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LIFE-Umwelt: 59 Mio. Euro zur Förderung innovativer Umwelttechniken in der EU

European Commission - IP/01/1234   31/08/2001

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IP/01/1234

Brüssel, den 31. August 2001

LIFE-Umwelt: 59 Mio. Euro zur Förderung innovativer Umwelttechniken in der EU

Die Europäische Kommission hat beschlossen, im Zeitraum 2000-2001 insgesamt 103 neue Projekte zur Demonstration von Umwelttechniken zu fördern. Der Gesamtwert dieser Projekte wird auf 180 Mio. EURO veranschlagt; LIFE leistet einen Zuschuss in Höhe von 59 Mio. EURO. Das Programm LIFE-Umwelt soll durch Finanzierung innovativer Einzelmaßnahmen zur Entwicklung und Umsetzung der Umweltpolitik der EU beitragen. Die ausgewählten Vorhaben befassen sich mit einer der folgenden Prioritäten der gemeinsamen Umweltpolitik: Einbeziehung von Umweltaspekten in Entwicklung und Planung der Flächennutzung; Förderung einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wasserressourcen; Vermeidung, Recycling und Bewirtschaftung von Abfällen; Minimierung der Umweltauswirkungen wirtschaftlicher Tätigkeiten und integrierte Produktpolitik. Unter den 103 Projekten dominieren bei Anzahl und Gesamtwert Projekte im Zusammenhang mit sauberen Technologien, integriertem Umweltmanagement, der Verringerung der Emissionen von Treibhausgasen und einem sanften Tourismus (33 Projekte, EU-Zuschuss: 17.426.233 Euro).

LIFE ist ein einzigartiges Programm, das in der gesamten Europäischen Union und in angrenzenden Regionen Projekte für Umwelt- und Naturschutz finanziell unterstützt. Generelles Ziel von LIFE ist es, durch die Finanzierung spezifischer Maßnahmen zur Entwicklung und Umsetzung der gemeinsamen Umweltpolitik beizutragen. LIFE ist in drei Unterbereiche aufgeteilt: LIFE-Umwelt, LIFE-Natur und LIFE-Drittländer. Das Gesamtbudget, das die EU zur Finanzierung von LIFE III im Zeitraum 2000-2004 zur Verfügung stellt, beläuft sich auf 640 Mio. EURO.

Aus den 832 Anträgen hat die Europäische Kommission 103 Projekte ausgewählt, die im Zeitraum 2000-2001 gefördert werden. Die Projekte werden von der Kommission, die dabei von 62 unabhängigen Sachverständigen unterstützt wird, in eine nach Verdienst geordnete Rangliste eingeordnet.

Für den Zeitraum 2000-2001 standen für LIFE-Umwelt insgesamt 79 Mio. EURO zur Verfügung. Bei der Entscheidung, für welche Projekte sich eine finanzielle Unterstützung durch LIFE lohnt, wurden letztendlich jedoch nur 103 Vorhaben ausgewählt, die mit 59 Mio. EURO bezuschusst werden. Die Liste der ausgewählten Projekte wurde vom LIFE-Verwaltungsausschuss bestätigt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt.

Die Kommission hofft, die Früchte dieser Demonstrationsprojekte in zwei bis fünf Jahren ernten zu können. Man erwartet sich davon vor allem eine bessere Umsetzung der EU-Umweltpolitik in den fünf prioritären Bereichen.

Eine Zusammenfassung der in jedem Mitgliedstaat bezuschussten Projekte wird nachfolgend gegeben.

Eine detaillierte Beschreibung der Projekte findet sich auf der LIFE-Internetseite:

http://ec.europa.eu/life/envir/index.htm.

Für den Zeitraum 2000-2001 ausgewählte Vorhaben für das Programm LIFE-Umwelt (geordnet nach Ländern)

Österreich

Anzahl der eingegangenen Vorschläge  27

Anzahl der finanzierten Vorhaben   5

Mittelempfänger      Private Industrie 1

           Private Vereinigung 1

           Öffentlicher Sektor 2

    Nichtregierungsorganisation (NRO)  1

Insgesamt zuschussfähige Kosten  5 483 539 EUR

LIFE-Beitrag insgesamt    2 429 902 EUR

Mit dem Projekt RUMBA sollen Probleme der städtischen Umwelt in Wien (Magistratsdirektion-Stadtbaudirektion) angepackt werden. Ziel ist es, die rechtlichen und sonstigen Grundlagen (Rechtsvorschriften, Normen und Leitlinien) für den Umweltschutz bei Baustellen zu verbessern.

Durch das Projekt GOAL will die Stadt Graz den allgemeinen Lärmpegel und die Luftverschmutzung, die durch den Kraftverkehr bedingt sind, senken. Hierzu sollen die Bürger angeregt werden, kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen, Berufskraftfahrern sollen entsprechende Schulungen angeboten werden. Um das Problembewusstsein der Allgemeinheit zu fördern, sollen für zwei interaktive Kampagnen Modelle entwickelt werden.

Das Vorhaben Biofuel Logistics and Production Plant (ABEX GmbH, Wien) hat die Senkung der Treibhausgasemissionen zum Ziel. Die vorgesehene Anlage soll als Logistikzentrum für die kostengünstige Erfassung, Aufbereitung, Verarbeitung und Verpackung von Biobrennstoffen und deren Versand dienen. Das Projekt wird die Wettbewerbsfähigkeit von Biomasse gegenüber fossilen Brennstoffen erhöhen, da vorher festgelegte Qualitätsstandards eingehalten werden.

Die keinen Erwerbszweck verfolgende Gruppe „Angepasste Technologie" (GrAT) wird zu Vorführzwecken ein Haus errichten, das vollständig aus erneuerbaren Baustoffen besteht und einen jährlicher Energiebedarf von maximal 15 kWh/m2 aufweist. Damit soll die hohe Funktionalität erneuerbarer Baumaterialien gezeigt werden.

Im Großen Walsertal in den Alpen wird eine privatwirtschaftliche Vereinigung eine integrierte Umweltmanagementstrategie für eine kleine ländliche Region verfolgen, in die sechs Gemeinden einbezogen sind. Im Rahmen der Strategie, die sich auf die Verordnung der EU über das Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (EMAS) für den öffentlichen Sektor stützt, sollen der Einsatz erneuerbarer Ressourcen verstärkt und eine umweltverträgliche Infrastruktur für den Tourismus aufgebaut werden.

Belgien

Anzahl der eingegangenen Vorschläge  26

Anzahl der finanzierten Vorhaben   1

Mittelempfänger   Gemeinnützige Organisation

Insgesamt zuschussfähige Kosten  1 071 896 EUR

LIFE-Beitrag insgesamt    535 449 EUR

Ziel des internationalen Vorhabens „SMASH-EVENTS" ist die Entwicklung eines Standards für das integrierte Umweltmanagement auf Großveranstaltungen (kulturelle Ereignisse, Musikfestivals, Ausstellungen). Angesichts der Notwendigkeit, die Auswirkungen von Großveranstaltungen auf die Umwelt zu verringern, wird es sich vor allem mit bereits vorhandenen Praktiken des Mobilitätsmanagements befassen. Der integrierte Ansatz verbindet Vorbeugung mit Abhilfemaßnahmen (in der Bereich Abfallwirtschaft), wobei der Schwerpunkt auf der Prävention liegt.

Dänemark

Anzahl der eingegangenen Vorschläge  15

Anzahl der finanzierten Vorhaben   3

Mittelempfänger  Private Industrie, Universität, NRO

Insgesamt zuschussfähige Kosten  4 175 525 EUR

LIFE-Beitrag insgesamt    1 435 533 EUR

Mit dem Projekt Membrankontaktor für die Abtrennung von CO2 (FLS Miljø a/s) soll das Problem der Entfernung von CO2 aus Rauchgasen großer Industrieanlagen gelöst werden. Die Abtrennung von CO2 mit einem Membrankontaktor ist eine hochwirksame und kostengünstige Technologie für die Rauchgasreinigung, die weit weniger Raum beansprucht als herkömmliche Verfahren. Ziel des Projekts ist es, den Prozess für die Abtrennung von CO2 im großtechnischen Maßstab nachzuweisen.

Elektrodialytische Entfernung von Chrom, Kupfer und Arsen aus CCA-behandelten Holzabfällen (Danmarks Tekniske Universitet). Laborversuche haben gezeigt, dass die Abtrennung von Chrom, Kupfer und Arsen (CCA) aus CCA-behandelten Holzabfällen (Sägemehl und Holzspäne) mit elektrodialytischen Verfahren möglich ist. Ziel des Vorhabens ist es, eine Pilotanlage zu errichten und den Nutzen des Verfahrens im Pilotmaßstab zu zeigen. Darüber hinaus soll beurteilt werden, ob das Verfahren großtechnisch rentabel und wettbewerbsfähig ist.

Umweltzeichen für den Einzelhandel (Andelsforeningen Byøkologi Odense). Im Rahmen des Vorhabens sollen die vorhandenen Umweltprüfverfahren und Umweltkennzeichnungsprogramme mit dem Ziel verbessert werden, präzise Maßnahmen für die Verringerung der Umweltbelastung durch den Einzelhandel zu entwickeln.

Deutschland

Anzahl der eingegangenen Vorschläge  64

Anzahl der finanzierten Vorhaben   13

Mittelempfänger    Private Industrie  6

         Öffentlicher Sektor 7

Insgesamt zuschussfähige Kosten  30 006 978 EUR

LIFE-Beitrag insgesamt    8 955 192 EUR

Die Bundesanstalt für Materialforschung und prüfung (BAM), Berlin wird einen neuen Lösungsweg für das Recycling der Sandfraktion von Abbruchmaterial aufzeign. Die Sandfraktion kann bis zu 30 % des gesamten Abbruchmaterials ausmachen. Ihre Verwendung anstelle von Natursand als Zuschlagstoff in der Betonproduktion ist noch nicht gängige Praxis. Anhand des Projekts soll gezeigt werden, dass der Sand aus dem Abbruchmaterial im Allgemeinen als Zuschlagstoff für Beton verwendet werden kann, sofern das Material geeigneter Herkunft ist und eine Nassaufbereitung unter Einsatz eines Vorklassiersiebes erfolgt.

Das wichtigste Ziel des unter Federführung der Werzalit AG + Co KG, Oberstenfeld, durchgeführten Vorhabens ist der Bau einer Demonstrationsanlage für die Herstellung thermoplastisch gebundener, wetterfester Holzwerkstoffe für den Außenbereich. Als Grundlage für diese Produkte werden Kunststoffabfälle verwendet (z. B. von Verpackungen).

Im Rahmen eines weiteren Vorhabens, das von der Mineralöl-Raffinerie Dollbergen GmbH abgewickelt wird, soll eine Demonstrationsanlage für die Aufbereitung von Altschmiermitteln im Produktionsmaßstab gebaut und betrieben werden. In der Anlage wird neues Grundöl gewonnen, aus dem wieder hochwertige Schmierstoffe hergestellt werden.

Im Einzugsgebiet der Flüsse Nied und Sauer (an der Grenze zwischen Saarland, Lothringen und dem Großherzogtum Luxemburg) wird intensiv Landwirtschaft betrieben. Die Universität von Saarbrücken wird ein System für die kontinuierliche Fernkontrolle des Spiegels von Chlorophyll und eutrophen Stoffen im Wasser dieser Flüsse errichten.

Die Gesellschaft für Qualitätsmanagement und Statistik mbH (Quodata) in Dresden wird ein Analysengerät und das Verfahren zum Nachweis endokriner Disruptoren in sehr niedrigen Konzentrationen (im Bereich unterhalb von ppt) im Wasserkreislauf konzipieren und validieren. Im Mittelpunkt des Projekts steht das wirksamste östrogene Hormon Östradiol-17ß.

Der Global Nature Fund in Radolfzell wird in Spanien und Griechenland Modellprojekte entwickeln, um zu demonstrieren, wie Feuchtgebiete unter umweltgerechten, sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten bewirtschaftet werden können.

Die Küstenregion Klützer Winkel in West-Mecklenburg, die dänische Insel Møn und das Arcachon-Becken (Frankreich) sollen als Demonstrationsgebiete für ein Projekt zur integrierten Bewirtschaftung von Küstengebieten dienen. Ziel ist es, in bislang ausschließlich landwirtschaftlich genutzten Gebieten eine umweltfreundliche regionale Entwicklung (im Wesentlichen Tourismus) zu demonstrieren.

Das Technologie Transfer-Zentrum an der Hochschule Bremerhaven e.V. (TTZ) wird eine präventive Methode entwickeln, mit der europäische, auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung (FuE) tätige Organisationen in die Lage versetzt werden, Umweltmanagementsystemen anzuwenden, die mit der EMAS-II-Verordnung (über das Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung) vereinbar sind.

Die Harzkliniken, Goslar, werden in vier europäischen Krankenhäusern ein mit der EMAS-II-Verordnung kompatibles integriertes Managementsystem (Umwelt und Qualität) einführen.

Ein von der Bodensee-Stiftung verwaltetes Vorhaben wird sich mit Fragen der umweltverträglichen städtischen Entwicklung befassen. Im Rahmen des Projekts wird ein Umweltmanagementsystem für vier Gemeinden im Raum Konstanz am Bodensee eingeführt. Man verspricht sich davon eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltqualitätsstandards bei der Planung der kommunalen Entwicklung (Landnutzung, Energieverbrauch, Schutz und Vernetzung natürlicher Lebensräume).

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum Sondermüll (FES) in Schwabach wird die Realisierbarkeit einer neuen Verbrennungsanlage demonstrieren. In dieser Anlage wird aus organischen Abfallflüssigkeiten reiner Sauerstoff anstelle von Luft unter Einsatz eines emissionsarmen Verfahrens mit hoher Energierückgewinnung gewonnen, wobei aus umweltbelastenden und gefährlichen organischen Verbindungen in die Kanalisation oder Vorfluter einzuleitendes Industrieabwasser entsteht.

Die GAV Gemeinnützige Abfall-Verwertung GmbH in Aachen wird ein neues Recyclingverfahren entwickeln, durch das rezykliertes schaumfähiges Polystyrol (EPS) in Isolierstoffen in der Bauindustrie einsetzbar wird. Bislang konnte für die meisten Zwecke nur Granulat aus neuem EPS verwendet werden.

Im Rahmen des von der Textil-Service Klingelmeyer GmbH & Co. KG, Darmstadt, verwalteten Vorhabens soll ein innovatives Abwasser-Recyclingsystem im großtechnischen Maßstab in einer gewerblichen Wäscherei aufgebaut und getestet werden, das als Beispiel für produktionsintegrierte Umwelttechnologie dienen soll. Bei diesem Recyclingsystem handelt es sich um eine Kombination aus biologischer Behandlung und Membranverfahren, das bereits im kleinen Maßstab getestet wurde.

Griechenland

Anzahl der eingegangenen Vorschläge   82

Anzahl der finanzierten Vorhaben    7

Mittelempfänger     Privater Sektor  1

     Öffentlicher Sektor (örtliche Behörden) 2

     Sonstiger öffentlicher Sektor  3

     NRO   1

Insgesamt zuschussfähige Kosten 9 387 684 EUR

LIFE-Beitrag insgesamt   4 768 085 EUR

Entwicklung eines Verfahrens für die integrierte Entsorgung der Abfälle von Olivenölmühlen mit natürlicher Antioxidanziengewinnung und Produktion organischer Düngemittel: Durch das Projekt soll gezeigt werden, dass die Entsorgung der Abfälle von Ölmühlen mit einem integrierten Gewinnungsprozess wirtschaftlich attraktiv ist, da es die Möglichkeit bietet, bioaktive Substanzen aus dem Abwasser zu gewinnen und umsatzsteigernd zu nutzen.

Staubecken und Feuchtgebiete im Mittelmeerraum: Durch das Vorhaben soll ein innovativer Ansatz gezeigt werden, mit dem es möglich ist, dem Verlust bzw. der Verschlechterung des Zustands der seit alters her im Mittelmeerraum bestehenden Feuchtgebiete entgegenzuwirken. Zur Deckung des steigenden Wasserbedarfs wird im Gebiet um das Mittelmeer eine Vielzahl mittlerer und kleiner Staubecken genutzt. Gezeigt wird die Durchführbarkeit einer kontinuierlichen Mehrfachzielplanung und Staubeckenwirtschaft auf der Insel Kreta.

Durch das Vorhaben Umweltverträgliche Bewirtschaftung von Elektronikschrott in Griechenland soll ein getrenntes Erfassungssystem (Einsatz eines Transporters) für elektronische Geräte von Unternehmen und Ämtern in der Region Attika eingerichtet werden.

Umweltgerechte Spiele und lokale Gebietskörperschaften: Ziel des Vorhabens ist es, das Umweltmanagement bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen durch die Einführung und Überwachung von EMAS €?É zu verbessern. Das System soll den Olympischen Spielen, deren Einrichtungen und Management gewidmet werden. Darüber hinaus ist geplant, Leitlinien für Organisatoren großer Sportveranstaltungen zu erarbeiten.

Einrichtung, Betrieb und Demonstration eines innovativen geschlossenen Kreislaufsystems für Ölmühlenabwässer unter Nutzung des Fenton-Verfahrens in Sitia und Wiederverwendung von behandeltem Wasser und von Nebenprodukten in der Landwirtschaft. Im Zuge des Vorhabens soll eine rentable großtechnische Lösung für das Problem der Ölmühlenabfälle geschaffen werden. Zu diesem Zweck ist die Entwicklung einer Behandlungsanlage vorgesehen, mit der die Weiterverwendung sämtlicher Abfälle einschließlich Wasser möglich ist. In der Praxis wird sich dadurch die Kostenwirksamkeit des Verfahrens bei gleicher Betriebsweise der Ölmühlen erhöhen.

Entsorgung von Erdbeben-, Bau- und Abbruchschutt in der Gemeinde Anï Liosia. Das Vorhaben beinhaltet Folgendes:

  • Demonstration annehmbarer Lösungen für Abbruchmaterial

  • Entwicklung von Systemen für die Behandlung von Abbruchmaterial unter Einsatz der modernsten Technologie

  • Verringerung der Nutzung nicht erneuerbarer Ressourcen wie Bruchstein

  • Bewertung potenzieller Märkte für rezyklierbare Abfälle

  • Nutzung unschädlichen Materials zum Vorteil des örtlichen Gemeinwesens.

Demonstrationsmaßnahmen im Nationalen Meerespark Zakynthos. Ziele des Vorhabens:

  • Förderung des Gedankens der integrierten Küstenzonenbewirtschaftung und nachhaltige Entwicklung durch örtliche Initiativen unter den Beschäftigten in allen Sektoren

  • Gewährleistung, dass sowohl die ortsansässige Bevölkerung als auch die Besucher über die Bedeutung der Erhaltung natürlicher Lebensräume informiert werden.

Spanien

Anzahl der eingegangenen Vorschläge  196

Anzahl der finanzierten Vorhaben   20

Mittelempfänger     Öffentlicher Sektor 11

     Private Industrie 7

     Sonstiger privater Sektor 1

     NRO  2

Insgesamt zuschussfähige Kosten  18 924 190 EUR

LIFE-Beitrag insgesamt   8 642 831 EUR

Beteiligung des Agrar- und Viehwirtschaftssektors am Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung: Mit dem Vorhaben sollen kleine und mittlere Unternehmen in nichtindustriellen Bereichen der Wirtschaft ermutigt werden, freiwillig die neue EMAS-Verordnung zu übernehmen. Es wird ein innovativer Ansatz der schrittweisen Konzentration auf derzeit bestehende Schwierigkeiten angewandt. Im Zuge des Vorhabens soll gezeigt werden, dass der Umweltsektor auch in landwirtschaftlichen Organisationen spezialisierte Beschäftigungsmöglichkeiten bietet, Kosteneinsparungen herbeiführt und die Effizienz erhöht.

Integrale Umweltverträglichkeit im Tourismus. Ziel ist es, ein umfassendes und exportfähiges europäisches Tourismusmanagementmodell zu schaffen und drei neue umweltverträgliche Tourismusprodukte zu erproben, die sich auf drei Ressourcen stützen: Dinosaurier, Transhumanz und keltiberische Kultur, allesamt in einer hochsensiblen ländlichen Umgebung angesiedelt. Als Ergebnisse werden ein festgelegter Katalog der Auswirkungen des inländischen Tourismus, eine 20%ige Senkung der Kosten für die Erbringung von Dienstleistungen und die Schaffung von zehn Arbeitsplätzen auf direkte Weise und sechzig Arbeitsplätzen auf indirekte Weise erwartet.

Ecotasa Lanzarote. Mit diesem Vorhaben sollen die Tragfähigkeit und Anwendung des Ecotasa-Modells (Umweltsteuersystem) für die Insel Lanzarote als Schritt auf dem Wege zu umweltverträglichem Fremdenverkehr erforscht werden. Auf der Insel ist die Einführung eines neuen Finanzinstruments vorgesehen, das zusammen mit anderen Maßnahmen der Landnutzungsplanung dazu beitragen wird, die Einwirkungen des Menschen auf die Umwelt, insbesondere durch den Tourismus, einzudämmen. Darüber hinaus werden durch das Projekt Mittel zur Erhöhung des Umweltbewusstseins im Tourismussektor geschaffen.

Mycovaldorba. Ziel dieses Vorhabens ist es, verschiedene sozioökonomische Bereiche (ländliche Bevölkerung, verarbeitende Industrie, Tourismus und Forstwirtschaft) in die umweltverträgliche Entwicklung von pilzwachstumsfreundlichen Ökosystemen einzubinden. Es werden ökologische Methoden des Pilzesammelns entwickelt und Rechtsvorschriften zum Schutz der Pilze und ihrer Ökosysteme erarbeitet.

Umweltwerträgliche Gebietsplanung Anella Verda. Im Rahmen des Vorhabens soll die umweltgerechte und umweltverträgliche Entwicklung als fester Bestandteil in die Planung von „Grünzügen" im Ballungsraum Barcelona (RMB) einbezogen werden. Mit dem Schutz dieser Flächen soll verhindert werden, dass sie der zunehmenden städtischen Verdichtung zum Opfer fallen. Im Rahmen des Projekts ist die Entwicklung von drei Maßnahmen zur Sanierung vernachlässigter Stadtrandgebiete geplant.

Modell für die Sanierung und Integration von Wasserressourcen. Derzeit ist die Verschmutzung des Flusses Guadiato auf die oft unbehandelt verkippten Siedlungs- und Industrieabfälle zurückzuführen. Außerdem fallen seit mehreren Jahren verstärkt Abfälle aus der Pflanzen- und Tierproduktion an. Ziel des Vorhabens ist die Wiederherstellung einer ökologisch gesunden und ausgewogenen Entwicklung in Guadiato.

Behandlung und Rückgewinnung von Metallen aus Staubemissionen von Elektroöfen in Stahlwerken. Anhand des Projekts soll auf dem Wege der Demonstration ein innovatives Verfahren für die Behandlung von Stäuben, die in Elektroöfen von Stahlwerken anfallen, vervollkommnet und bewertet werden. Ziel ist es, diese problematischen Abfallstoffe zu inaktivieren. Dies wird erreicht, indem Zink und Blei als Metalle gewonnen und Abgase aus dem Reaktor als Energiequelle genutzt werden.

Sistema ReIntegra. Ziele dieses Vorhabens:

  • Verbesserung der Umweltbilanz im Holzsektor durch die Verringerung der Entstehung von Inertabfällen und die Weiterverwendung der in den einzelnen Produktionsstufen anfallenden Holzabfälle

  • Verlängerung des Lebenszyklus von Holz über die Dauer der industriellen Nutzung hinaus durch die Ermittlung der Quellen von Abfällen, die derzeit nicht oder nur unvollständig genutzt werden

  • Schaffung von Mechanismen und Instrumenten, die es KMU des Holzsektors erlauben, das Material effizienter zu nutzen und die Umweltauswirkungen zu reduzieren

  • Festlegung des Reintegra-Systems zur Optimierung der mittel- und langfristigen Umweltleistung

Erfassung und Recycling von Pestizidflaschen. In Almería im Südosten Spaniens und speziell im Raum El Ejido nehmen Gewächshäuser eine Fläche von ungefähr 40 000 ha ein. Die hier in beträchtlichem Umfang verwendeten Schädlingsbekämpfungsmittel dürfen in Konzentrationen ausgebracht werden, die das in der konventionellen Landwirtschaft zulässige Maß um das 200fache übersteigen. In den vergangenen Jahren hat dies zu einem dringend zu lösenden Problem geführt, da die Verschmutzung des Grundwassers, das in diesem Gebiet die einzige Wasserquelle darstellt, weiter zugenommen hat. Ein weiteres wichtiges Problem sind die Umweltschäden, die durch die Vielzahl der geleerten Pestizidflaschen entstehen.

Nachnutzung von Personalcomputern. Bei diesem Vorhabens geht es um einen Prozess der Wiederverwendung und/oder des Recycling von veralteten Personalcomputern und dazugehöriger Elektronik, der sich dadurch auszeichnet, dass Teile davon für die Herstellung neuer PCs verwendet werden, die dann kostenlos an sozial bedürftige Gruppen abgegeben werden. Ein spezifisches Ziel des Vorhabens besteht darin, die Politik der Gemeinschaft auf dem Gebiet problematischer Abfälle zu unterstützen, indem deren Reduzierung, Wiederverwendung und Recycling gefördert werden. Auf diese Weise lässt sich die unkontrollierte Anhäufung umweltschädlicher Stoffe vermeiden.

Recycling der Gerbereiabwässer in der Lederindustrie. Mit diesem Vorhaben soll die technische und finanzielle Durchführbarkeit des Recycling von Gerbereiabwässern im industriellen Maßstab demonstriert werden. Es wird eine Demonstrationsanlage für die Behandlung und Aufbereitung von täglich 25 m3 Gerbereiabwasser projektiert und errichtet. Das rezyklierte Abwasser kann im industriellen Verfahren verwendet werden, ohne dass die üblichen physikalischen und chemischen Eigenschaften des Leders beeinträchtigt würden.

Verhinderung der Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) in der Industrie. Dieses Projekt dient der Demonstration neuer Technologie für die Minimierung von VOC-Emissionen mittels eines innovativen Verfahrens für das Auffangen, Weiterleiten und Beseitigen flüchtiger organischer Verbindungen durch katalytische Oxidation. Das Verfahren wird der erwarteten Revision der 1999/13/EG entsprechen, in der der Grenzwert von 150 mg/m3 gilt. Durch diese neue Technologie werden sich die direkten und indirekten Auswirkungen von VOC auf die Umwelt, insbesondere auf die Atmosphäre, und damit die potenziellen Gefahren für die menschliche Gesundheit verringern.

Umweltbezogene Verbesserungen in KMU und Rathäusern. Durch dieses Vorhaben sollen KMU und öffentliche Stellen dazu ermutigt werden, sich an Umweltmanagementsystemen auf der Grundlage von EMAS zu beteiligen. Dabei kommen Maßnahmen zum Einsatz, die dazu ausgelegt sind, die Haupthindernisse für die Übernahme umweltfreundlicher Politiken auszuräumen.

Grundwasserführende Schicht des Flusses Tordera. Durch Verbesserung der Qualität von behandeltem Wasser kann dieses zur Auffüllung des Grundwasserleiters, zur Sanierung von Feuchtgebieten und zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen verwendet werden. Ebenfalls inbegriffen ist die Beseitigung schadstoffbelasteter Stellen, die das Einzugsgebiet benachbarter Verwaltungsbezirke beeinträchtigen.

Verfahren zur gemeinsamen Kompostierung. Mit diesem Projekt soll demonstriert werden, dass organische Abfälle, die durch die menschliche Tätigkeit entstehen, d. h. Haushaltsabfälle, Feststoffe aus städtischen Kläranlagen und Pflanzenabfälle aus Parks und Gärten, aus technischer, wirtschaftlicher und umweltbezogener Sicht wertvolle Ressourcen sind.

Nachhaltige Bewirtschaftung aus mykologischer Sicht. Das Vorhaben umfasst die Konzipierung und Anwendung eines Demonstrationsmodells zur mykologischen Bewertung und nachhaltigen Bewirtschaftung für ein Waldgebiet mit einer großen Vielfalt an Pilzen im Süden der Provinz Soria. Das Modell sollte sich leicht auf andere Gebiete mit ähnlichen Merkmalen übertragen lassen.

Prototyp zur Demonstration der Farbstoffreduktion. Der Vorschlag für das Projekt kommt von einem Unternehmen, das Maschinen und Ausrüstungen für die Textilindustrie entwickelt, und zielt darauf ab, den Färbeprozess durch elektrolytische Reduktion des Farbstoffs zu verbessern. Infolge der vollständigen Beseitigung chemischer Reduktionsmittel, die das Ziel des Vorhabens ist, verringert sich nicht nur die Verschmutzung durch die gebrauchte Färbeflotte auf ein Mindestmaß, sondern es wird auch eine einfache Rückgewinnung und mehrfache Wiederverwendung des Färbeflottenwassers ermöglicht. Die Verschmutzung der Luft durch flüchtige Verbindungen, die von Schwefel herrühren, wird ebenfalls beseitigt.

Nachhaltige Bewirtschaftung von Waldland. Bei diesem Demonstrationsvorhaben geht es darum, die Vereinbarkeit von Landwirtschaft und Umweltschutz im Doñaña-Gebiet zu erreichen. Durch spezifische Maßnahmen sollen (1) Landwirte von der Vorteilhaftigkeit umweltverträglicher Produktionsverfahren überzeugt werden, (2) die Arbeitsweise von Forstbetrieben durch effiziente Bewirtschaftung von Land- und Wasserressourcen umweltfreundlicher gestaltet werden, (3) Quellen für die allgemeine Verschmutzung von Oberflächen- und Grundwasser durch Kulturflächen verringert und (4) das staatliche Engagement für Naturschutzgebiete (Natura 2000) erhöht werden.

  • Reinigungsanlage und Reisstrohkompostieranlage. Reisstroh wird bislang nach der Ernte verbrannt und der Schlamm wird auf Deponien abgelagert, da die Bergung des Strohs sich als nicht wirtschaftlich erwies. Ziel des Vorhabens ist die Einrichtung eines Systems, mit dem die Rentabilität der Weiterverwendung des Strohs gesichert ist. Das System wird der EU-Richtlinie 91/156/EWG und der Mitteilung 96/399 entsprechen, die der Wiederverwendung und Wiederverwertung gegenüber anderen Bewirtschaftungsverfahren den Vorrang einräumen.

Integrale Bewirtschaftung von Abfällen in der Fischwirtschaft: Dieses Vorhaben wird sich mit dem Problem des Abfalls aus der Fischwirtschaft an einem wichtigen Standort der Fischereiindustrie befassen. Es umfasst folgende Maßnahmen:

  • Schaffung einer integrierten Organisationsstruktur für die Bewirtschaftung, in der sämtliche Interessengruppen vertreten sind

  • Entwicklung und Optimierung einer selektiven Abfallerfassung. Für die selektive Erfassung werden „Ecopuntos portuarios" (Öko-Stellen in Fischereihäfen) eingerichtet und weiterentwickelt, die für eine effiziente selektive Sammlung ausgelegt sind. Zur Orientierung werden spezielle Hinweisschilder aufgestellt. Die Ausstattung ist so ausgelegt, dass die Stellen Informationen an Nutzer weitergeben und von diesen empfangen können.

  • Erfassung der Abfälle von Fischfangschiffen und Entladung im Hafen. Es wird der Versuch unternommen, Fischereifahrzeuge und Fahrgastschiffe mit kleinen Containern (einige mit Doppelkammern) auszustatten, um die Abfallerfassung zu fördern.

Finnland

Anzahl der eingegangenen Vorschläge  28

Anzahl der finanzierten Vorhaben   5

Mittelempfänger      öffentlich

Insgesamt zuschussfähige Kosten  5 337 706 EUR

LIFE-Beitrag insgesamt    2 580 664 EUR

Regionales Umweltzentrum Nord-Ostbottnien: Integriertes Managementsystem für den Bottnischen Meerbusen. Für die Umweltbeobachtung des Bottnischen Meerbusens sind gegenwärtig fünf Regionalbehörden drei finnische und zwei schwedische zuständig. Daraus ergeben sich Probleme bei der Überwachung, insbesondere im Küstenbereich. Ziel des Projekts ist es, ein vollständiges Bild vom Zustand der Meeres- und Küstenumwelt des Meerbusens zu erhalten und die entsprechenden Einflussfaktoren zu ermitteln sowie den Informationsaustausch zwischen den Hauptakteuren zu verbessern.

Regionales Umweltzentrum Süd-Savo: Rolle der Uferzone als Teil eines optimalen Modells für die Umweltbeobachtung und die Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung.

Ziel ist die Planung eines kostengünstigen, umfassend anwendbaren integrierten Überwachungssystems für den Uferbereich im Einzugsgebiet des Flusses Vuoksi. Darüber hinaus soll das System als allgemeines grundlegendes Hilfsmittel für das Management der Wasserqualität von Flussbecken dienen.

MTT Agrifood-Forschung Finnland: Ökodesign- und -marketingmodell für ländliche Produkte und Dienstleistungen. Bei diesem Projekt geht es darum, das Potenzial kleiner Unternehmen für eine stärkere ökologische Ausrichtung ihrer Tätigkeit zu bewerten. Dazu werden wichtige umweltrelevante Stärken ermittelt, die sich für die Erzeugung und Vermarktung nutzen lassen.

Regionalrat von Südwest-Finnland: Strategie zur Bewirtschaftung von Küstengebieten in Südwest-Finnland. Anliegen des Projekts ist die Entwicklung und Umsetzung innovativer und wirksamer Maßnahmen für eine integrierte Bewirtschaftung von Küstengebieten unter Mitwirkung aller Beteiligten. Dazu gehört auch die Schaffung von Rahmenbedingungen für die Entscheidungsfindung, damit sichergestellt ist, dass die besonderen Gegebenheiten des Gebiets Berücksichtigung finden.

Stadt Lohja: Integriertes Management des Karjaanjoki-Flussbeckens. Ziel des Projekts ist die ökologische Sanierung des Flusseinzugsgebiets und der Gewässerökosysteme mit Hilfe eines Netzwerks von Beteiligten und einer breiten Palette von Maßnahmen.

Frankreich

Anzahl der eingegangenen Vorschläge  50

Anzahl der finanzierten Vorhaben   6

Mittelempfänger     öffentlich  4

          privat  1

          NRO  1

Insgesamt zuschussfähige Kosten  9 915 800 EURO LIFE-Beitrag insgesamt    4 351 081 EURO

E-COPORT: Ziel dieses Projekts ist es, die Menge von im Meer verklappten Abfällen zu verringern und den Schutz der Meeresumwelt zu verstärken. Das System wird eine spezielle und optimierte Organisation aller Abfallwirtschaftsbeauftragten eines Hafens zur Folge haben, so dass ein respektvoller und professioneller Umgang mit der Umwelt erreicht wird. Erfüllt werden sollen die Anforderungen der Zertifizierung nach ISO 14001 (Maßnahmen, Verfahren und Anlagen).

Eco Design Interactive Tool - EDIT: Entsprechend den Vorgaben der Richtlinie über Altfahrzeuge soll der Recyclinganteil bei verschrotteten Fahrzeugen gesteigert und der zur Entsorgung auf Deponien verbleibende Anteil bis 2005 auf 16 % und bis 2015 auf 5 % gesenkt werden. Mit Hilfe des EDIT-Projekts wird der Verband für flexible Verpackungen (Flexible Packaging Association - FPA) ein integriertes Konzept für das Produktdesign zur Anwendung bringen. Durch dieses Konstruktionskonzept für Fahrzeugteile, das sämtliche Umweltparameter während des gesamten Produktlebenszyklus einschließt, wird sich die Umweltbilanz verbessern.

EDEN: abgestimmte umweltorientierte Entwicklung um die Weiher der Narbonne. Angesichts der wachsenden Belastung dieser Lagunen am Mittelmeer durch den Menschen sollen unter dem Dach des EDEN-Projekts alle örtlichen Beteiligten der Wirtschaftsentwicklung und Regionalplanung zusammengeführt werden, um eine umfassende und kombinierte Entwicklung dieses Gebiets nach folgenden Gesichtspunkten zu erreichen:

  • rationelle Nutzung und Verbesserung der natürlichen Ressourcen der Mittelmeerlagunen,

  • Verringerung der Umweltbelastung durch den Menschen,

  • Förderung einer umweltgerechten Wirtschaftstätigkeit.

Geo-Klärung, Evapotranspiration von Abwasser - GEOASSEV: Dieses Vorhaben wird die Machbarkeit und Zuverlässigkeit eines innovativen Systems zur individuellen oder halbkollektiven Abwasserbehandlung für kleine Feriensiedlungen wie auch für Wohnsiedlungen in gefährdeten Küstenbereichen beweisen. Es werden Abwasserabflusstests bei unterschiedlichen Boden-, Grundwasser- und Klimabedingungen durchgeführt. Ziel ist die Verbesserung der chemischen und bakteriologischen (Bade-)Qualität des Oberflächenwassers und die Schonung der Wasserressourcen durch die Nutzung von Abwasser für die Bewässerung.

Umweltverträgliche Mobilitätsinitiativen zum Nutzen der Umwelt - SMILE: Ziel dieses Vorhabens ist es, die negativen Auswirkungen des Stadtverkehrs zu verringern, indem umweltverträgliche Mobilitätsinitiativen in Städten gefördert und gezeigt werden. Die in einigen Mitgliedstaaten bestehende Initiative eines autofreien Tages wird geographisch ausgedehnt und durch Mittel, Modelle und Empfehlungen ergänzt.

Echtzeitmanagement und Koordinierung einer städtischen Kanalisation mit Bezug auf die Qualität der natürlichen Umwelt - PISYS: Bei diesem Vorhaben geht es um die Festlegung einer Managementstrategie für den Regen- und Abwasserabfluss durch Integration auf der Eintragsseite. Dadurch wird es möglich sein, Wasserströme je nach Wasserqualitäts- und Umweltparametern in eine Kläranlage, in natürliche Wasserläufe oder in Abwassersammelbecken zu leiten.

Irland

Anzahl der eingegangenen Vorschläge  9

Anzahl der finanzierten Vorhaben   2

Mittelempfänger    öffentlich (örtliche Behörden)

         NRO

Insgesamt zuschussfähige Kosten 3 901 704

LIFE-Beitrag insgesamt   1 889 737

Abschätzung der Umweltfreundlichkeit, Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung zur Verbesserung der regionalen Umwelt sowie entsprechende Berichterstattung: Bei diesem Projekt wird ein EU-weites Netz für die Abschätzung der Umweltfreundlichkeit und für das Umweltmanagement eingerichtet. Ziel ist es, durch Innovation und Anwendung des Modells für die Abschätzung der Umweltfreundlichkeit und die Weitergabe von Kenntnissen zwischen den Mitgliedstaaten die ständige Verbesserung der Umweltfreundlichkeit bei Unternehmen im gesamten EU-Raum zu unterstützen. In Zusammenarbeit mit 250 Unternehmen wird ein umfassender Komplex von Umweltfreundlichkeitsindikatoren für die Ressourcennutzung, Treibhausgasemissionen, gesetzlich vorgeschriebene Kontrollen und die Umweltberichterstattung entwickelt.

Kommunale Aktion für die Vermeidung, die Wiederverwendung und das Recycling von Elektro- und Elektronikaltgeräten: Bei diesem Vorhaben wird über die Bildung einer dauerhaften Partnerschaft des öffentlichen, des privaten und des nicht staatlichen Sektors im Raum Dublin ein Modell für die Rückgewinnung und Verwertung von IT-Geräten entwickelt. Für nicht wiederverwendbaren Elektro- und Elektronikaltgeräte wird das neue Unternehmen die neuesten Anlagen zum Recycling, zur Rückgewinnung und zur Entsorgung bereitstellen. Aus dieser Initiative entstehen Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für die einheimische Bevölkerung, und sie wird zur Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung in der Region beitragen.

Italien

Anzahl der eingegangenen Vorschläge   226

Anzahl der finanzierten Vorhaben   19

Mittelempfänger       privat  3

            öffentlich (örtliche Behörden) 16

Insgesamt zuschussfähige Kosten 21 597 915 EUR

LIFE-Beitrag insgesamt     9 629 383 EUR

Vier Projekte sind dem umweltverträglichen Fremdenverkehr gewidmet. Die Gemeinde Jesolo will die Umweltauswirkungen des Fremdenverkehrs durch eine integrierte Produktpolitik reduzieren. Die gemeinde Tuenno wird innovative Planungsinstrumente für den Erhalt und die schonende Nutzung der Umweltressourcen in einer Alpenregion einsetzen. Die Provinz Rimini wird die Integration zwischen Fremdenverkehr und Umweltstrategien in einem touristisch intensiv genutzten Gebiet verbessern. Die gemeinde Faenza plant die Sanierung von Grünflächen, die unter schlechter Pflege gelitten haben. Das Gelände einer ehemaligen Sandgrube wird als Besucherzentrum genutzt, um so vor Ort das Bewusstsein für Umweltbelange zu erhöhen.

Bezüglich des integrierten Umweltmanagements wird die gemeinde Villasimius zur breiteren Einführung des Umweltmanagements und der Umweltbetriebsprüfung in der Planung und Verwaltung beitragen, um so den Umweltschutz zu verbessern. Die Provinz Vicenza wird die negativen Umweltauswirkungen des Gerbereigewerbes im Chiampo-Tal unter Einbeziehung aller Beteiligten reduzieren und gleichzeitig die weitere industrielle Entwicklung fördern.

Zwei Vorhaben sind der integrierten Bewirtschaftung von Küstengebieten gewidmet. Die ProvinZ Taranto wird einen Plan zum Schutz der Küste von Salentina im Ionischen Meer durchführen. Der parco nazionale delle cinque terre wird eine Reihe ökologisch und wirtschaftlich verträglicher Maßnahmen zum Schutz und zur Sanierung eines Teils von Cinque Terre durchführen.

Die gemeinde dozza wird öffentliche und private Arbeiten zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung und Erosion im Einzugsbereich des Flusses Sellustra planen und leiten.

Die Gemeinde ferrara wird Methoden der umweltverträglichen Entwicklung in örtlichen Verwaltungen in Stadtgebieten Italiens anwenden.

Im Bereich Ökodesign bemüht sich das Consorzio casa toscana um die Anwendung umweltverträglicher Verfahren bei der Fertigung von Möbeln und Armaturen.

Agip petroli wird ein innovatives Verfahren der besten verfügbaren Techniken (BVT) für die Rauchgasentschwefelung erproben und validieren, bei dem ein Absorptionspuffer zum Einsatz kommt, der die Rückgewinnung des Schwefels ermöglicht.

Zur Verringerung der Emission von Treibhausgasen wird die Universität Florenz (Fakultät Energie) ein innovatives GIS-Instrument konzipieren, einsetzen und validieren, das die Flächennutzungsplanung im Hinblick auf eine effiziente Nutzung von Biomasse als Brennstoff in Kraftwerken optimieren soll.

Im Bereich Abwasserbehandlung wird die gemeinde Arcugnano integrierte Phytoreinigungsverfahren demonstrieren, die in landschaftlich schönen Gebieten die herkömmlichen Abwasserbehandlungsmethoden ablösen sollen. Im Rahmen des Projekts wird die Durchführbarkeit des Verfahrens beim Wasser des Fimon-Sees erprobt und gleichzeitig der Fremdenverkehr in diesem Gebiet gefördert.

Die KOMMUNE genUa wird ein integriertes, kombiniertes Management ihrer städtischen Kanalisation mittels Echtzeit-Mehrfachsensoren (Regen-, Durchfluss-, Trübungsmesser, preiswertes Wetterradar) und Regenfreiland- und Netzwerkmodellierung realisieren. Ausgewählte Anlagen werden modernisiert (Schleusentore, Pumpstationen).

Die agenzia regionale per la protezione dell'ambiente wird unter Einbeziehung aller Beteiligten einen Beitrag zur Entwicklung eines Konzepts für die Wasserwirtschaft und die landwirtschaftliche Erzeugung leisten, wobei letztere als Hauptursache für die Grundwasserverschmutzung gilt.

Im Bereich Abfallwirtschaft wird die ente nazionale del cilento e vallo di diano anstreben, die Umweltauswirkungen des Abfalls von Olivenölmühlen deutlich zu verringern.

Im Bereich Luftverschmutzung wird die Fondazione Salvatore Maugeri ein städtisches Überwachungssystem mit hoher zeitlicher Auflösung für flüchtige organische Verbindungen (Benzen, 1,3-Butadien, Methylterbutylether und andere) entwickeln.

Niederlande

Anzahl der eingegangenen Vorschläge  32

Anzahl der finanzierten Vorhaben   10

Mittelempfänger     private Wirtschaft 4

          öffentlich (örtliche Behörde) 3

          NRO  3

Insgesamt zuschussfähige Kosten  14 911 049 EUR

LIFE-Beitrag insgesamt    4 032 272 EUR

DROP-WISE: Bei diesem Projekt wird in angemessenem Maßstab die Durchführbarkeit und Kostengünstigkeit einer integrierten Wasserwirtschaft in europäischen Klein- und Großstädten gezeigt. Zu den Neuerungen gehören die gesonderte Ableitung von Regenwasser von versiegelten Flächen und Dächern direkt in Oberflächenwasserläufe, die Nutzung von Regenwasser in einem Brauchwassersystem für Toilettenspülungen, zum Autowaschen und zur Brandbekämpfung sowie die Verhinderung einer sich ausbreitenden Verunreinigung infolge einer Verbindung von Reinwasser- und Brauchwassersystemen.

Anwendung intelligenter Pump-und-Behandlungsverfahren durch Umlenkung der natürlichen Grundwasserströme: Die Projektziele lauten:

    1 Schutz des Grundwassers durch Einsatz einer innovativen Technik zur Kontrolle von Verunreinigungsquellen und Verhinderung der Ausbreitung von Verunreinigung,

    2 Demonstration eines langsamen, gesteuerten Pumpverfahrens zur verzögerten Freisetzung von Verunreinigungen an Standorten in Verbindung mit einem Grundwasserumleitungssystem, so dass das Grundwasser bestimmte „Brennpunkte" nicht mehr erreicht,

      Beseitigung unterschiedlicher Arten und Konzentrationen von Verunreinigungen mit Hilfe natürlicher Verfahren.

Integrierte Gesamtwasserwirtschaft für sieben Branchen: Bei diesem Vorhaben wird die Gesamtwasserwirtschaft durch Partnerschaft für bestehende Industriegebiete mit folgenden Zielen gefördert:

  • Verringerung der Entnahme von wertvollem Grundwasser auf ein Mindestmaß durch das Sammeln und Verwenden von Oberflächenwasser,

  • Vermeidung des Abflusses von Nitraten und Schwermetallen in Oberflächenwasser,

  • interne Maßnahmen guter Haushaltsführung,

  • Reduzierung des Wasserverbrauchs (auch bei der Stromerzeugung mit Wasserkraft und der chemischen Produktion),

  • Feststellung von Synergien bei unterschiedlichen Abwassersystemen.

RAS. Bei vielen vorhandenen Kanalisationssystemen kommt es aufgrund von Lecks und mangelnder Überlaufkapazität zur Verschmutzung von Grund- und Oberflächenwasser. Zudem fallen Ableitungshöchststände zeitlich mit Überläufen infolge von Regenwasser zusammen. Im Rahmen des Projekts wird ein neues System (Smart Flow) eingeführt, das in einer bestehenden Kanalisation zum Einsatz kommt, bei dem aber die der Kläranlage zugeführte Regenwassermenge begrenzt ist. Die Pumpstationen werden in geringerem Maße Höchststände zu bewältigen und damit weniger Kapazitätsprobleme haben.

Zero Emission Lacquer: Inhalt dieses Vorhabens ist

  • die Demonstration eines emissionsfreien Dreikomponentenlacks für die Metallindustrie im großtechnischen Maßstab, der die überaus hohen Anforderungen dieser Branche erfüllt und mittels moderner Spritzlackiertechnik aufgebracht werden kann,

  • unmittelbare Reduzierung der Umweltauswirkungen des Produkts und Verbesserung der Arbeitsbedingungen (verringertes Einatmen krebserregender Stoffe),

  • aktive Werbung für die Ergebnisse bei den europäischen Herstellern von Metallanstrichfarben.

Detective: Flüssiges CO2 kann ein wettbewerbsfähiger Ersatz für Perchlorethylen (für den Menschen vermutlich krebserregend) und andere Lösungsmittel sein, die bei der Trockenreinigung von Textilien und Leder zum Einsatz kommen. Bei diesem Vorhaben wird ein „sauberes" und umweltverträgliches Präventions- und Recyclingverfahren gezeigt, das die derzeitigen Verfahren mit organischen Lösungsmitteln ersetzt.

EQuation: Demonstrations- und Verbreitungsvorhaben zur Gewinnung von Architekten und Kommunalbehörden für umweltverträgliches Bauen mittels innovativer Planungswerkzeuge: EQuation wird zeigen, dass die gemeinsame Sprache bei den zuvor entwickelten Werkzeugen ECO-Quantum (NL) und ENVEST/EcoHomes (UK) die Umweltauswirkungen von Gebäuden messbar, wiederholbar und effizient verringern wird. Im Zuge des Projekts EQuation werden die Werkzeugen optimiert und die Ergebnisse verbreitet. EQuation richtet sich an Entscheidungsträger, Konstrukteure, Kunden/Bauherren, Bauunternehmen und Interessensgruppen/Verbraucher und soll die Lücke zwischen Forschungsergebnissen und Planen und Bauen in der Praxis schließen. Das Projekt lässt sich als Verbreitungs-, Demonstrations- und Durchführungsvorhaben charakterisieren.

Demonstrationsvorhaben Plus Punten Rotterdam: Bei diesem Projekt wird die Wirksamkeit einer Karte namens „PlusPunten" (Pluspunkte) in Rotterdam demonstriert, die zur Umweltverträglichkeit motivieren soll. Mit der Karte wird das Anliegen verfolgt, die verbrauchsbedingten Umweltfolgen zu verringern und die Verhaltensmuster von Verbrauchern in Richtung Umweltverträglichkeit zu verändern.

Ein zunehmende Nachfrage nach umweltfreundlichen Konsumgütern dürfte zu einem steigendem Angebot in diesem Bereich führen, was wiederum zum Vorteil der umweltverträglichen Produktionsverfahren wäre.

Konkrete Zielbereiche sind der öffentliche Nahverkehr, Abfalltrennung und -recycling sowie „grüne" Finanzprodukte. Das Projekt PlusPunten wird im Raum Rotterdam mit 600 000 Einwohnern durchgeführt.

Umweltzeichen für umweltverträglichen Tourismus in Europa: Bei diesem Vorhaben wird gezeigt, wie Umweltzeichen wirksam zur Durchsetzung der Umweltverträglichkeit im europäischen Fremdenverkehrsgewerbe beitragen können. Dabei werden Umweltindikatoren und -normen in die Anforderungen für Umweltzeichen integriert. Für die Festlegung allgemeingültiger Standards, für gemeinsame Werbung und ein hohes Maß an Transparenz bei den Umweltzeichen werden Partnerschaften genutzt. Mittels einer Informationskampagne (vor allem im Jahr 2002, dem UNO-Jahr des Ökotourismus) sollen sowohl Gewerbetreibende als auch Verbraucher auf die Umweltzeichen und die Thematik des umweltverträglichen Fremdenverkehrs aufmerksam gemacht werden.

Portugal

Anzahl der eingegangenen Vorschläge  20

Anzahl der finanzierten Vorhaben   2

Mittelempfänger      öffentlich

Insgesamt zuschussfähige Kosten  1 639 877 EUR

LIFE-Beitrag insgesamt    814 098 EUR

Integriertes Management in der Schweinehaltung. Bei diesem Vorhaben geht es um die Entwicklung und Umsetzung der Integration von Umweltbelangen und -management in der Schweinehaltung und bei der lokalen Flächennutzungsplanung mit dem Ziel, die nachteiligen Umweltauswirkungen der Schweinehaltung zu reduzieren.

Bewertung und Management von Luftqualität und sozialen Auswirkungen. Die Region Sines verfügt über ein kleinflächiges Netz zur Überwachung der Luftqualität, aber nicht über die Hilfsmittel, die dort gemessene Luftqualität zu analysieren. Im Rahmen dieses Projekts werden quantitative Daten zur Luftqualität bereitgestellt und die Kosten der Überwachung bezogen auf die Bevölkerungsdichte, Fläche und Naturressourcen untersucht.

Schweden

Anzahl der eingegangenen Vorschläge  20

Anzahl der finanzierten Vorhaben   8

    Mittelempfänger     private Wirtschaft 5

              öffentlich  3

Insgesamt zuschussfähige Kosten  19 687 121 EUR

LIFE-Beitrag insgesamt    7 238 955 EUR

Arboritec AB: Lacke mit geringem Lösungsmittelanteil auf der Basis neuer Bindemittel.

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Lacke sind im wesentlichen eine Kombination aus einem chemischen Bindemittel, einem Farbstoff und einem Lösungsmittel. Lösungsmittel sind oft giftig und umweltschädlich. Bei organischen Lösungsmitteln besteht jedoch die Möglichkeit, sie durch Wasser zu ersetzen. Anliegen dieses Projekts ist eine breitere Verwendung eines neuen Bindemitteltyps, der vom Mittelempfänger entwickelt wurde. Im Rahmen des Projekts wird Händlern, Anwendern in der Industrie und Verbrauchern die Verwendung dieses Lacks mit niedrigem Lösungsmittelanteil vorgeführt.

Gemeinde Växjö: Europäisches Ökobudget-Pilotprojekt für Kommunalbehörden zur Förderung der Umweltverträglichkeit im kommunalen Bereich: Das Konzept der ökologische Haushaltsführung entstand durch das internationale Interesse an einer Einbeziehung des Nachhaltigkeitsansatzes in das Umweltmanagement. Bei diesem Vorhaben geht es um Themen aus dem 6. Umweltaktionsplan. Es wurde festgestellt, dass es an allgemeinen Rahmenbedingungen sowie praktischen Verfahren und Instrumenten für integrierte politische Entscheidungen über Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene mangelt. Ziel des Vorhabens ist die Einführung einer umweltverträglichen Verwaltung in neun Gemeinden Deutschlands, Griechenlands, Italiens, Schwedens und des Vereinigten Königreichs.

Avesta Sheffield AB: Recycling von Salpetersäure aus Abfallbeize mittels Elektrodialyse:

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Beizen ist ein chemisches Verfahren zur Entfernung von Oxiden aus der Oberfläche von Edelstahl, wobei starke Säuren, namentlich Salpetersäure, verwendet werden. Das dabei abfließende Medium enthält Nitrate, die für die Eutrophierung von Wasserläufen verantwortlich sind. Im Rahmen des Projekts wird eine Elektrodialyseanlage für das Nitratrecycling in großtechnischem Maßstab errichtet, die vollständig in den herkömmlichen Säurebehandlungsprozess eingebunden ist. Das Verfahren wird in den verschiedenen, vom Mittelempfänger betriebenen Anlagen gefördert.

Norrmejerier ekonomiska föreningen: Recycling von Molkereirückständen und Energierückgewinnung: Bei der Milchverarbeitung fallen große Menge Abwasser, Molke und andere organische Abfälle an. Diese Abfälle sind in allen Molkereien gleich und können wieder verwendet werden. Bei diesem Vorhaben geht es um die Konstruktion und den Bau einer Demonstrationsanlage, bei der hochwertiges Eiweiß und energiehaltige Fette aus Molkereiabwässern zurückgewonnen werden. Die Rückstände werden aufbereitet und wieder verwendet, und aus dem Abwasser wird die Wärmeenergie rückgewonnen.

Bezirksforstverwaltung Västerbotten: Demonstration der Nutzung von Satellitenaufnahmen, Schätzungen und des Internets in der Forstwirtschaft zum Schutz der Natur und zur Verhütung von Umweltunfällen: Die zunehmende Betonung der Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur Planung und Überwachung forstwirtschaftlicher Tätigkeiten. Satellitenaufnahmen und Internetanwendungen können genutzt werden, um ökologisch wertvolle oder gefährdete Gebiete in Wäldern ausfindig zu machen. Im Rahmen des Projekts werden weitere Verfahren zur Sicherung einer nachhaltigen Forstwirtschaft einschließlich Umweltschutz entwickelt. Die Verhütung von Umweltunfällen bei forstwirtschaftlichen Arbeiten durch eine neue Technologie wird für eine Reihe verschiedener europäischer Waldarten demonstriert.

AB Chem Dimension: Neue Kühlverfahren für die Metallbearbeitung:

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Die Metallbearbeitung in der Industrie erfordert oft unterschiedliche Sorten von Öl zum Schmieren und Kühlen von Metall und Werkzeugen. Diese Schmiermittel sind in aller Regel aus Umweltsicht problematisch und schwierig wieder zu verwenten.

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Bei dem Projekt werden zwei Lösungen für Umweltprobleme entwickelt. Bei der ersten einem Trockenverfahren werden die zu bearbeitenden Teile mit Hilfe von Kohlendioxid-/Pflanzenöldampf gekühlt. Das Ergebnis ist eine gegenüber den derzeitigen Kühlverfahren einfachere Behandlung und Entsorgung des Abfalls. Bei der zweiten Lösung wird umweltfreundliches und wieder verwentbares Öl benutzt. Die schädlichen Konservierungsmittel werden durch Filtrierung reduziert, und das Schmiermittel lässt sich nahezu vollständig wieder verwenden.

Svenska Retursystem AB: Integrierte wieder verwendbare Kunststoffkisten und -palletten, Vermeidung von Verpackungsabfällen, umweltverträglicher Vertrieb von Alltagswaren in Europa: EU-weit gibt es etwa 250 000 Lagerorte. Jedes Jahr werden ca. 280 Mio. Paletten gebraucht, um 8 Mrd. Kisten mit Waren von den Erzeugern zu diesen Lagern zu befördern. Der überwiegende Teil wird weggeworfen oder zu Packpapier verarbeitet. Es existieren keine allgemeinen Normen, jeder Wirtschaftszweig und Hersteller hat sein eigenes System. Bei dem Vorhaben wird eine die Funktionalität und Effizienz wieder verwendbarer Transportartikeln (Reusable Transport Items - RTI) in großtechnischem Maßstab gezeigt und beurteilt. Die Demonstration wird in der Provinz Scania sowie in Stockholm stattfinden. Bei der Demonstration in Scania geht es in erster Linie um die technischen Merkmale der Verwendung von RTI, während in Stockholm die überregionale Logistik und Kommunikation beim Einsatz von RTI im Mittelpunkt stehen.

Bezirksforstverwaltung Mälardalen: Möglichkeiten, den Erholungswert von Waldgebieten des städtischen Umlands für die Menschen zu erhöhen: 80 % der EU-Bevölkerung leben in städtischen Ballungsräumen mit mindestens 10 000 Einwohnern, und 20 % in Städten mit über 250 000 Einwohnern. Der größte Teil der Menschen ist mittlerweile nicht mehr an Waldgebiete gewöhnt, die fast während der gesamten Zeit der Evolution des Menschen hindurch dessen natürliches Lebensumfeld bildeten. Bei diesem Projekt werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Erholungswert in Wäldern des städtischen Umlands für die Allgemeinheit erhöht und verbessert werden kann. Außerdem wird die Einrichtung von Pilot-Erholungsgebieten in Schweden und Frankreich gefördert.

Vereinigtes Königreich

Anzahl der eingegangenen Vorschläge  34

Anzahl der finanzierten Vorhaben   3

Mittelempfänger    öffentlich (örtliche Behörden)

Insgesamt zuschussfähige Kosten 3 735 701 EUR

LIFE-Beitrag insgesamt   1 838 247 EUR

Peer-Reviews für die umweltverträgliche Stadtentwicklung in Europa: Das Konsortium des Projekts wird unter Anwendung der Peer-Review-Methode der OECD ein europaweites Verfahren zur Erfassung und Förderung der umweltverträglichen Entwicklung in europäischen Städten aufstellen. Die Methode wird in acht Städten erprobt (Newcastle-upon-Tyne, Birmingham, Leipzig, Malmö, Nottingham, Den Haag, Venedig und Wien) und umfasst zwei Pilotdurchläufe zur Leistungsbeurteilung. Die Partnerstädte werden Aktionsprogramme durchführen, durch die die umweltverträgliche Stadtentwicklung in allen Städten um 10 bis 25 % verbessert werden soll.

Weiterverwendung unternehmerischer und kommunaler Maßnahmen für umweltverträgliches Wirtschaften: Bei diesem Vorhaben werden infrastrukturbezogene und damit verbundene Maßnahmen erprobt und unterstützt, um das Aufkommen an elektronischen Büroaltgeräten in einem großen Stadtgebiet zu senken. Das Hauptaugenmerk wird auf Geräten aus Unternehmen im Zentrum Londons und deren Weiterverwendung durch die Bevölkerung in angrenzenden, strukturschwächeren Gebieten liegen. Ziel ist es, im Jahr durchschnittlich 7000 IT-Geräte und andere Büroaltgeräte vor der Deponie oder Verbrennung zu retten und an Nutzer im ehrenamtlichen und kommunalen Bereich abzugeben.

Das Ythan-Projekt - Nachhaltige Flächenbewirtschaftung im Ythan-Einzugsgebiet: Bei diesem Projekt geht es darum, den Wert einer Einbeziehung breiterer Bevölkerungsschichten in die Entwicklung einer nachhaltigen Flächenbewirtschaftungspraxis im Einzugsgebiet des Flusses Ythan, Schottlands erstem ausgewiesenen großflächige nitratgefährdeten Gebiet, zu ermitteln. Die Hypothese lautet, dass die Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung in die Lösungssuche durch eine optimalere Ausrichtung, Förderung, Integration und Akzeptanz der Maßnahmen zu besseren Ergebnisse führt. Im Rahmen des Projekts werden Maßnahmen getroffen, um den Eintrag einer Reihe von Schadstoffen verringern zu helfen und auf diesem Wege die Qualität des Flusswassers und der angrenzenden Ökosysteme zu verbessern. Die Prüfung wird genutzt, um ein Modell für das Zusammenwirken von Kommunen und Körperschaften öffentlichen Rechts bei Fragen der Flächenbewirtschaftung in Flusseinzugsgebieten zu entwickeln.


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