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IP/01/1748

Brüssel, 5. Dezember 2001

BSE Wissenschaftlicher Lenkungsausschuss veröffentlicht Stellungnahmen zum Ursprung von BSE und damit zusammenhängenden Fragen

Der Wissenschaftliche Lenkungsausschuss (WLA), der die Europäische Kommission zu BSE und anderen multidisziplinären Fragen berät, veröffentlicht heute zwei Stellungnahmen zum Ursprung und zur Übertragung von BSE, zu den BSE-Fällen im VK bei Rindern, die nach dem Verfütterungsverbot für Fleisch- und Knochenmehl geboren wurden, und zu den Überwachungskriterien, um zuverlässige Daten über die Verbreitung von BSE und TSE bei Rindern, Schafen und Ziegen zu erhalten. Der Ausschuss aktualisierte auch eine ständige Stellungnahme zur Herkunftssicherung von Wiederkäuermaterial für Medizinprodukte.

Die Stellungnahme zu Ursprung und Übertragungswegen für BSE bestätigt weitgehend die bestehende wissenschaftliche Hypothese eines Prions unbekannten Ursprungs als Überträger für die Krankheit, hauptsächlich über Futtermittel und Verunreinigungen, zu einem geringeren Maße auch durch Weitergabe durch das Muttertier. Der WLA ist der Ansicht, dass keine der Alternativhypothesen eines „dritten" Übertragungsweges bislang wissenschaftlich untermauert werden konnte. Auch für Hypothesen über Faktoren, die die Empfänglichkeit von Rindern für BSE beeinflussen, gibt es derzeit keine nennenswerten Belege.

Die sechs bislang im VK festgestellten BSE-Fälle bei Rindern, die nach dem Verbot der Verfütterung von Fleisch- und Knochenmehl an Rinder vom August 1996 geboren wurden, geben dem WLA keinen Anlass anzunehmen, dass das BSE-Risiko im VK höher ist als bisher angenommen. Daher besteht keine Notwendigkeit, den wissenschaftlichen Standpunkt zum geburtsdatengestützten Exportsystem (DBES) oder andere Stellungnahmen zum Thema BSE zu revidieren.

Der Ausschuss legte weiter eine Stellungnahme zu den Überwachungs- und Testkriterien vor, die erfüllt sein müssen, damit glaubhafte und zuverlässige Daten über die Verbreitung von BSE und TSE bei Rindern, Schafen und Ziegen in der EU erfasst werden können. Die Stellungnahme legt die technischen Kriterien für Stichprobendesign, Stichprobenumfang, Konfidenzintervalle usw. fest. Die Probenahme bei Rindern sollte sich auf die Gruppe der Tiere mit erhöhtem Risiko (verendete Tiere usw.) konzentrieren. Das bedeutet auch, dass der Stichprobenumfang deutlich niedriger liegen kann als bei der Probenahme bei gesunden Schlachttieren. Bei Ziegen und Schafen sind Risikotiere sehr viel schwieriger zu ermitteln. Daher muss die Überwachung in den meisten Ländern die gesunden Schlachttiere erfassen, also entsprechend große Zahlen. Die Erhebungen müssten einher gehen mit Maßnahmen, die sicherstellen, dass TSE-verdächtige Tiere nicht bewusst aus dem Testprogramm heraus gehalten werden.

Der WLA aktualisierte außerdem seine Stellungnahme zur Herkunftssicherung von Medizinprodukten aus Ländern, in denen die Wahrscheinlichkeit von BSE sehr gering ist. Die Verwendung von Katgut aus solchen Ländern stellt nach Ansicht der Wissenschaftler derzeit kein Risiko dar.


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