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IP/01/1493

Brüssel, den 25. Oktober 2001

URBAN II: Europäische Union steuert knapp 13 Mio. EUR zur Entwicklung des städtischen Gebiets von Clichy-sous-Bois/Montfermeil (Frankreich) bei

Die Europäische Kommission hat für den Zeitraum 2000-2006 ein Programm zugunsten des städtischen Gebiets von Clichy-sous-Bois/Montfermeil in Frankreich genehmigt. Dieses Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN II(1) wird im genannten Zeitraum von der Europäischen Union mit Fördermitteln in Höhe von 13 Mio. EUR (2) unterstützt. Weitere Mittel in Höhe von knapp 22 Mio. EUR werden vom Staat, den lokalen Gebietskörperschaften und dem Privatsektor bereitgestellt, so dass insgesamt Mittel in Höhe von etwa 35 Mio. EUR zur Verfügung stehen.

Bei der Bekanntgabe dieser Entscheidung erklärte der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Michel Barnier: "Die Gemeinschaftsinitiative URBAN bietet ein kreatives, innovatives Konzept für die Stadterneuerung. Die Programme sind in den Fördergebieten verankert und beziehen deren Einwohner und die lokalen Akteure auf allen Stufen des Entscheidungsprozesses mit ein. Das Programm für Clichy-sous-Bois/Montfermeil bildet hierbei keine Ausnahme: auch es mobilisiert eine starke lokale Partnerschaft. Die Schwerpunkte in den Bereichen Verbesserung der städtischen Umwelt, räumliche und soziale Mobilität der Einwohner sowie Ausbau der Infrastruktur und der Dienstleistungen halte ich für besonders interessant. Die Kommission erwartet, dass das Programm einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung dieses Stadtgebiets leisten wird."

Das Fördergebiet ist Teil der beiden Gemeinden Clichy-sous-Bois und Montfermeil im 15 km östlich von Paris gelegenen Department Seine-Saint-Denis. In diesem Gebiet leben über 52 000 Einwohner. Mit dem in den 60-iger Jahren errichteten Stadtviertel wurde ein breiter angelegtes Projekt nur unvollständig verwirklicht, das in Verbindung mit dem Bau einer Autobahn von Roissy nach Marne-la-Vallée aufgestellt worden war. Die Autobahn wurde aber nie gebaut. Dieses als Einheit geplante Stadtviertel verwahrlost zusehends.

Die Probleme werden mit Hilfe des Programms im Rahmen von drei Schwerpunkten in Angriff genommen:

    Ökologisch fundierte Stadtentwicklungsstrategie: die Maßnahmen umfassen u.a. die Einrichtung einer Grünzone, Ausbildungsmaßnahmen in umweltbezogenen Berufen und die Sanierung des städtischen Erbes (Gemeinschaftsbeteiligung: 5,2 Mio. EUR);

    Förderung der räumlichen Mobilität und des gleichberechtigten Zugangs zum Wissen für alle: u.a. Verbesserung des Zugangs zu Großnetzen und Einführung innovativer Verkehrsträger (Gemeinschaftsbeteiligung: 2,8 Mio. EUR);

    Ausbau der territorialen Infrastruktur und Dienstleistungen im Bereich der Arbeitsvermittlung: z.B. Schaffung von Gründerzentren oder Förderung von Aktionen einer bürgernahen Verwaltung (Gemeinschaftsbeteiligung: 4,1 Mio. EUR).

Weitere Gemeinschaftsmittel in Höhe von rund 0,8 Mio. EUR sind für technische Hilfe bestimmt.

Wie alle URBAN-II-Programme wird auch dieses aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert, für den Michel Barnier zuständig ist.

URBAN II

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung der krisenbetroffenen Städte und Stadtrandgebiete zur Förderung einer dauerhaften Städteentwicklung". Die zweite Auflage von URBAN (URBAN II) gilt für den Zeitraum 2000-2006. Im Rahmen dieser Initiative werden 70 städtische Krisengebiete in der gesamten EU gefördert. Allein die EU stellt insgesamt Fördermittel in Höhe von 728,3 Mio. EUR(3) bereit, wodurch Mittel des öffentlichen Sektors und der Privatwirtschaft in zumindest gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die EFRE-Fördermittel für Frankreich belaufen sich auf insgesamt 102 Mio. EUR(4). Neun Programme (Bastia, Bordeaux/Cenon/Floirac, Grigny/Viry-Châtillon, Clichy-sous-Bois/Montfermeil, Mantes-La-Jolie und Umland (le Mantois), Val de Seine, Le Havre, Straßburg und Grenoble) sind eingereicht worden.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichen ist die große Bedeutung, die der Partnerschaft und der Mitwirkung lokaler Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

Durch URBAN II gefördert werden Maßnahmen wie die Sanierung öffentlicher Gebäude und Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, die Verbesserung der Systeme der allgemeinen und der beruflichen Bildung, damit benachteiligte Bevölkerungsgruppen besser integriert werden können, die Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, die Einführung effizienterer Verwaltungssysteme, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Erschließung des durch Informations- und Kommunikationstechnologien geschaffenen Potenzials. Die Kommission genehmigt die von den lokalen Behörden vorgeschlagenen Programme.

Verwaltungsbehörde

Die Aufgaben der Verwaltungsbehörde wurden dem Präfekten der Region Ile-de-France, Herrn Jean-Pierre Duport, übertragen.

Weitere Informationen

Weitere Auskünfte zum URBAN-II-Programm für Clichy-sous-Bois/Montfermeil erteilen

    Herr Jacquet, Präfekt, Generalsekretär der Präfektur der Region Ile-de-France Tel : + 33 1.44.42.60.20

    Frau Ly Van Tu, Leiterin des Amtes für wirtschaftliche und soziale Maßnahmen, Beschäftigung und europäische Angelegenheiten der Präfektur der Region Ile-de-France Tel : + 33 1.44.42.62.87

    Herr Sadoul, Unterpräfekt von Raincy:

 Tel: + 33 1.43.01.47.00

    Frau Loubet, URBAN-Beauftragte - Gemeindeverband Clichy-sous-Bois/ Montfermeil Tel : + 33 1.41.70.30.00.

 Email : cacm_cm@yahoo.fr

Ergänzende Informationen zur Gemeinschaftsinitiative URBAN II finden Sie in dem Dokument Memo/01/301 vom 25. September 2001 und auf der Inforegio-Website der Europäischen Kommission:

http://www.inforegio.ec.europa.eu/urban/

(1) Eine Beschreibung von URBAN II findet sich weiter unten.

(2) Zu Preisen aus der Zeit der Programmplanung.

(3) Preise von 2001.

(4) Preise von 2001.


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