Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Europas Städte und Regionen wollen eine "Hauptrolle" für erneuerbare Energie nach 2020

Comité des régions - COR/13/8   01/02/2013

Autres langues disponibles: FR EN ES NL IT EL PL RO

Pressemitteilung

Versammlung der Regional- und Kommunalvertreter der EU

COR/13/8

Brüssel, den 1. Februar 2013

Europas Städte und Regionen wollen eine "Hauptrolle" für erneuerbare Energie nach 2020

Der Ausschuss der Regionen (AdR) ruft die EU auf, für die Zeit nach 2020 eine langfristige Strategie zu entwerfen, mit der erneuerbare Energie in den kommenden Jahren zu einer wettbewerbsfähigen Energiequelle und einer echten Alternative werden kann. Die europäischen lokalen und regionalen Gebietskörperschaften präsentierten Vorschläge zur Förderung von Energie aus erneuerbaren Quellen und äußerten sich überzeugt, dass diese Ziele nur durch einen koordinierten Ansatz auf EU-Ebene, verbunden mit soliden Investitionen, erreicht werden können. Vorgestellt wurden die Pläne in der Stellungnahme Erneuerbare Energien: ein wichtiger Faktor auf dem europäischen Energiemarkt von Witold Stępień (EVP/PL), Ministerpräsident der Woiwodschaft Lodz, die am 31. Januar auf der AdR-Plenartagung verabschiedet wurde.

Während sich die EU-Mitgliedstaaten zu einem 20%-igen Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix bis 2020 verpflichteten, bestärkte der AdR die Europäische Kommission in ihrer Absicht, die Debatte neu anzustoßen und den Blick auf die Zeit nach 2020 zu richten. Der Ausschuss plädiert für eine vollständige Überarbeitung der Erneuerbare-Energien-Strategie der EU für die Zeit nach 2020. Er kritisiert die derzeitigen Pläne als zu kurzsichtig; für einen wirklich nachhaltigen Energiesektor wird ein deutlich kohärenterer Ansatz immer dringlicher. Nach Auffassung des AdR ist eine gemeinsame europäische Strategie erforderlich, in deren Rahmen Fördermittel umsichtig eingesetzt werden und die regionale Zusammenarbeit verbessert wird. Mitgliedstaaten und Gebietskörperschaften sollen veranlasst werden, den eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten. Der Ausschuss schlägt ferner vor, die EU solle "die Möglichkeit" einer 100%-igen Versorgung mit Energie aus erneuerbaren Quellen bis 2050 in Erwägung ziehen.

"Da in Zukunft die Energie aus erneuerbaren Quellen einen beträchtlichen Teil der in Europa verbrauchten Energie ausmachen wird, muss ihre Entwicklung koordiniert werden", so Witold Stępień. "Eine spürbare Zunahme des Anteils erneuerbarer Energien wird ohne eine Verbesserung der Förderregelungen nicht möglich sein. Zu den wichtigsten Elementen für den künftigen Ausbau erneuerbarer Energiequellen gehören koordinierte Förderregelungen, die Anreize für Investitionen bieten und so ihr Bestehen auf einem wettbewerbsorientierten Markt ermöglichen, eine stärkere Mitwirkung der Regionen bei der Zuweisung der Mittel, die zur Förderung erneuerbarer Energie zur Verfügung stehen, und die Einrichtung von Zentren für erneuerbare Energie in den Regionen, die eine Weitergabe des lokalen Know-hows ermöglichen".

Der Ausschuss präsentierte Vorschläge, wie diese ehrgeizigen Ziele durch die Umsetzung eines gesamteuropäischen Fördersystems, entsprechende Investitionen der EU und eine Verringerung der Subventionen für fossile Energieträger erreicht werden können. Das Fördersystem für erneuerbare Energien sollte folgende Elemente umfassen:

  • Einrichtung eines gesamteuropäischen Systems zur Förderung von Energie aus erneuerbaren Quellen

  • Koordinierung auf europäischer Ebene

  • stärkere Mitwirkung der Regionen

  • Verwaltung des Fördersystems auf verschiedenen Ebenen

  • Zuteilung von Fördermitteln

  • Ausbau der Infrastruktur für verbesserte Stromnetze und intelligente Netze

  • gerechte Aufteilung der Kosten unter den EU-Mitgliedstaaten.

Der Ausschuss macht klar, dass die Bedeutung der grenzüberschreitenden und interregionalen Zusammenarbeit ebenfalls nicht unterschätzt werden darf. Um erneuerbare Energien besser zugänglich zu machen, sind beträchtliche Investitionen in die Infrastruktur, d.h. eine Modernisierung der Energienetze erforderlich. Da erneuerbare Energie häufig nicht in der Nähe der Endverbraucher erzeugt wird, muss dringend in die Ausweitung der Verteilernetze investiert werden. Der AdR ist zudem der Ansicht, dass durch die Kombination verschiedener Technologien für EE in den Regionen durch den Einsatz intelligenter Netze ein lokaler Ausgleich von Energiebedarf und Energieproduktion möglich ist, die Energiesicherheit der Regionen damit verbessert und die Abhängigkeit von Energieimporten aus größerer Entfernung verringert würde. Die Bedeutung von Kleinstanlagen für erneuerbare Energie sollte ebenso berücksichtigt werden wie die Förderung von "Prosumenten" – also Konsumenten, die selbst Energie für den Eigenbedarf produzieren.

Nach der Verabschiedung der Stellungnahme bemerkte Stępień, dass er sich "als Berichterstatter geehrt fühle, dass er mit anderen Vertretern europäischer Regionen im AdR habe zusammenarbeiten können, um in einer Stellungnahme den gemeinsamen Standpunkt der europäischen Regionen zum Thema erneuerbare Energien darzulegen. Durch den Beitrag meiner Kollegen, ihre Anregungen und unsere konstruktiven Diskussionen in den Sitzungen im AdR wird das Thema in dem Papier breit angelegt und werden die Erfordernisse und Erwartungen der Bürger aller europäischen Regionen zum Ausdruck gebracht. Zugleich steht die Stellungnahme im Einklang mit der Strategie der Region Lodz, die erneuerbare Energie als zentrales Element ihrer Entwicklungsstrategie ansieht."

In die Diskussion gehen auch die umfassenderen Ziele der EU ein, wie Bekämpfung des Klimawandels, Sicherung der europäischen Energieversorgung und Unabhängigkeit von Energie-Importen.

Weitere Informationen:

Der Ausschuss der Regionen

Der Ausschuss der Regionen ist die Versammlung der Regional- und Kommunalvertreter der EU. Seine 344 Mitglieder aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten haben den Auftrag, die regionalen und lokalen Gebietskörperschaften und die durch sie vertretene Bevölkerung in den Beschlussfassungsprozess der EU einzubinden und sie über die EU-Politik zu informieren. Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Rat sind verpflichtet, den AdR in den für die Städte und Regionen relevanten Politikbereichen anzuhören. Der AdR kann den Gerichtshof der EU anrufen, wenn seine Rechte verletzt wurden oder wenn er der Auffassung ist, dass eine EU-Rechtsvorschrift gegen das Subsidiaritätsprinzip verstößt bzw. dass regionale oder lokale Kompetenzen missachtet werden.

Der AdR im Internet: www.cor.europa.eu

Twitter: @EU_CoR

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

David French

Tel.: +32 (0)2 282 2535

Mobiltelefon: +32 (0)473 85 47 59

david.french@cor.europa.eu

Frühere Pressemitteilungen


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site