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IP/00/1332

Brussels, 21 November 2000

Von der EU finanzierte Elektrizitätslieferungen nach Serbien laufen heute an

Mit den ersten Elektrizitätsimporten aus Bulgarien wurde die Umsetzung der Soforthilfemaßnahmen der Europäischen Union für Serbien beschleunigt. Gegen Mitternacht trafen die ersten Elektrizitätlieferungn ein. Der für Außenbeziehungen zuständige Kommissar, Chris Patten, versprach letzten Monat ein rasches Eingreifen der EU, um den dringenden Bedarf der serbischen Bevölkerung vor dem Einsetzen des Winters zu decken. Heute erklärte er: "Natürlich wird dieser Winter für Serbien sehr problematisch, insbesondere was den Energiebedarf anbetrifft. Wie werden alles in unserer Machts Stehende tun, um diese schwierige Situation zu erleichtern. Ich freue mich, dass unsere Hilfe bereits früher als vorgesehen einsetzen konnte und sich für das ganze Land positiv auswirken wird."

Im Rahmen eines Vertrags zwischen der serbischen Elektrizitätsgesellschaft (EPS) und NEK Bulgaria wurden monatliche Lieferungen von 144 GWh für die Zeit vom 21. November bis 31. Dezember 2000 vereinbart. Letzte Woche unterzeichnete die Europäische Kommission ein Abkommen mit der EPS über die Bereitstellung von 30 Mio. € für Elektrizitätsimporte. Die mit der NEK Bulgaria vereinbarten Lieferungen werden mit der ersten Tranche dieses Zuschusses, die sich auf maximal 7,6 Mio. € beläuft, finanziert. Die Kommission wäre bereit, im Bedarfsfall für Elektrizitätsimporte weitere Mittel über die bereits zugesagten 30 Mio.€ hinaus zur Verfügung zu stellen, bis zu einem Gesamtbetrag von 46 Mio. €.

Die täglichen Heizöllieferungen für Serbien haben bereits am 11. November begonnen. Das Heizöl ist für Fernheizwerke, Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten und sonstige Sozialeinrichtungen in den Städten Nis,, Sombor, Subotica, Novi Sad und Pirot bestimmt. Ab dem 23. November sollen vier Umschlagzentren in Serbien (zwei in Belgrad und zwei in Nis) mit erheblichen Mengen Heizöl beliefert werden, wobei die erste Lieferung für Belgrad bestimmt ist. Bis zum Jahresende sollen 16.800 t Dieselöl und 63.600 t Schweröl im Wert von 20 Mio. € an diese Lager geliefert werden. Zusätzlich werden Kraftwerke und Kohlegruben direkt mit 3.400 t Dieselöl und 17.200 t Schweröl beliefert, damit ihr Betrieb im Winter aufrecht erhalten werden kann.

Diese Einfuhren gehören zu dem Soforthilfepaket der Europäischen Kommission im Wert von insgesamt 200 Mio. €, das im Oktober auf der Tagung des Europäischen Rates in Biarritz beschlossen wurde. Das Hilfepaket umfasst die Lieferung von Energie, Arzneimitteln und Nahrungsmitteln. Die Kommission will außerdem ihr Programm "Schulen für Demokratie" auf ganz Serbien ausdehnen, ein neues Programm mit der Bezeichnung "Städte für Demokratie" auf den Weg bringen und weitere Unterstützung für die unabhängigen Medien bereitstellen.


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