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IP/01/1639

Brüssel, den 22. November 2001

Urban II: Europäische Union steuert 4,2 Mio. EUR zur Stadterneuerung in Wien Erdberg (Österreich) bei

Bei einem Besuch in Österreich kündigte der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Michel Barnier heute an, dass die Europäische Kommission ein Programm zur Stadterneuerung in Wien Erdberg (Österreich) genehmigt hat. Dieses Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN(1) wird von der Europäischen Union im Zeitraum 2000-2006 mit 4,2 Mio. EUR(2) unterstützt. Mit diesen europäischen Fördermitteln wurden 10,3 Mio. EUR aus dem öffentlichen Sektor sowie 1,4 Mio. EUR aus der Privatwirtschaft für weitere Investitionen mobilisiert, so dass insgesamt Mittel in Höhe von 15,9 Mio. EUR zur Verfügung stehen. Programmschwerpunkte sind die Entwicklung der Potenziale der Informationsgesellschaft, die Stadtentwicklung und Kommunikationsmaßnahmen.

Zu der Entscheidung erklärte Michel Barnier: "Die Gemeinschaftsinitiative URBAN bietet eine kreative und innovative Lösung für die Probleme der Stadterneuerung. Die Programme sind bürgernah ausgerichtet und beziehen die Bürger auf allen Stufen des Entscheidungsprozesses ein. Das Programm für die Stadt Wien bildet hierbei keine Ausnahme. Es mobilisiert eine starke lokale Partnerschaft und umfasst Entwicklungsschwerpunkte, die ich voll und ganz unterstütze. Ich bin überzeugt, dass dieses Programm einen wesentlichen Beitrag zur Stadterneuerung in Wien leisten wird."

Das Programmgebiet umfasst den südlichen Teil der Stadt Wien (Teile des 3. und 11. Bezirks, deren Zentrum der Erdberger Mais bildet) mit 22 800 Einwohnern. Es ist Teil eines altindustrialisierten Gebietes, das geprägt ist von einer rückläufigen Wirtschaftsentwicklung, hoher Arbeitslosigkeit, einer hohen Einwanderungsdichte, ungenügender Verwirklichung der Chancengleichheit, einem niedrigen Bildungsniveau, sozialer Ausgrenzung und Umweltschäden.

Das Programm konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte, mit denen diese Probleme angegangen werden sollen:

  • Entwicklung der Wirtschaftsbasis innerhalb des Stadtgebiets ("ENTWISTAN"). Im Mittelpunkt dieses Schwerpunkts steht die Unterstützung der kleinen und mittleren Unternehmen und die Förderung des Stadtteilmanagements (EU-Beitrag: ca. 1,8 Mio. EUR);

  • Förderung von urbaner Vielfalt ("URBAVIEL"). Schaffung von Einrichtungen für die Integration von ethnischen Minderheiten, Einwanderern und Flüchtlingen, Förderung der Chancengleichheit, Ausbau öffentlicher Anlagen, Verbesserung der Umweltbedingungen und Erhaltung des kulturellen Erbes (EU-Beitrag: ca. 2,4 Mio. EUR).

Weitere EU-Mittel in Höhe von 0,08 Mio. EUR sind für technische Hilfe bestimmt.

Wie alle URBAN-Programme wird auch dieses aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter der Zuständigkeit von Kommissar Barnier finanziert.

URBAN

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung der krisenbetroffenen Städte und Stadtviertel zur Förderung einer dauerhaften Städteentwicklung". Die zweite Auflage von URBAN (URBAN II) gilt für den Zeitraum 2001-2006. Im Rahmen dieser Initiative werden 70 benachteiligte städtische Gebiete in der gesamten EU gefördert. Allein die EU stellt insgesamt Fördermittel in Höhe von 743,6 Mio. EUR bereit, wodurch öffentliche und privatwirtschaftliche Mittel in zumindest gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die Fördermittel von URBAN II für Österreich belaufen sich auf insgesamt 8,4 Mio. EUR. Es wurden Programme für Wien und Graz eingereicht.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichen ist die große Bedeutung, die der Partnerschaft und der Mitwirkung der lokalen Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Gefördert werden Initiativen wie Renovierung von Gebäuden und Sanierung öffentlicher Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, Verbesserung des allgemeinen und beruflichen Bildungssystems zur Integration benachteiligter Gruppen, Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, Förderung eines effizienteren Energiemanagements, Einsatz regenerierbarer Energien und Erschließung des Potenzials der Informationsgesellschaft.

Die Kommission genehmigt die Programme auf Vorschlag einer Partnerschaft, der die verschiedenen lokalen Akteure angehören. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 20012006, wobei die lokalen Akteure auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

Verwaltungsbehörde

Magistrat der Stadt Wien Magistratsabteilung 27 EU-Förderungen

Schlesingerplatz 2

A-1080 Wien

Telefon: +43 1 4000 82581

Telefax:  +43 1 4000 7215

E-mail: bro@meu.magwien.gv.at

Weitere Informationen

Ergänzende Informationen zu URBAN II finden Sie in dem Dokument MEMO/01/301 vom 25. September 2001 und auf folgender Website der Europäischen Kommission:

http://www.inforegio.ec.europa.eu/urban/

(1) Beschreibung von URBAN II siehe unten.

(2) Zu Preisen aus der Zeit der Programmplanung


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