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IP/01/1494

Brüssel, den 25. Oktober 2001

URBAN II: Europäische Union stellt Fördermittel in Höhe von knapp 12 Mio. EUR für die Stadt Bastia bereit

Die Europäische Kommission hat rund 12 Mio. EUR für ein Förderprogramm für die Entwicklung zweier benachbarter Stadtviertel in Bastia (Frankreich) genehmigt. Dieses Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN II(1) gilt für den Zeitraum 2000-2006. Weitere Mittel in Höhe von knapp 19 Mio. EUR werden vom Staat, den lokalen Gebietskörperschaften und dem Privatsektor bereitgestellt, so dass insgesamt Mittel in Höhe von etwa 31 Mio. EUR zur Verfügung stehen.

Bei der Bekanntgabe dieser Entscheidung erklärte der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Michel Barnier: "Die Gemeinschaftsinitiative URBAN bietet ein kreatives, innovatives Konzept für die Stadterneuerung. Die Programme sind vor Ort verankert und beziehen die Einwohner der betreffenden Gebiete und die lokalen Akteure auf allen Stufen des Entscheidungsprozesses mit ein. Das Programm für Bastia bildet hierbei keine Ausnahme: es mobilisiert eine starke lokale Partnerschaft. Die Schwerpunkte in den Bereichen Verbesserung des Lebensumfelds und der städtischen Umwelt, Belebung und Förderung der Wirtschaft, Förderung der Chancengleichheit und der Eingliederung halte ich für besonders interessant. Die Kommission erwartet, dass das Programm einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung dieses Stadtgebiets leisten wird."

Das Fördergebiet umfasst das Altstadtzentrum und die südlichen Stadtteile von Bastia mit insgesamt über 20 000 Einwohnern. Die Viertel im Süden von Bastia wurden in den 60-er Jahren zu Zeiten des Baby-Booms und des Zuzugs von Franzosen aus Algerien schnell hochgezogen und weisen bereits deutliche Spuren der Verwahrlosung auf, ohne je wirklich fertiggestellt worden zu sein. Die Stadtentwicklung ging zu Lasten des alten Zentrums, dessen Einwohner abgewandert sind, um besser ausgestattete Wohnungen zu beziehen. Zahlreiche Gebäude im Stadtzentrum sind vom Verfall bedroht.

Die Probleme werden mit Hilfe des Programms im Rahmen von drei Schwerpunkten in Angriff genommen:

    Verbesserung des Lebensumfelds und der städtischen Umwelt: die Maßnahmen umfassen unter anderem die Renovierung des städtischen Erbes, Stadtplanungsmaßnahmen, Ausbildung in umweltbezogenen Berufen (Gemeinschaftsbeteiligung: 5,6 Mio. EUR);

    Belebung und Förderung der Wirtschaft: u.a. Unterstützung von Unternehmen und Markterschließungsmaßnahmen, Förderung und Betreuung des Handels, Einrichtung von Geschäftsräumen und von Kundendiensten (Gemeinschaftsbeteiligung: 2 Mio. EUR);

    Förderung der Chancengleichheit und der Eingliederung durch Einführung von Dienstleistungen und Einrichtungen im kulturellen und außerschulischen Bereich für die Einwohner, kostenlose Krippenplätze für erwerbssuchende Eltern, Hilfe für Unternehmensgründer und Eingliederungsorganisationen, soziale Begleitung und Betreuung (Gemeinschaftsbeteiligung: 3,6 Mio. EUR).

Weitere Gemeinschaftsmittel in Höhe von rund 0,6 Mio. EUR sind für technische Hilfe bestimmt.

Wie alle URBAN-II-Programme wird auch dieses aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert, für den Michel Barnier zuständig ist.

URBAN II

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung der krisenbetroffenen Städte und Stadtrandgebiete zur Förderung einer dauerhaften Städteentwicklung". Die zweite Auflage von URBAN (URBAN II) gilt für den Zeitraum 2000-2006. Im Rahmen dieser Initiative werden 70 städtische Krisengebiete in der gesamten EU gefördert. Allein die EU stellt insgesamt Fördermittel in Höhe von 728,3 Mio. EUR(2) bereit, wodurch Mittel des öffentlichen Sektors und der Privatwirtschaft in zumindest gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die EFRE-Fördermittel für Frankreich belaufen sich auf insgesamt 102 Mio. EUR(3). Neun Programme (Bastia, Bordeaux/Cenon/Floirac, Grigny/Viry-Châtillon, Clichy-sous-Bois/Montfermeil, Mantes-La-Jolie und Umland (le Mantois), Val de Seine, Le Havre, Straßburg und Grenoble) sind eingereicht worden.

Besondere Merkmale von URBAN II sind die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung sowie die Partnerschaft und die Mitwirkung lokaler Akteure. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

Durch URBAN II gefördert werden Maßnahmen wie die Sanierung öffentlicher Gebäude und Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, die Verbesserung der Systeme der allgemeinen und der beruflichen Bildung, damit benachteiligte Bevölkerungsgruppen besser integriert werden können, die Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, die Einführung effizienterer Verwaltungssysteme, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Erschließung des durch Informations- und Kommunikationstechnologien geschaffenen Potenzials.

Die Kommission genehmigt die von den lokalen Behörden vorgeschlagenen Programme. Die Programmlaufzeit umfasst den gesamten Zeitraum 2000-2006, wobei die lokalen Akteure auf allen Stufen der Durchführung beteiligt werden.

Verwaltungsbehörde

Die Aufgaben der Verwaltungsbehörde im Rahmen dieses Programms wurden dem Bürgermeister von Bastia, Herr Emile Zuccarelli, übertragen.

Weitere Informationen

Weitere Auskünfte zum URBAN-II-Programm für Bastia erteilen

    Herr Jean-François Leandri, Generaldirektor für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Bastia

    Frau Fabienne Savary, URBAN-Beauftragte

 Tel : +33 4 95 55 95 18

 Email : savary-bastia@wanadoo.fr

Ergänzende Informationen zur Gemeinschaftsinitiative URBAN II finden Sie in dem Dokument Memo/01/301 vom 25. September 2001 und auf der Inforegio-Website der Europäischen Kommission:

http://www.inforegio.ec.europa.eu/urban/

(1) Eine Beschreibung von URBAN II findet sich weiter unten.

(2) Preise von 2001.

(3) Preise von 2001.


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