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IP/01/1590

Brüssel, den 15. November 2001

Urban II: EU fördert Stadtentwicklung in Antwerpen mit 7 Mio. EUR

Michel Barnier, für Regionalpolitik zuständiges Mitglied der Europäischen Kommission, gab heute in Antwerpen bekannt, dass die Europäische Kommission ein Stadterneuerungsprogramm genehmigt hat. Mit diesem Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN(1) wird die Europäische Union im Zeitraum 2000-2006 7,1 Mio. € bereitstellen. Durch die Fördermittel der EU wurden weitere Investitionsmittel aus dem öffentlichen Sektor in Höhe von 15,7 Mio. € mobilisiert, so dass insgesamt Finanzmittel in Höhe von 22,8 Mio. € zusammenkommen. Schwerpunkte sind u. a. Qualifizierungsmaßnahmen, Verbesserungen im physikalischen Umfeld sowie verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Integration von benachteiligten Gruppen, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt.

Bei Ankündigung der Entscheidung erklärte Michel Barnier: "Die URBAN-Programme bieten einen kreativen und innovativen Ansatz der Stadterneuerung. Außerdem sind sie sehr bürgernah ausgerichtet und beziehen die örtliche Bevölkerung auf allen Ebenen des Entscheidungsprozesses mit ein. Dieses Programm macht hier keine Ausnahme und hat eine starke lokale Partnerschaft entstehen lassen. Die Schwerpunkte gesellschaftliche Integration, Qualifizierung und Erneuerung der wirtschaftlichen Infrastruktur und des physikalischen Umfelds sind Ziele, die ich uneingeschränkt unterstütze. Ich bin zuversichtlich, dass dieses Programm einen entscheidenden Beitrag zur Stadterneuerung in Antwerpen leisten wird."

Fördergebiet sind Stadtteile in zwei Gemeinden(2) im Süden Antwerpens mit einer Bevölkerung von 44 667 Personen. Das Gebiet ist durch seinen schlechten Ruf, Industriebrachen, Wohnungen schlechter Qualität und vom wirtschaftlichen Niedergang bedrohte Geschäftsstraßen gefährdet. In einigen Stadtteilen ist der Anteil von Arbeitslosen, alten Menschen, Einwanderern und Sozialhilfeempfängern sehr hoch. Andererseits liegt das Gebiet in der Nähe der Innenstadt und ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Es verfügt über zahlreiche Grünflächen, einige große Unternehmen und eine junge, multiethnische Bevölkerung.

Das Programm gliedert sich in drei Schwerpunkte:

    Wirtschaftliche Erneuerung und Schaffung von Arbeitsplätzen

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen die Förderung von Unternehmensgründungen in den Bereichen Umweltschutz sowie Informations- und Kommunikationstechnologie, die Erneuerung von Geschäftsstraßen sowie die Vermittlung von Berufsqualifikationen im Umweltbereich und bei den neuen Technologien unter besonderer Berücksichtigung von Neueinwanderern und weiblichen Langzeitarbeitslosen (bereitgestellte Mittel: 9,4 Mio. €).

    Umbau des Flussufers zu einem funktionierenden städtischen Gebiet

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen die Schaffung von mehr Grünflächen für Touristen und Anwohner, der Erhalt architektonisch interessanter Bauwerke und der Schutz der Artenvielfalt (bereitgestellte Mittel: 7 Mio. €).

    Bessere Erreichbarkeit durch innovative Verkehrslösungen

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen die Einrichtung von Knotenpunkten für den multimodalen Verkehr, der Ausbau des Netzes für den Freizeitverkehr, der Bau von Fahrradwegen und die Erleichterung des Zugangs zum Internet (bereitgestellte Mittel:4,7 Mio. €).

Weitere 1,7 Mio. € werden für die technische Hilfe zur Verfügung gestellt.

Wie alle URBAN-Programme wird auch dieses Programm aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE, zuständig: Michel Barnier) finanziert.

Die Gemeinschaftsinitiative URBAN

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung krisenbetroffener Städte im Hinblick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung". Die zweite Runde dieser Gemeinschaftsinitiative ("URBAN II") erstreckt sich über den Zeitraum 2000-2006 und fördert EU-weit 70 benachteiligte Stadtgebiete. Insgesamt werden hierfür allein von der EU 728,3 Mio. €(3) bereitgestellt, wodurch zumindest noch einmal derselbe Betrag aus dem öffentlichen und privaten Sektor mobilisiert wird.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Stadterneuerungsmodelle. Ein weiteres Kennzeichen ist die Bedeutung, die der Partnerschaft und der Einbeziehung lokaler Akteure beigemessen wird. Außerdem ist ein EU-weiter Informations- und Erfahrungsaustausch zur nachhaltigen Stadtentwicklung vorgesehen.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Bereitgestellt werden Mittel für Initiativen wie die Renovierung von Gebäuden, die Sanierung öffentlicher Flächen, lokale Beschäftigungsinitiativen, die Verbesserung der allgemein- und berufsbildenden Einrichtungen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die Entwicklung umweltfreundlicher Verkehrsmittel, die Einführung effizienterer Energiebewirtschaftungssysteme, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Erschließung des Potenzials der Informationstechnologie.

Die Kommission genehmigt Programme, die in Partnerschaft unter Einbeziehung lokaler Gruppen vorgeschlagen werden. Diese Programme erstrecken sich über den gesamten Zeitraum 2000-2006; die lokalen Akteure werden auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen.

Verwaltungsbehörde

Verwaltungsbehörde für dieses Programm ist der Stadtrat von Antwerpen. Zuständig für die Verwaltung ist:

Hugo Hermans, EU-programmacoördinator

SOMA vzw

Grote Markt 27

B - 2000 Antwerpen

Telefon: +32 3 470 23 69

Fax:  +32 3 270 03 59

E-mail: hugo.hermans@somavzw.be

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zu URBAN II finden Sie in der Mitteilung/01/301 vom 25. September 2001 und auf folgenden Websites:

Europäische Kommission: http://www.inforegio.ec.europa.eu/urban/

Stadt Antwerpen: http://www.antwerpen.beStadsontwikkelingsmaatschappij Antwerpen (SOMA) : http://www.somavzw.be

(1) Erläuterungen zu URBAN II: s. u.

(2) Kiel und Hoboken

(3) Preise von 2001.


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