Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

IP/00/1313

Brussels,15 November 2000

Ab nächster Woche beginnen EU-finanzierte Energieimporte für Serbien

Die Europäische Kommission hat mit dem serbischen Elektrizitätsversorgungsunternehmen EPS einen Vertrag über Elektrizitätsimporte nach Serbien für den kommenden Winter im Wert von 30 Mio. € (ca. 60 Mio. DM) unterzeichnet. Die ersten Stromlieferungen im Rahmen dieses Programms werden voraussichtlich aus Bulgarien stammen. Im Bedarfsfall sollen vor dem Ende der Heizperiode weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Die Wirkung dieser Unterstützung wird für die Serben schon innerhalb weniger Tage spürbar sein. Die Elektrizitätsimporte erfolgen im Anschluß an die erste der für dieses Jahr vorgesehenen Öllieferungen im Rahmen des EU-Programms "Energie für Demokratie". Diese Lieferungen sollen im Laufe der nächsten Wochen in rascher Folge fortgesetzt werden. Durch die von der EU finanzierten Energielieferungen dürfte ungefähr die Hälfte des Brennstoffbedarfs während der Heizperiode gedeckt werden.

Die Unterstützung der EU wird durch die heutige Ankündigung eines weiteren Vertrags über Elektrizitätsimporte im Wert von 15 Mio. €, der bilateral mit Deutschland unterzeichnet wurde, und die von Schweden finanzierte Lieferung von Ersatzteilen für den Energiesektor zusätzlich verstärkt.

Catherine Day, stellvertretende Generaldirektorin der GD Außenbeziehungen erklärte:

"Vor drei Wochen versprach Kommissar Patten ein rasches Eingreifen der EU, um den dringenden Bedarf der serbischen Bevölkerung vor dem Einsetzen des Winters zu decken. Mit den Heizöllieferungen vom letzten Wochenende, die derzeit fortgesetzt werden, und der heutigen Vertragsunterzeichnung werden wir unseren Zeitplan einhalten und deutlich machen, dass wir unsere Versprechen gegenüber einem demokratischen Serbien einhalten."

"Die Europäische Union hat vor dem Machtwechsel in Serbien klar zu verstehen gegeben, dass die Entscheidung für Demokratie auch eine Änderung unserer Politik in Bezug auf Serbien zur Folge hätte. Sie haben nun eine rasante Entwicklung eingeleitet und mit der wir Schritt halten wollen. Und wir bemühen uns ebenso rasch wie die Energielieferungen auch andere Mechanismen für die Lieferung von Nahrungsmitteln, Arzneimitteln und Material für die Instandsetzung der lokalen Infrastruktur in Gang zu setzen."


Side Bar