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URBAN II: Europäische Union steuert 9,9 Mio. EUR zur Stadterneuerung in Bremerhaven (Deutschland) bei

European Commission - IP/01/1716   03/12/2001

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IP/01/1716

Brüssel, den 3. Dezember 2001

URBAN II: Europäische Union steuert 9,9 Mio. EUR zur Stadterneuerung in Bremerhaven (Deutschland) bei

Der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Michel Barnier hat mitgeteilt, dass die Europäische Kommission ein Programm zur Stadterneuerung in Bremerhaven, das zum Stadtstaat Bremen gehört, genehmigt hat. Dieses Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN(1) wird im Zeitraum 2000-2006 von der Europäischen Union mit Mitteln in Höhe von 9,9 Mio. EUR unterstützt. Zusätzlich zu den EU-Fördermitteln werden von der öffentlichen Hand Investitionen in Höhe von 9,9 Mio. EUR getätigt, so dass sich die Gesamtmittelausstattung des Programms auf 19,8 Mio. EUR beläuft. Das Programm soll in erster Linie die lokale Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen fördern, die Chancengleichheit unterstützen und soziale Ausgrenzung verhindern, das Lebensumfeld und das Freizeitangebot verbessern, die Wettbewerbsfähigkeit des Gebiets steigern und die historischen Gebäude einer öffentlichen Nutzung zuführen.

Michel Barnier erklärte zu dieser Entscheidung: "Die URBAN-II-Programme verfolgen ein kreatives und innovatives Konzept für die Stadterneuerung. Sie sind sehr bürgernah ausgerichtet und sorgen dafür, dass die Menschen und Organisationen vor Ort auf allen Stufen des Beschlussfassungsprozesses einbezogen werden. Das URBAN-II-Programm für Bremerhaven macht hier keine Ausnahme, denn es mobilisiert eine starke lokale Partnerschaft. Die Programmschwerpunkte für die lokale Entwicklung finden meine uneingeschränkte Zustimmung. Ich bin überzeugt, dass dieses Programm einen wesentlichen Beitrag zur Stadterneuerung in Bremerhaven leisten wird."

Die Förderung kommt den 23 000 Einwohnern des Programmgebiets mit einer Fläche von 326 ha zugute. Dieses dicht besiedelte URBAN-II-Fördergebiet liegt nördlich des Stadtzentrums; es umfasst den Stadtteil Lehe, Teile des neuen Hafens und die Viertel Mitte-Nord und Geestemünde-Nord. Kennzeichnend für die lokale Wirtschaft sind die kleinen Geschäfte und auf lokale Dienstleistungen ausgerichteten Unternehmen entlang der beiden Haupteinkaufsstraßen (Hafenstraße, Bürgermeister-Smidt-Straße) sowie viele leerstehende Ladenlokale. Die Arbeitslosenquote, das Armutsniveau (in einigen Teilen leben über 25% der Einwohner von Sozialhilfe) und die Kriminalitätsrate liegen deutlich über dem Durchschnitt der Stadt.

Zur Lösung dieser Probleme stellt das Programm drei Ziele in den Mittelpunkt:

    Wirtschaftliche Entwicklung. Das wichtigste Projekt dient dem Aufbau eines Technologieparks: ein historisches Gebäude auf dem Hafengelände soll zu einem Gründerzentrum umgestaltet werden, in dem Geschäftsräume für Jungunternehmer der Multimedia- und Informationstechnologiebranche bereitgestellt werden (Gemeinschaftsbeitrag: rund 5,5 Mio. EUR).

    Arbeitsmarkt und Soziales. Finanziert werden die Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort, soziale Aktivitäten und Ausbildungsmaßnahmen mit Schwerpunkt auf der Informationsgesellschaft sowie die Stadtviertelselbstverwaltung und die Förderung von Unternehmensgründungen (Gemeinschaftsbeitrag: rund 2,1 Mio. EUR).

    Stadterneuerung und Stadtökologie. Die Projekte sehen den Wiederaufbau eines ehemaligen Marktplatzes und die Schaffung größerer Grünflächen für Freizeitzwecke vor (Gemeinschaftsbeitrag: rund 1,9 Mio. EUR).

Weitere Gemeinschaftsmittel in Höhe von 0,5 Mio. EUR sind für technische Hilfe bestimmt.

Die Gemeinschaftsinitiative URBAN II

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung der krisenbetroffenen Städte und Stadtrandgebiete zur Förderung einer dauerhaften Städteentwicklung". Die zweite Auflage von URBAN ("URBAN II") gilt für den Zeitraum 2000-2006. Im Rahmen dieser Initiative werden 70 benachteiligte städtische Gebiete im gesamten EU-Gebiet gefördert. Insgesamt stellt allein die Gemeinschaft Mittel in Höhe von 728,3 Mio. EUR bereit, wodurch Mittel des öffentlichen Sektors und der Privatwirtschaft in zumindest gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die Fördermittel von URBAN II für Deutschland belaufen sich auf insgesamt 145,7 Mio. EUR. Programme wurden für Berlin, Bremerhaven, Dessau, Dortmund, Gera, Kassel, Kiel, Leipzig, Luckenwalde, Mannheim/Ludwigshafen, Neubrandenburg und Saarbrücken eingereicht.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichen ist der große Wert, der der partnerschaftlichen Zusammenarbeit und der Mitwirkung lokaler Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert, der zum Ressort von Herrn Barnier gehört. Gefördert werden Initiativen wie die Renovierung von Gebäuden und öffentlichen Räumen, lokale Beschäftigungsinitiativen, die Verbesserung der Schul- und Berufsbildungseinrichtungen für benachteiligte Gruppen, die Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, die Einführung effizienterer Energiebewirtschaftungssysteme, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Erschließung des Potenzials, das durch die Technologien der Informationsgesellschaft geschaffen wird.

Auf Vorschlag einer Partnerschaft, der lokale und kommunale Gruppen angehören, genehmigt die Kommission Programme. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 2000-2006, wobei die lokalen Akteure auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

Verwaltungsbehörde

Der Senator für Wirtschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen

Zweite Schlachtpforte 3

D-28195 Bremen

Telefon: +49 (0) 421 3 61 8620 oder +49 (0) 421 3 61 8625,

Email: swiebe@wuh.bremen.de, mailto: cluedemann@wuh.bremen.de

Weitere Auskünfte

Nähere Auskünfte zu URBAN II finden Sie im Dokument MEMO/01/301 vom 25. September 2001 oder auf folgender Website der Europäischen Kommission: http://www.inforegio.ec.europa.eu/urban2/

(1) Beschreibung von URBAN II siehe unten.


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