Jonnaert, der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Verbraucher/Marketing von UNICE: "Bei dieser gemeinsamen Leistung von UNICE-BEUC handelt es sich um einen Durchbruch - nicht nur, weil wir uns auf Rahmenbedingungen geeinigt haben, die das Vertrauen der Verbraucher in den E-Commerce zu stärken geeignet sind, sondern auch, weil er neue Möglichkeiten für die zukünftige Zusammenarbeit von Industrie und Verbrauchern bei entsprechenden Themen eröffnet."

Auf einem Treffen interessierter Kreise im April hatte man sich auf die Grundzüge von Standards für bewährte Verfahren geeinigt und darauf, dass eine Genehmigungs- und Überwachungsstruktur erforderlich ist, zu der auch eine wirksame Form der Bewertung durch Dritte gehört. Allerdings mussten die Details noch weiter ausgefeilt werden; diese Arbeit ist jetzt von BEUC und UNICE beendet worden.

Die vereinbarten Standards decken Punkte ab wie kommerzielle Kommunikationen und faire Marketingverfahren, vorvertragliche Informationen, Auftragsbestätigungen, Zahlungen und Sicherheitsleistungen, Datenschutz, Beschwerden und alternative Mechanismen zur Streitbeilegung. Sie sind verbunden mit einem wirksamen Überwachungs- und Genehmigungssystem, das eine neutrale Beurteilung von Verfahren zur Vergabe von Gütezeichen mit einschließt, um sicherzustellen, dass die Verpflichtung auf diese Standards auch in der Praxis durchgehalten wird. Die nächsten Schritte werden darin bestehen, dass die Interessengruppen gemeinsam mit der Kommission sicherstellen, dass alle Voraussetzungen gegeben sind, damit das System anlaufen kann.

Die Initiative „E-Confidence" (Vertrauen in den elektronischen Geschäftsverkehr) der Kommission war von Kommissar Byrne im Mai 2000 lanciert worden. Sie sollte dem Mangel an Vertrauen der Verbraucher in den E-Commerce entgegenwirken. Die Verbraucher stehen Online-Käufen immer noch misstrauisch gegenüber - weniger als 2% der Umsätze im Einzelhandel werden im Netz erzielt. Den Verbrauchern liegen Probleme am Herzen wie Beschaffung angemessener Informationen über die geplanten Käufe, Schutz der Privatsphäre bei von ihnen gelieferten Daten, Auslieferung ihrer Einkäufe und die Möglichkeit, gegebenenfalls gerichtlich vorzugehen. Zwar existieren zahlreiche Codes, Gütezeichen und sonstige Versuche, diese Probleme in den Griff zu bekommen, aber allein ihre große Zahl und Vielfalt erschweren es den Verbrauchern herauszufinden, ob sie über eine gegebene Website vertrauensvoll Geschäfte machen können. Daher hatte die Initiative ein breites Spektrum von Interessengruppen mit dem Ziel zusammengeführt, eine tragfähige Lösung zu finden. Dazu gehörten Verbraucher- und Wirtschaftsvertreter, Internet-Diensteanbieter, Vertreter nationaler Systeme und von Einzelfirmen sowie Hochschulangehörige.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website