PE-DN/05/107
Herausgeber:
José
Manuel LIBERATO
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Medien
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Während der
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Robert Schuman
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Internet:
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PRESSEBERICHT
Donnerstag
Straßburg,
10. März 2005
Parlamentarische Verfahren
|
Serie A
|
Berichte und Empfehlungen
|
|
Serie B
|
Entschließungsanträge und mündliche Anfragen
|
|
Serie C
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Dokumente anderer Institutionen
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*
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Verfahren der Konsultation
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**I
|
Verfahren der Zusammenarbeit (erste Lesung)
|
|
**II
|
Verfahren der Zusammenarbeit (zweite Lesung)
|
|
***
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Verfahren der Zustimmung
|
|
***I
|
Verfahren der Mitentscheidung (erste Lesung)
|
|
***II
|
Verfahren der Mitentscheidung (zweite Lesung)
|
|
***III
|
Verfahren der Mitentscheidung (dritte Lesung)
|
Abkürzungen
- Fraktionen: siehe
nächste Seite
|
BE
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Belgien
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IT
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Italien
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PL
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Polen
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CZ
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Tschechische Republik
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CY
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Zypern
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PT
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Portugal
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DK
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Dänemark
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LV
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Lettland
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SI
|
Slowenien
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DE
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Deutschland
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LT
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Litauen
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SK
|
Slowakei
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EE
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Estland
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LU
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Luxemburg
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FI
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Finnland
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EL
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Griechenland
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HU
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Ungarn
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SE
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Schweden
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|
ES
|
Spanien
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MT
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Malta
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UK
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Vereinigtes Königreich
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|
FR
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Frankreich
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NL
|
Niederlande
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IE
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Irland
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AT
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Österreich
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Zusammensetzung des Europäischen Parlaments
Stand: 10.03.2005
|
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SPE
|
ALDE/
ADLE |
GRUNE / EFA
|
KVEL / NGL
|
IND / DEM
|
UEN
|
FL
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Gesamt
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|
|
BE
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6
|
7
|
6
|
2
|
|
|
|
3
|
24
|
|
CZ
|
14
|
2
|
|
|
6
|
1
|
|
1
|
24
|
|
DK
|
1
|
5
|
4
|
1
|
1
|
1
|
1
|
|
14
|
|
DE
|
49
|
23
|
7
|
13
|
7
|
|
|
|
99
|
|
EE
|
1
|
3
|
2
|
|
|
|
|
|
6
|
|
EL
|
11
|
8
|
|
|
4
|
1
|
|
|
24
|
|
ES
|
24
|
24
|
2
|
3
|
1
|
|
|
|
54
|
|
FR
|
17
|
31
|
11
|
6
|
3
|
3
|
|
7
|
78
|
|
IE
|
5
|
1
|
1
|
|
1
|
1
|
4
|
|
13
|
|
IT
|
24
|
16
|
12
|
2
|
7
|
4
|
9
|
4
|
78
|
|
CY
|
3
|
|
1
|
|
2
|
|
|
|
6
|
|
LV
|
3
|
|
1
|
1
|
|
|
4
|
|
9
|
|
LT
|
2
|
2
|
7
|
|
|
|
2
|
|
13
|
|
LU
|
3
|
1
|
1
|
1
|
|
|
|
|
6
|
|
HU
|
13
|
9
|
2
|
|
|
|
|
|
24
|
|
MT
|
2
|
3
|
|
|
|
|
|
|
5
|
|
NL
|
7
|
7
|
5
|
4
|
2
|
2
|
|
|
27
|
|
AT
|
6
|
7
|
|
2
|
|
|
|
3
|
18
|
|
PL
|
19
|
10
|
4
|
|
|
10
|
7
|
4
|
54
|
|
PT
|
9
|
12
|
|
|
3
|
|
|
|
24
|
|
SI
|
4
|
1
|
2
|
|
|
|
|
|
7
|
|
SK
|
8
|
3
|
|
|
|
|
|
3
|
14
|
|
FI
|
4
|
3
|
5
|
1
|
1
|
|
|
|
14
|
|
SE
|
5
|
5
|
3
|
1
|
2
|
3
|
|
|
19
|
|
UK
|
28
|
19
|
12
|
5
|
1
|
10
|
|
3
|
78
|
|
Gesamt
|
268
|
202
|
88
|
42
|
41
|
36
|
27
|
28
|
732
|
Fraktionen
|
EVP-ED
|
Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) und
europäischer Demokraten
|
|
SPE
|
Sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament
|
|
ALDE/ADLE
|
Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa
|
|
KVEL/NGL
|
Konföderale Fraktion der Vereinigten Europäischen
Linken/Nordische Grüne Linke
|
|
GRÜNE/EFA
|
Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz
|
|
UEN
|
Fraktion Union für das Europa der Nationen
|
|
IND/DEM
|
Fraktion Unabhängigkeit und Demokratie
|
|
FL
|
Fraktionslos
|
Präsident Josep BORRELL erklärte, vor einem Jahr habe
man auf Initiative des Europäischen Parlaments beschlossen, dass der 11
März zum Gedenktag für die Opfer des Terrorismus wird. 192 Menschen
seien bei den Anschlägen in Madrid am 11.03.2005 ums Leben gekommen. Das
Attentat habe an das Attentat vom 11. September in New York angeknüpft,
durch das der Kurs der gesamten Weltpolitik verändert worden sei.
Er erinnerte an die Opfer, denen er Hochachtung zollte. Die Opfer seien
ein Symbol der Einheit der EU, nicht der Konfrontation, ein Symbol der Einheit
der Demokraten, derjenigen, die an den Rechtsstaat glauben.
Der 11.
März habe gezeigt, dass der Terrorismus ein weltweites Problem ist, auf das
man weltweit reagieren müsse. Man habe gemeinsam reagiert. Der Kampf um
Demokratie stehe im Zentrum unseres Strebens, die Demokratie habe dem
Terrorismus nie nachgegeben.
Man müsse nun die nach den
Terroranschlägen gemachten Zusagen umsetzen. Noch nicht alle
Maßnahmen, die im Rat verabschiedet worden seien, seien umgesetzt worden.
"Wir brauchen mehr an Europa, um gegen Terrorismus zu kämpfen", fuhr der
Präsident fort. Er erklärte: "Das EP war immer ein Vorreiter beim
Kampf gegen Terrorismus", obwohl es in diesem Bereich nur begrenzte Befugnisse
habe. Es habe positive Fortschritte gegeben, aber nach dem 11. März und dem
11. September sei viel beschlossen worden, was immer noch nicht umgesetzt worden
sei.
Der Terrorismus müsse weltweit und umfassend bekämpft
werden, unter Beachtung der Rechtsstaatlichkeit. Auch die Ursachen des
Terrorismus seien anzugehen. Die Werte und Grundrechte seien zu achten. Man
müsse auch Präventivmaßnahmen ergreifen. Er fuhr fort: "Grundlage
der Bekämpfung des Terrorismus ist die Achtung der Grundrechte unserer
Union."
Anschließend rief der Präsident zum Gedenken an die
Opfer zu einer Schweigeminute auf.
In allen Gebäuden des Europäischen Parlamentes wird morgen, um
11.00 Uhr, eine Schweigeminute in Gedenken an die Opfer der Anschläge in
Madrid am 11.03.2004 abgehalten werden.
Hieran werden auch mehr als 500
Schüler von fünf Brüsseler Schulen teilnehmen. Ab 10.00 Uhr
werden sie im Plenarsaal in Brüssel zusammenkommen, wo nach einer
Einführung des Generalsekretärs des Europäischen Parlaments,
Julian PRIESTLEY, ein kurzer Film gezeigt wird.
Im Anschluss
werden Sprecher der Schulen zum Thema "Ablehnung des Terrorismus" sprechen.
Stavros LAMBRINIDIS (SPE, EL), Vizevorsitzender des Ausschusses für
bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres, und Jaime María MAYOR
OREJA (EVP-ED, ES) werden das Gedenken mit Schlussbemerkungen beenden.
Der Präsident des Europäischen Parlaments, Josep BORRELL,
wird in Madrid an der Einweihung eines Mahnmals für die Opfer
teilnehmen.
GLEICHBERECHTIGUNG / RECHTE DER FRAU
Das Europäische Parlament unterstreicht, dass sich die Lage der
Frauen in der EU seit 1995 nicht wesentlich verbessert hat. Es bedauert zudem,
dass nicht genügend Fortschritte gemacht wurden, Diskriminierungen aus
Gründen des Geschlechts bei der Festsetzung von Prämien und Leistungen
in Bezug auf Versicherungen und verwandte finanzielle Tätigkeiten
vollständig zu beseitigen.
Obwohl die Abgeordneten
anerkennen, dass einige positive Maßnahmen zur Bekämpfung der Gewalt
gegen Frauen ergriffen wurden, betonen sie das Fehlen einer eindeutigen
politischen Verpflichtung, gegen häusliche Gewalt gegen Frauen,
Sextourismus und Frauenhandel vorzugehen und sie zu beseitigen. Die Kommission
wird daher ersucht, 2006 zum Europäischen Jahr gegen die Gewalt gegen
Frauen zu erklären.
Das Europäische Parlament verurteilt
nachdrücklich das brutale Vorgehen der türkischen Polizei in Istanbul
während der Demonstration anlässlich des Weltfrauentags am 6.
März 2005 und ersucht die Kommission, dem EP einen umfassenden Bericht
über diese Ereignisse vorzulegen. Gleichzeitig begrüßen die
Abgeordneten die Gesetzesreformen, die in der Türkei durchgeführt
wurden. Trotzdem wiederholen sie ihre Bedenken, dass Frauen immer noch Opfer von
Ehrenmorden und Gewalt sind.
Die Abgeordneten verurteilen auch
die Zwangsehen und ersuchen die Mitgliedstaaten alle erforderlichen
Maßnahmen zu ergreifen, um die Urheber zu bestrafen, auch wenn diese
Zwangsehen von Einwohnern der Union außerhalb des Hoheitsgebietes der Union
veranlasst werden.
Das Europäische Parlament ersucht
abschließend die Mitgliedstaaten, die bekannt dafür sind, dass dort
Sterilisationen ohne Einwilligung vorgenommen werden, die Bemühungen, die
Gesetze durchzusetzen, zu koordinieren und diese Praxis zu
unterbinden.
Weitere Informationen:
Maria Andrés Marìn
(Straßburg) Tel.: (33-3) 881 73603
(Brüssel) Tel.: (32-2) 28 44299
e-mail: femm-press@europarl.europa.eu
GESUNDHEIT UND VERBRAUCHERSCHUTZ
Die Abgeordneten beziehen sich auf Medienberichte von Ende Dezember
2004 durch die die Existenz einer Klinik in Rumänien aufgedeckt wurde, die
auf die Spende von Eizellen für Bürger der Europäischen Union,
insbesondere britischer Staatsangehörigkeit, gegen eine finanzielle
Entschädigung spezialisiert ist. Sie fordern die Kommission auf,
vollständige Klarheit hinsichtlich dieser Meldungen zu schaffen. Sie sind
der Auffassung, dass die Aktivitäten der "Global Arts Clinic" in
Rumänien und ähnlicher Einrichtungen als gewerbliche Tätigkeit
betrachtet werden können und daher inakzeptabel sind.
Die
Abgeordneten verurteilen den Handel mit menschlichen Körpern und Teilen
davon. Sie erinnern daran, dass die Mitgliedstaaten gemäß Artikel 12
Absatz 1 der Richtlinie 2004/23/EG danach zu streben haben, freiwillige und
unentgeltliche Spenden von Geweben und Zellen sicherzustellen. Der menschliche
Körper darf nicht zur Erzielung von Gewinnen benutzt werden. Besondere
Aufmerksamkeit gebührt schutzbedürftigen Menschen, bei denen die
Gefahr besteht, dass sie Opfer von illegalem Handel werden, insbesondere Frauen.
Die Spende von Eizellen wie auch der gesamte Bereich der
Organspende soll streng reglementiert werden, um sowohl die Spenderinnen als
auch die Empfängerinnen zu schützen und jeder Form der Ausbeutung von
Menschen Einhalt zu gebieten. Die Beschaffung von Zellen darf nicht durch Druck
oder Anreize erfolgen, sondern die freiwillige und unentgeltliche Spende von
Eizellen muss gewährleistet sein, damit Frauen nicht zu
„Rohstofflieferanten“ werden,
Die Abgeordneten sind
der Auffassung, dass es in der Praxis im Wesentlichen darum geht, den
unfruchtbaren Paaren, die auf eine Spende von Eizellen warten, konkret zu
helfen. Sie fordern die Kommission auf, Alternativen für die Vermeidung und
die Behandlung von ungewollter Kinderlosigkeit zu entwickeln und zu
unterstützen.
Die Abgeordneten haben ein Änderungsantrag
angenommen, in dem sie die Kommission ersuchen, das Klonen von Menschen von der
Finanzierung im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms auszuschließen
(Änderungsantrag = ÄA 10). Sie ersuchen die Kommission auch, das
Subsidiaritätsprinzip auf andere Formen der Embryoforschung und der
Embryostammzellenforschung anzuwenden und sind der Auffassung, dass sich die
EU-Finanzierung auf Alternativen wie die Forschung an somatischen Stammzellen
und Nabelschnur-Stammzellen konzentriert werden sollte (ÄA 11).
Weitere Informationen:
Cezary Lewanowicz
(Straßburg) Tel.: (33-3) 881 74903
(Brüssel) Tel.: (32-2) 28 44659
e-mail: envi-press@europarl.europa.eu
AUßENBEZIEHUNGEN
Da es eindeutige Beweise für terroristische Aktivitäten der
Hisbollah gibt, hält das Europäische Parlament es für
erforderlich, dass der Rat alle notwendigen Schritte zur Beendigung ihrer
terroristischen Aktivitäten unternimmt. Zudem fordern die Abgeordneten
Syrien auf, keine Form von Terrorismus zu dulden, auch nicht die
Unterstützung der Aktivität der Hisbollah und weiterer bewaffneter
Gruppen.
Der Absatz der Entschließung zu der Hisbollah ist
der Gegenstand eines Kompromisses zwischen den politischen Fraktionen.
Während der Debatte forderten die Abgeordneten der EVP-ED-, IND/DEM- und
UEN-Fraktionen die Einbeziehung dieser Gruppe in die EU-Liste der
terroristischen Organisationen. Die ALDE/ADLE-Abgeordneten erklärten, dass
dies von dem Engagement von Hisbollah bei den Friedenbemühungen im Nahen
Osten abhängen sollte. Die anderen Fraktionen standen dem Vorschlag der
EVP-ED-, IND/DEM- und UEN-Fraktionen abgeneigt gegenüber.
Darüber hinaus fordern die Abgeordneten Syrien auf, auf jede
Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Libanon zu verzichten und nehmen
den Beschluss zur Kenntnis, die syrischen Truppen vor Ende März abzuziehen.
Sie fordern jedoch den vollständigen Abzug der syrischen Truppen und ihrer
Geheimdienste aus dem Libanon, wie dies in den Resolutionen des Sicherheitsrates
der Vereinten Nationen vorgesehen ist.
Die Abgeordneten
wünschen, dass die Ursachen, die Umstände und die Folgen des Attentats
an Rafik al-Hariri umfassend geklärt werden. Der Wahlprozess im Libanon
soll ihrer Ansicht nach durch dieses Verbrechen nicht in Frage gestellt werden.
Die Abhaltung freier, demokratischer und transparenter Parlamentswahlen in
diesem Land wird zudem betont. Die Abgeordneten wiederholen abschließend
ihre Forderung, die Entsendung einer Wahlbeobachtermission der Union für
die Parlamentswahlen im Libanon vorzusehen und fordern die Kommission auf,
diesbezüglich tätig zu werden.
Weitere Informationen:
Armelle Douaud
(Straßburg) Tel.: (33-3) 881 74779
(Brüssel) Tel.: (32-2) 28 43806
und
Marjory van den Broeke
(Straßburg) Tel.: (33-3) 881 74337
(Brüssel) Tel.: (32-2) 28 44304
e-mail: foreign-press@europarl.europa.eu
SICHERHEITS- UND VERTEIDIGUNGSPOLITIK
Das Europäische Parlament fordert die EU und ihre Mitgliedstaaten
auf, gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen auf der Konferenz zur
Überprüfung des Nichtverbreitungsvertrags 2005 einheitlich
aufzutreten. Es bekräftigt zudem seine Position, dass der Vertrag über
die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) von ausschlaggebender Bedeutung
für die Verhinderung der Verbreitung von Kernwaffen ist. Die Abgeordneten
sind besorgt über die Nuklearprogramme von Nordkorea und dem Iran. Ihrer
Ansicht nach soll die EU mit ihren internationalen Partnern den Grundsatz
propagieren, dass Terroristen daran gehindert werden müssen, Zugang zu
Massenvernichtungswaffen oder -material zu erhalten.
Rat und die
Kommission sollen ein Programm auflegen, mit dem die Verbreitung von
Nuklearmaterial, -technologie und -Know-how in der Welt verhindert wird. Ein
Vorschlag ist auszuarbeiten, durch den Drittstaaten und EU-Mitgliedstaaten, die
dies noch nicht getan haben, nahegelegt wird, die IAEO-Zusatzprotokolle zu
unterzeichnen und zu ratifizieren.
Das Europäische Parlament
fordert den Iran auf, sein Festhalten am NVV zu bekräftigen und die
endgültige Einstellung der Urananreicherung zu beschließen.
Überdies soll der Rat gegenüber der Regierung der Russischen
Föderation eine Initiative ergreifen, damit Garantien gegeben werden, dass
deren aktuelle Vereinbarung mit dem Iran über die Lieferung von
Nuklearmaterial nur auf Zwecke der zivilen Nutzung ausgerichtet ist. Die
Abgeordneten bekräftigen auch ihre uneingeschränkte Unterstützung
für den Ansatz der EU-3 zum Dialog mit den iranischen Staatsorganen zu dem
Zweck, für eine friedliche und diplomatische Lösung zu sorgen. Den
Ansatz der EU zur Lösung dieses Problems sollen die USA ohne
Einschränkung unterstützen.
Die Abgeordneten fordern
Nordkorea nachdrücklich auf, dem NVV wieder beizutreten, seine Entscheidung
über den Rückzug aus den Sechs-Parteien-Gesprächen
rückgängig zu machen. Nordkorea und die USA sollen eine rasche
Lösung der gegenwärtigen Krise ermöglichen, und zwar
zunächst durch das Angebot der Wiederaufnahme der Lieferungen von schwerem
Heizöl als Gegenleistung für eine überprüfte Aussetzung des
Betriebs der Anlage Yongbyon. Der Rat und die Kommission sollten finanzielle
Unterstützung dafür anbieten.
Die Abgeordneten fordern
die USA erneut auf, der Entwicklung der neuen Generationen nuklearer
Gefechtsfeldwaffen (bunkerbusters) Einhalt zu gebieten und den Vertrag über
ein umfassendes Verbot von Nuklearversuchen zu unterzeichnen und zu
ratifizieren. Die USA sollen zudem die Situation bezüglich der Menge und
der strategischen Zielsetzung ihrer auf europäischen Stützpunkten
stationierten taktischen Nukleararsenale klarstellen.
Das
Europäische Parlament fordert abschließend Israel, Indien und Pakistan
auf, dem NVV beizutreten.
Weitere Informationen:
Marjory van den Broeke
(Straßburg) Tel.: (33-3) 881 74337
(Brüssel) Tel.: (32-2) 28 44304
e-mail: foreign-press@europarl.europa.eu
LANDWIRTSCHAFT
Das Plenum ist der Ansicht, dass die ökologische Landwirtschaft
und ökologisch erzeugte Lebensmittel verstärkt gefördert werden
müssen. Die Abgeordneten begrüßen, dass die Kommission der
ökologischen Landwirtschaft bei der Erreichung der Ziele der neuen GAP eine
wichtige Rolle beimisst. Sie nehmen jedoch zur Kenntnis, dass die Kommission es
nicht für notwendig hält, im Rahmen des Haushalts der EU
Humanressourcen oder Finanzmittel bereitzustellen.
Die
Abgeordneten sind der Ansicht, dass mehr getan werden muss. Die ökologische
Landwirtschaft leistet ihrer Meinung nach einen wichtigen Beitrag zur
Multifunktionalität der europäischen Landwirtschaft. Sie
gewährleistet eine gesunde und qualitativ hochwertige Produktion und
trägt gleichzeitig zur Verringerung der Umweltverschmutzung, zur Erhaltung
und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt sowie zur Erhaltung bzw.
Schaffung von Arbeitsplätzen bei.
Die Abgeordneten
begrüßen die Absicht der Kommission, die europäischen Normen
für ökologische Erzeugnisse und die ökologische Erzeugung weiter
zu harmonisieren. Höhere nationale Normen in einigen Mitgliedstaaten
dürfen jedoch nicht verhindern, dass ökologische Erzeugnisse aus
anderen Mitgliedstaaten als zertifizierte ökologische Erzeugnisse in diesen
Mitgliedstaaten frei gehandelt werden. Die Gewährung staatlicher Beihilfen
für die ökologische Landwirtschaft und die ökologische
Erzeugnisse verarbeitende Industrie soll gefördert werden, indem die
Einführung von Qualitätsmanagementsystemen unterstützt wird. Die
Kommission soll Schulungen für Landwirte und Erzeuger, die ihre
konventionellen Betriebe auf die ökologische Bewirtschaftung umstellen
wollen, fördern.
Die Abgeordneten bedauern, dass der
vorgelegte europäische Aktionsplan keinerlei konkrete Maßnahmen zur
Förderung der Forschung enthält. Sie schlagen vor, dass der
ökologischen Landwirtschaft als Produktionsweise und der Koexistenz von
ökologischen, konventionellen und genetisch veränderten Kulturen im
Europäischen Forschungsrahmenprogramm Priorität eingeräumt wird,
ebenso der Abschätzung der Folgen von Technologien, die für diese
Produktionsweise eine Gefahrenquelle darstellen. Die Abgeordneten sind der
Auffassung, dass die Frage der GVO im Rahmen des Aktionsplans nicht nur
über die Schwellenwerte angegangen werden kann, sondern dass die Kommission
angeben muss, was sie im Bereich der Koexistenz von transgenen und
ökologischen Kulturen zu unternehmen gedenkt.
Die Kommission
muss zur Gewährleistung der Zuverlässigkeit ökologische
Erzeugnisse kontrollieren, ob die Mitgliedstaaten ihre Aufsichtspflicht
über private und nationale Kontrollorgane wahrnehmen und Verstöße
ggf. sanktionieren muss. Die Abgeordneten sind der Ansicht, dass die
europäische ökologische Landwirtschaft entschieden Unterstützung
für die Vermarktung und den Vertrieb ihrer Erzeugnisse braucht. Die
Kommission soll dazu konkretere Vorschläge unterbreiten.
Der
Aktionsplan sollte auch eine globale Perspektive enthalten: Er sollte empfehlen,
dass im Rahmen der Entwicklungshilfe und des fairen Handels die Produktion von
ökologischen Erzeugnissen und Handel damit gefördert werden
müssen.
Weitere Informationen:
Pernilla Jourde
(Straßburg) Tel.: (33-3) 881 72420
(Brüssel) Tel.: (32-2) 28 43411
e-mail: agri-press@europarl.europa.eu
Weitere Informationen:
Jean-Yves Loog
(Straßburg) Tel.: (33-3) 881 73636
(Brüssel) Tel.: (32-2) 28 44652
e-mail: agri-press@europarl.europa.eu
FORSCHUNG
Das Plenum setzt sich in seinem Bericht mit Fragen wie der
zukünftigen finanziellen Unterstützung der Forschung in der EU, ihren
Prioritäten für die nächsten Jahre sowie der Frage, wie die
Forschungspolitik dabei helfen kann, Europa wettbewerbsfähiger zu machen,
auseinander. Die Abstimmung über diesen Initiativbericht fand einige
Wochen, bevor die Europäische Kommission ihren Vorschlag für das 7.
Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung vorlegt, statt.
Die Kommission wird hierin Vorschläge über die Höhe der
finanziellen Unterstützung sowie über die wichtigsten
unterstützten Forschungsbereiche vorlegen.
Die Abgeordneten
sind der Ansicht, dass man mehr Mittel für die Forschung und die Innovation
braucht, wenn man Europa wirklich wettbewerbsfähiger machen möchte.
Der europäische Forschungsraum wird nur möglich sein, wenn ein
größerer Teil der für die Forschung vorhandenen Finanzmittel in
einem europäischen Rahmen gewährleistet wird. Daher fordern die
Abgeordneten, dass der Anteil des Haushalts für das 7.
Forschungsrahmenprogramm am Bruttoinlandprodukt der Mitgliedstaaten mindestens
verdoppelt wird. Dies darf bei den Verhandlungen über die Finanzielle
Vorausschau nicht in Frage gestellt werden.
Die Abgeordneten
möchten Kontinuität zwischen dem 6. und 7. Forschungsrahmenprogramm
beibehalten, die Prozeduren jedoch klären und vereinfachen. Die Definition
der thematischen Prioritäten muss die strategischen Prioritäten der
Lissabon-Agenda reflektieren. Das endgültige Programm muss sich auf eine
Debatte innerhalb der europäischen und nationalen Institutionen, der
Wissenschaft und den Beteiligten der Zivilgesellschaft einschließlich der
Wirtschaft stützen. Die Entscheidung der Kommission, die Weltraumforschung
zu integrieren und die Forschung über die Sicherheit mit
einzuschließen, wird von den Abgeordneten befürwortet. Sie sind auch
der Ansicht, dass die Forschung in den Bereichen der Biowissenschaften, der
Nanotechnologie, der Chemie sowie den bestehenden und künftigen
CO2-freien Energieträgern, insbesondere erneuerbare Energien und
Energieeffizienz, unterstützt werden muss. Die europäische
Forschungspolitik soll auch Wissenschaft und Entwicklung in Bereichen, die sich
mit Naturkatastrophen befassen, nachdrücklich fördern. Auch sollte die
EU die Finanzierung der Erforschung von Krankheiten sicherstellen, die die
Bürger von Entwicklungsländern befallen.
Die
Abgeordneten sind der Ansicht, dass die Union nach und nach ihre
Wettbewerbsfähigkeit verliert, falls die Grundlagenforschung und die
Langzeitforschung nicht ausreichend unterstützt werden. Sie fordern, dass
der europäische Forschungsrat, wie er von der Kommission vorgeschlagen
wurde, bald eingesetzt wird. Hierbei müssen Überschneidungen mit
bereits existierenden Institutionen wie dem Europäischen Forschungszentrum
vermieden werden. Der Forschungsrat soll die Grundlagenforschung auf
europäischem Niveau unterstützen, adäquate Finanzmittel erhalten
und eine Erhöhung der Bürokratie vermeiden.
Weitere Informationen:
Constanze Beckerhoff
(Straßburg) Tel.: (33-3) 881 73780
(Brüssel) Tel.: (32-2) 28 44302
e-mail: indu-press@europarl.europa.eu
UMWELT
Weitere Informationen:
Leena Maria Linnus
(Straßburg) Tel.: (33-3) 887 63969
(Brüssel) Tel.: (32-2) 28 42825
e-mail: envi-press@europarl.europa.eu
MENSCHENRECHTE
Das Europäische Parlament fordert die Regierung
Weißrusslands auf, inhaftierte politische Gegner des Regimes umgehend
freizulassen. Unter ihnen Michail Marynitsch,
ehemaliger Minister
für Außenbeziehungen sowie früherer Botschafter und
Präsidentschaftskandidat bei der Wahl 2001. Bereits mehrfach sei die
Regierung unter Alexander Lukaschenko angeprangert worden, wichtige
Oppositionsführer verhaftet zu haben. Nach wie vor nehme das Regime
politische Gegner fest, führe Verfahren gegen Aktivisten der demokratischen
Bewegung sowie unabhängige Journalisten und deportiere ausländische
Bürger.
Die Regierung Lukaschenko trete die Rechte der
Menschen und der Minderheiten in Weißrussland mittlerweile mit
Füßen, kritisieren die Parlamentarier. Sie weisen darauf hin, dass das
Land wegen seiner massiven Verletzungen der Menschenrechte der einzige
europäische Staat ohne Verträge mit der EU sei und fordern den Rat
auf, die derzeitige Regierung als Diktator und Lukaschenko als Diktatur zu
missbilligen. Nach Ansicht der Abgeordneten ist Lukaschenkos Verbleib im Amt ein
weiteres Zeichen dafür, dass das Land autoritär beherrscht
wird.
Das Europäische Parlament fordert Rat und Regierungen
der Mitgliedsstaaten auf, die Visa weiterer Regierungsvertreter des Landes zu
sperren, um ihnen die Einreise in EU-Länder zu verwehren. Erneut betonen
die Abgeordneten, dass die Beziehungen der EU zu Weißrussland weiterhin
allein von Demokratisierung und Reformen im Land abhängen. Das EP legt den
EU-Organen nahe, die Menschenrechte in Weißrussland als festen Punkt auf
die Tagesordnung aller künftigen EU-Russland-Treffen zu setzen.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Festnahme eines Regimegegners in
Kambodscha fordert das Europäische Parlament von der Regierung des Landes,
politische Kontrahenten und Menschenrechtsaktivisten nicht länger zu
verfolgen. Am 3. Februar 2005 hatte die Nationalversammlung die parlamentarische
Immunität von drei Parlamentsmitgliedern, die der oppositionellen Sam
Rainsy-Partei angehören, aufgehoben und einen der Abgeordneten inhaftiert.
Die entsprechende Abstimmung fand hinter verschlossenen
Türen statt; ein Sitzungsprotokoll liegt nicht vor. Nach Ansicht der
Europa-Abgeordneten stellen die Geschehnisse einen gefährlichen
Präzedenzfall dar, der die Legislative Kambodschas schwächt und die
bereits geleisteten demokratischen Fortschritte des Landes untergräbt.
Dem inhaftierten Oppositions-Politiker Cheam Channy wird zur Last
gelegt, er habe eine regierungsfeindliche Miliz auf die Beine stellen wollen.
Vertretern der Kambodschanischen Volkspartei zufolge gibt es dafür jedoch
keine Beweise. Das Parlament fordert daher, Channy sofort und bedingungslos auf
freien Fuß zu setzen. Zudem müsse die Nationalversammlung des Landes
die Immunität der Abgeordneten umgehend wieder herstellen und garantieren,
dass sie in den parlamentarischen Ausschüssen mitarbeiten.
Für den Fall, dass die Forderungen nicht erfüllt
werden, sollen Kommission, Rat und die Regierungen der EU-Staaten geeignete
Sanktionen prüfen. Darüber hinaus schlagen die Parlamentarier vor,
dass eine EU-Delegation sobald wie möglich nach Kambodscha reist, um die
politische Lage beurteilen zu können.
Da Frauen bei den ersten freien Wahlen in Saudi-Arabien nicht
teilnehmen dürfen, fordert das Europäische Parlament die Behörden
des Landes auf, die Diskriminierung von Frauen zu beseitigen. Die am 10. Februar
2002 begonnenen Kommunalwahlen laufen noch bis zum 21. April 2005. Die Teilhabe
von Frauen am politischen Entscheidungsprozess müsse gleichberechtigt mit
Männern schrittweise größer werden, erklären die
Parlamentarier. Saudi-arabische Frauen müssten öffentliche Ämter
und Funktionen auf allen Ebenen der Regierung ausüben können. In
diesem Zusammenhang erinnert das Parlament an das auch von Saudi-Arabien
unterzeichnete Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung
der Frau (CEDAW).
Erneut fordert das Parlament die Abschaffung
der Todesstrafe in Saudi-Arabien und verlangt, beschlossene Hinrichtungen
umgehend zu stoppen. Laut Amnesty International wurden in Saudi-Arabien im
vergangenen Jahr 31 Menschen hingerichtet.
Die Abgeordneten rufen
EU und Saudi-Arabien dazu auf, sich im Bemühen um eine zufrieden stellende
Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts gegenseitig zu
unterstützen. Rat und Kommission sollen das Thema beim nächsten
Gemeinsamen Rat und dem Ministertreffen zwischen der EU und dem
Golf-Kooperationsrat ansprechen. Zudem fordern die Parlamentarier, dass die
EU-Institutionen sich in der Region präsenter zeigen. Mehr Mittel für
die Delegation in Riad sowie baldige Besuche des für auswärtige
Beziehungen zuständigen Kommissionsmitglieds und/oder des Hohen Vertreters
der EU für die GASP im Königreich sollen die Arbeitsbeziehungen zu
Saudi-Arabien stärken.