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Strukturfonds: Kommission genehmigt Fördermittel in Höhe von ca. 37 Mio. EURO für die Stadterneuerung in Grigny / Viry-Chatillon (Frankreich)

European Commission - IP/01/1310   25/09/2001

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IP/01/1310

Brüssel, den25. September 2001

Strukturfonds: Kommission genehmigt Fördermittel in Höhe von ca. 37 Mio. EURO für die Stadterneuerung in Grigny / Viry-Chatillon (Frankreich)

Die Europäische Kommission hat ein Stadterneuerungsprogramm für das städtische Gebiet Grigny/Viry-Chatillon in Frankreich genehmigt. Dieses Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN wird von der Europäischen Union mit Mitteln in Höhe von 12,884 Mio. € unterstützt. Von staatlicher Seite, den lokalen Gebietskörperschaften und dem Privatsektor werden mehr als 24 Mio. € beigesteuert, so dass für die Interventionen insgesamt ca. 37 Mio. € zur Verfügung stehen. Ziele des Programms sind die Förderung der Wirtschaftstätigkeit und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Das Programm für Grigny/Viry-Chatillon wurde im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN II(1) für den Zeitraum 2001-2006 genehmigt. Bei der Bekanntgabe dieser Entscheidung erklärte der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Michel Barnier: "Das Programm URBAN bietet eine kreative und innovative Lösung für die Probleme der Stadterneuerung. Die Programme sind bürgernah ausgerichtet und beziehen die Bürger auf allen Stufen des Entscheidungsprozesses mit ein. Das Programm für Grigny/Viry-Chatillon ist ein solches Beispiel. Es mobilisiert die lokale Partnerschaft und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung dieses städtischen Gebiets. Bereits in der Vergangenheit haben die beiden betroffenen Gemeinden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Situation in diesen Stadtvierteln und die Lebensbedingungen für ihre Bewohner zu verbessern."

Das Programmgebiet umfasst die beiden Gemeinden Grigny und Viry-Chatillon im Departement Essonne 25 km südlich von Paris. In den vier als prioritär eingestuften Stadtvierteln Grande Borne, Grigny II, CILOF und Plateau, die in den 70er Jahren entstanden sind, leben insgesamt 37 700 Einwohner. Das Baukonzept dieser Stadtviertel wird heute weitgehend in Frage gestellt, und zwar aufgrund der monofunktionalen Nutzung (ausschließliches Wohngebiet), der Zerschneidung durch Schnellstraßen und des fehlenden Zentrums.

Ergebnis sind Problemgebiete, die geprägt sind durch Arbeitslosigkeit, insbesondere Frauenarbeitslosigkeit, Armut und Ausgrenzung, besorgniserregende Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche, massives Schulversagen sowie Gesundheits- und Sicherheitsprobleme. Hinzu kommen ein sehr hoher Anteil ausländischer Einwohner und eine schwache Wirtschaftsstruktur.

Andererseits verfügt das Gebiet auch über echte Entwicklungsvorteile in den Bereichen Umwelt (große Wasserflächen und Grünflächen) und Verkehr (gute Anbindung an den Straßen- und Schienenverkehr).

Auf der Grundlage einer Analyse der Schwächen und Stärken des Gebiets haben die beiden Gemeinden neben der technischen Hilfe vier Aktionsschwerpunkte gewählt:

  • Förderung der Wirtschaftstätigkeit. Es geht darum, die lokalen Unternehmen zu mobilisieren und die Ansiedlung von jungen Unternehmen vorrangig zu fördern, die Vereinigungen von Wirtschaftsakteuren zu unterstützen und den Handel zu dynamisieren (Gemeinschaftsbeitrag: ca. 2,2 Mio. €).

  • Förderung des Beschäftigungszugangs für die Stadtviertelbewohner, insbesondere für die Frauen, durch Verbesserung der Kinderbetreuung, der Ausbildung der Bewohner und der Kenntnis der Bedürfnisse der Unternehmen (Gemeinschaftsbeitrag: ca. 3,4 Mio. € ).

  • Förderung des Zugangs zu Wissen und Kultur durch die Einrichtung eines Hauses für Innovation und Beratung, die Einführung von soziokulturellen Aktivitäten in den Stadtvierteln, den Zugang zu neuen Technologien für alle und die Verbesserung der Sprachbeherrschung (Gemeinschaftsbeitrag: ca. 2,8 Mio. € ).

  • Förderung des Umweltschutzes und Inwertsetzung des natürlichen und historischen Erbes. Es werden Seen und Hügellandschaften angelegt bzw. inwertgesetzt. Ein Fußweg verbindet als ein "grünes Band" die Stadtviertel miteinander und für die Abfallbehandlung wird ein Ökozentrum eingerichtet (Gemeinschaftsbeitrag: ca. 3,6 Mio. € ).

Als Verwaltungsbehörde für dieses Programm fungiert ein Groupement d'intérêt public (GIP - eine Vereinigung zwischen öffentlich-rechtlichen Körperschaften und privatrechtlichen Gesellschaften), in dem die staatlichen Stellen, die lokalen Gebietskörperschaften, die Vermietungsgesellschaften von Sozialwohnungen und die Caisse des dépôts et consignations (Hinterlegungs- und Konsignationskasse) vertreten sind. An der Begleitung des Programms sind ferner die Wirtschaftspartner und Vertreter von Verbänden beteiligt.

Das Programm für Grigny / Viry-Chatillon wird wie alle URBAN-II-Programme aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter der Zuständigkeit von Kommissar Michel Barnier finanziert.

URBAN:

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung der krisenbetroffenen Städte und Stadtviertel zur Förderung einer dauerhaften Städteentwicklung. Die zweite Auflage von URBAN (URBAN II) gilt für den Zeitraum 2001-2006. Im Rahmen dieser Initiative werden 70 benachteiligte städtische Gebiete im gesamten EU-Gebiet gefördert.

Allein die EU stellt insgesamt Fördermittel in Höhe von 728,3 Mio. € bereit, wodurch Mittel des öffentlichen Sektors und der Privatwirtschaft in zumindest gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die URBAN-Fördermittel für Frankreich belaufen sich auf insgesamt 99,9 Mio. €. Neben Grigny/Viry haben folgende Städte eine Unterstützung beantragt: Clichy-Montfermeil, Le Mantois, Val-de-Seine, Bastia, Le Havre, Straßburg, Grenoble und Bordeaux.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichn ist die große Bedeutung, die der Partnerschaft und der Mitwirkung der lokalen Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

Gefördert werden Initiativen wie die Renovierung von Gebäuden und die Sanierung öffentlicher Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, die Verbesserung des allgemeinen und beruflichen Bildungssystems zur Integration der benachteiligten Gruppen, die Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, die Förderung eines effizienteren Energiemanagements, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Erschließung des Potenzials der Informationsgesellschaft.

Auf Vorschlag einer Partnerschaft, der die verschiedenen lokalen Akteure angehören, genehmigt die Kommission die Programme. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den Zeitraum 20012006, wobei die lokalen Akteure auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

    Verwaltungsbehörde:

Groupement d'intérêt Public de Grigny / Viry-Chatillon

Directeur du groupement: Mr Yanick LE MEUR

Adresse postale: GIP/GPV

6, avenue des tuileries

91350 Grigny

Tel: 01.69.43.97.65

Email: gpv.urban2@gipgrignyviry.fr

    Weitere Informationen:

Ergänzende Informationen zu URBAN finden Sie in dem Dokument MEMO/01/301 vom 25. September 2001 und auf folgender Website der Europäischen Kommission:

http://www.inforegio.ec.europa.eu/wbpro/PRORD/prordc/prordc18_fr.htm

(1) Im Rahmen der für den Zeitraum 2001-2006 mit 700 Mio. EUR ausgestatteten Gemeinschaftsinitiative URBAN II sollen integrierte Interventionen im wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Bereich in 70 krisenbetroffenen städtischen Gebieten Europas gefördert werden. Die Initiative soll den lokalen Akteuren die Möglichkeit geben, innovative Stadtentwicklungsmaßnahmen zu erproben, und die Verbreitung positiver Erfahrungen im Rahmen der finanzierten Projekte fördern.


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