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IP/00/1093

Brüssel, 2. Oktober 2000

Kommissionsmitglied Nielson begrüßt gegenüber UNHCR in Genf Zusammenarbeit von Kommission und Vereinten Nationen bei Flüchtlingskrisen

Auf Einladung der UN-Hochkommissarin für Flüchtlinge, Sadako Ogata, nahm der für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zuständige Kommissar Poul Nielson heute in Genf an der 51. Arbeitstagung des Exekutivausschusses des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) teil. Ebenfalls anwesend war UN-Generalsekretär Kofi Annan. Bei dieser Gelegenheit erklärte Nielson: "Die Zusammenarbeit zwischen den humanitären Einrichtungen der Vereinten Nationen und der Kommission, vor allem über das Amt für Humanitäre Hilfe (ECHO), stellt einen der Stützpfeiler für ein wirksames Eingreifen in Flüchtlingskrisen dar und ist der beste Nachweis für die europäische und internationale Solidarität mit den Opfern."

Kommissar Nielson berichtete dem UNHCR über die von der Kommission über ECHO geleistete Unterstützung. Er erklärte: "Im Interesse der Begünstigten muss unsere Partnerschaft sich auf Schnelligkeit, Qualität und Verantwortlichkeit stützen. Seit 1992 hat ECHO etwa ein Drittel seiner Mittel für Projekte der humanitären Agenturen der UN bereitgestellt. Das UNHCR ist innerhalb der Vereinten Nationen der wichtigste Partner der Kommission, und wir haben unseren politischen Willen zu einer weiteren Verbesserung der Zusammenarbeit mit den UN-Agenturen inzwischen klar zum Ausdruck gebracht. Neben der Fortsetzung der humanitären Hilfe arbeiten wir gemeinsam mit der UN auch daran, unsere Verfahren kompatibler zu gestalten."

Auf der von Nielson besuchten Arbeitstagung wurden mehrere Fragen im Zusammenhang mit Flüchtlingskrisen geprüft, unter anderem die Möglichkeit der Förderung und Schaffung von Frieden und die Verknüpfung von Flüchtlingshilfe bzw. humanitärer Hilfe mit einer langfristigen Entwicklung. Weitere Fragen, die angegangen werden sollten, waren: Warum ist die Flüchtlingsfrage zu einem sowohl anhaltenden als auch globalen Problem geworden? Und wie kann das UNHCR in Genf mit der Unterstützung der internationalen Geber am besten erfüllen?

Seit seiner Gründung vor 50 Jahren hat das UNHCR Millionen von Menschen bei der Rückkehr in ihre Heime, der lokalen Ansiedlung in Asylländern oder der Neuansiedlung in Drittländern unterstützt.

ECHO hat seit 1992 etwa ein Drittel seiner Gelder für Projekte der humanitären Agenturen der UN, vor allem seines Hauptpartners UNHCR, bereitgestellt. Im Rahmen der Krise in der Region der Großen Seen wies ECHO dem UNHCR von 1998 bis 1999 29 Millionen € für die Durchführung von Projekten zu, vor allem in Burundi, Tansania, der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda. Für 2000 hat ECHO dem UNHCR insgesamt über 32,5 Millionen € zur Verfügung gestellt. Derzeit werden Projekte mit dem Schwerpunkt Nothilfe und Hilfe für Flüchtlinge und interne Vertriebene in mehreren Ländern, einschließlich der Bundesrepublik Jugoslawien (Kosovo) und Indonesiens (Osttimor), durchgeführt.

1997 

1998 1999
Euro in % des Gesamtbetrags Euro in % des Gesamtbetrags Euro in % des Gesamtbetrags 
UNHCR 100.571.000 Euro 16,3%61.794.000 Euro 10,7%79.020.000 Euro 13,7%

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