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IP/01/1331

Brüssel, den 27 September 2001

Urban II Programm : EU fördert städtische Entwicklung in Heerlen (Niederlande) mit 12 Mio. EUR

Die Europäische Kommission hat ein Programm mit Stadterneuerungsmaßnahmen in Heerlen genehmigt. Dieses Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN(1) wird im Zeitraum 2001-2006 von der Europäischen Union mit Mitteln in Höhe von 12 Mio. EUR unterstützt. Zusätzlich zu den EU-Fördermitteln werden von der öffentlichen Hand Investitionen in Höhe von 20 Mio. EUR getätigt, so dass sich die Gesamtmittelausstattung des Programms auf 32 Mio. EUR beläuft. Zu den Schwerpunkten des Programms zählen Berufsbildungsmaßnahmen, die Verbesserung der physischen Umwelt und verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Integration benachteiligter Bevölkerungsgruppen insbesondere in den Arbeitsmarkt.

Der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Michel Barnier erklärte zu dieser Entscheidung: "Kennzeichnend für die URBAN-Programme ist, dass sie ein kreatives und innovatives Konzept für die Stadterneuerung verfolgen. Sie sind sehr bürgernah ausgerichtet und sorgen dafür, dass die Menschen vor Ort auf allen Stufen des Beschlussfassungsprozesses einbezogen werden. Das Programm für Heerlen macht hier keine Ausnahme, denn es mobilisiert eine starke lokale Partnerschaft. Die Programmschwerpunkte - soziale Integration, Berufsbildung sowie Erneuerung der wirtschaftsnahen Infrastruktur und der physischen Umwelt - finden meine uneingeschränkte Zustimmung. Ich bin überzeugt, dass dieses Programm einen wesentlichen Beitrag zur Stadterneuerung in Heerlen leisten wird."

Das Programmgebiet umfasst sechs Stadtteile(2) im Norden und Osten von Heerlen mit insgesamt 43 806 Einwohnern. Das Gebiet ist von hoher Langzeitarbeitslosigkeit, Kriminalität, Armut, einer hohen Zahl Drogenabhängiger und Obdachloser, verseuchten Böden sowie der Verwahrlosung preisgegebenen Gebäuden und öffentlichen Räumen gekennzeichnet. Andererseits ist das Gebiet strategisch günstig im Herzen eines Städtenetzes in der Nähe von Aachen und Maastricht gelegen, es kann auf eine lange Tradition der engagierten Bürgerbeteiligung zurückblicken und verfügt über eine Wirtschaft mit einem bedeutenden Wachstumspotenzial.

Das Programm soll die genannten Probleme lösen und sieht zu diesem Zweck drei Schwerpunkte vor:

    Verbesserung des physischen wirtschaftlichen Umfelds

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen unter anderem die Erschließung und Renovierung von Gewerbeflächen, die Verbesserung öffentlicher Räume und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr (Mittelausstattung: 17 Mio. EUR).

    Stimulierung der Wirtschaftstätigkeit

Die Maßnahmen dienen hauptsächlich der Förderung des Unternehmertums, der Verbesserung des Angebots an Einzelhandelsgeschäften und der Berufsbildung (Mittelausstattung: 8 Mio. EUR).

    Steigerung des sozioökonomischen Potenzials

Die Maßnahmen zielen vor allem darauf ab, die Bürgerbeteiligung zu verbessern, für mehr Sicherheit zu sorgen und Lösungen für die Probleme im Zusammenhang mit Drogenabhängigkeit und Obdachlosigkeit zu finden (Mittelausstattung: 5 Mio. EUR).

Weitere Mittel in Höhe von 2 Mio. EUR sind für technische Hilfe vorgesehen.

Dieses Programm wird wie alle URBAN-Programme aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter der Zuständigkeit von Kommissar Michel Barnier finanziert.

URBAN

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung der krisenbetroffenen Städte und Stadtrandgebiete zur Förderung einer dauerhaften Städteentwicklung". Die zweite Auflage von URBAN ("URBAN II") gilt für den Zeitraum 2001-2006. Im Rahmen dieser Initiative werden 70 benachteiligte städtische Gebiete im gesamten EU-Gebiet gefördert. Insgesamt stellt allein die Gemeinschaft Mittel in Höhe von 728,3 Mio. EUR(3) bereit, wodurch Mittel des öffentlichen Sektors und der Privatwirtschaft in zumindest gleicher Höhe mobilisiert werden.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichen ist der große Wert, der der partnerschaftlichen Zusammenarbeit und der Mitwirkung lokaler Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Gefördert werden Initiativen wie die Renovierung von Gebäuden und öffentlichen Räumen, lokale Beschäftigungsinitiativen, die Verbesserung der Schul- und Berufsbildungseinrichtungen für benachteiligte Gruppen, die Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, die Einführung effizienterer Energiebewirtschaftungssysteme, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Erschließung des Potenzials, das durch die Technologien der Informationsgesellschaft geschaffen wird.

Auf Vorschlag einer Partnerschaft, der lokale und kommunale Gruppen angehören, genehmigt die Kommission Programme. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 2001-2006, wobei die lokalen Akteure auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

Verwaltungsbehörde

Zuständig für die laufende Verwaltung des Programms für Heerlen ist der Stadtrat von Heerlen.

Gemeente Heerlen

College van B&W

Postbus 1

6400 AA Heerlen

Telefon: + 31 (0) 45 5604202

Fax:  + 31 (0) 45 5604494

E-mail: l.vervoort@heerlen.nl

Weitere Auskünfte finden Sie auf folgenden Websites:

Europäische Kommission : http://www.inforegio.ec.europa.eu/urban/

Stadt Heerlen: http://www.heerlen.nl

Memo/01/301 von 27 September 2001

(1) Beschreibung von URBAN II siehe unten.

(2) Stad-Oost, Stad-Noord, Heerlerheide-Passart, Vrieheide-De Stack, Rennemig-Beersdal und Hoensbroek-De Hem.

(3) Preise von 2001


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