Navigation path

Left navigation

Additional tools

Rio+20: Bestätigung der Bedeutung der Städte und Regionen für die Zukunft der nachhaltigen Entwicklung

Committee of the Regions - COR/12/41   28/06/2012

Other available languages: EN FR ES IT PL RO

Pressemitteilung

Versammlung der Regional- und Kommunalvertreter der Europäischen Union

COR/12/41

Brüssel, den 28. Juni 2012

Rio+20: Bestätigung der Bedeutung der Städte und Regionen für die Zukunft der nachhaltigen Entwicklung

Gemeinsame Erklärung der Delegation des Ausschusses der Regionen in Rio+20 – Präsidentin Mercedes Bresso, Illmar Reepalu (SE/SPE) und Michel Lebrun (BE/EVP) – in der Sitzung der Fachkommission ENVE

28. Juni 2012

Die Verhandlungsparteien standen gewiss vor einer gewaltigen Herausforderung, doch hat die Rio-Konferenz unbestreitbar die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllt. Der für den Schutz unseres Planeten notwendige Fahrplan wurde nicht abgesteckt. Die führenden Politiker der Welt haben ihre Chance vertan, sich auf eine Vision für unsere einzigartige Erde zu einigen – anders als die Städte und Regionen dieser Welt.

Denn Rio hat gezeigt, dass unsere Zukunft in den Städten und Regionen liegt. Wir begrüßen, dass zumindest nachhaltige Entwicklung und grünes Wirtschaften ganz oben auf die politische Agenda gesetzt und die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften offiziell als wichtiger Akteur für die Schaffung einer nachhaltigen Zukunft anerkannt worden sind. Die Konferenz bot eine ideale Gelegenheit, um neue Partnerschaften zu knüpfen. So hat der Ausschuss der Regionen eine Vereinbarung mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen zur Förderung nachhaltiger Städte und Regionen aus Europa und anderen Kontinenten auf globaler Ebene abgeschlossen. Der Ausschuss wird weiterhin das Engagement der Städte und Regionen unterstützen und sie zu einer nachhaltigeren Entwicklung ermutigen. Morgen werden wir erfahren, welche Stadt zur "Grünen Hauptstadt Europas" 2014 erkoren wurde – ein Beispiel dafür, dass Rio nicht der Schlusspunkt unserer Arbeiten, sondern erst der Auftakt ist.

Wir fordern daher unsere Kollegen in den europäischen Institutionen auf, ihren politischen Willen unter Beweis zu stellen, uns die notwendige Unterstützung zu geben und uns noch stärker in die Entscheidungsfindung im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung einzubeziehen. In diesem Sinne schlagen wir einen Aktionsplan für nachhaltige Entwicklung mit fünf Maßnahmen vor, der sowohl die Grundlage für unsere Arbeit in unmittelbarer Zukunft bildet als auch das langfristige Leitmotiv vorgibt:

    • drängen darauf, dass der AdR in die EU-Task Force für die Verwirklichung der Rio+20-Ziele einbezogen wird;

    • setzen uns dafür ein, dass die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften deutlich in der globalen Umweltgovernance (UN) vertreten sind;

    • wollen die mit dem UNEP geschlossene Vereinbarung voranbringen, die zum Ausbau von Synergien und zur Umsetzung von multilateralen Umwelt-Abkommen und der Rio+20-Erklärung sowie u.a. zur Förderung des Bürgermeisterkonvents und weiterer EU-Initiativen beitragen wird;

    • setzen uns für den Aufbau eines globalen Netzes und die Sicherstellung weltweit gleicher Bedingungen für die Mechanismen der EU (Bürgermeisterkonvent, Grüne Hauptstädte Europas) zum einen und vergleichbaren Mechanismen in anderen Teilen der Welt zum anderen ein;

    • sind willens, die Erfahrung des Bürgermeisterkonvents mit der Initiative des Generalsekretärs der Vereinten Nationen "Erneuerbare Energie für alle" und ihren Zielen für 2030 zu teilen.

Für so manchen war Rio+20 eine herbe Enttäuschung, für die Städte und Regionen hat der Weltgipfel (deshalb) jedoch zahlreiche neue Chancen eröffnet. Kurz und gut: Wenn unsere Politiker nicht in der Lage sind, uns die Zukunft zu eröffnen, die wir wollen, dann müssen eben die Städte und Regionen die Führung übernehmen.

Weitere Informationen zum Ausschuss der Regionen in Rio.

Der AdR im Internet: www.cor.europa.eu

Der Ausschuss der Regionen

Der Ausschuss der Regionen ist die Versammlung der Regional- und Kommunalvertreter der EU. Seine 344 Mitglieder aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten haben den Auftrag, die regionalen und lokalen Gebietskörperschaften und die durch sie vertretene Bevölkerung in den Beschlussfassungsprozess der EU einzubinden und sie über die EU-Politik zu informieren. Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Rat sind verpflichtet, den AdR in den für die Städte und Regionen relevanten Politikbereichen anzuhören. Der AdR kann den Europäischen Gerichtshof anrufen, wenn seine Rechte verletzt wurden oder wenn er der Auffassung ist, dass eine EU-Rechtsvorschrift gegen das Subsidiaritätsprinzip verstößt bzw. dass regionale oder lokale Kompetenzen missachtet werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

David French

Tel. +32 (2) 282 2535

david.french@cor.europa.eu

Frühere Pressemitteilungen finden Sie hier.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website