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EINE ARKTISPOLITIK FÜR DIE EU

Comité économique et social - CES/13/7   01/02/2013

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CES/13/7

1. Februar 2013

EINE ARKTISPOLITIK FÜR DIE EU

Am 31. Januar 2013 veranstaltete der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) gemeinsam mit dem Arktiszentrum der Universität Lapplands in Rovaniemi (Finnland) eine Anhörung zur Arktispolitik der EU. Teilgenommen haben Vertreter der Zivilgesellschaft, der Hochschulen, der lokalen Gebietskörperschaften und der Medien sowie Parlamentarier und Diplomaten. In der Diskussion ging es um das Interesse und die Prioritäten der EU in der Arktis – eine Region, die immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses der globalen Akteure in einer Reihe von Politikbereichen wie Energie, Verkehr und Umwelt rückt.

Das Interesse an der Arktis hat in den letzten Jahrzehnten aufgrund des Wandels, der sich dort abspielt, zugenommen. Der Klimawandel lässt das Packeis schmelzen und die Permafrostsböden tauen. Dadurch richten sich die Blicke der globalen Akteure immer mehr auf die Energievorkommen und die Naturschätze in der Arktis, neue Verkehrswege, aber auch die ökologischen Herausforderungen. Der EU sind diese Entwicklungen nicht entgangen: 2008 und 2012 lancierte sie eine Arktispolitik und kündigte einen umfassenden Politikansatz für dieses Gebiet an.

Die öffentliche Anhörung zu der in Erarbeitung befindlichen EWSA-Stellungnahme "Die Politik der EU für den arktischen Raum als Antwort auf das neue weltweite Interesse an dieser Region – Standpunkte der Zivilgesellschaft" brachte ein breites Spektrum von Interessenträgern zusammen, was eine gehaltvolle Debatte über die Situation in der Arktis und die Zukunftsperspektiven ermöglichte. Den EWSA vertraten Paul Lidehäll, Vorsitzender der Studiengruppe "EU-Politik für den Arktischen Raum", Sandy Boyle, Vorsitzender der Fachgruppe Außenbeziehungen, Filip Hamro-Drotz, Berichterstatter der Stellungnahme sowie Mitglieder der Studiengruppe. Weitere Redner waren Professor Mauri Ylä-Kotola, Rektor der Universität Lappland, Prof. Paula Kankaanpää, Direktorin des Arktiszentrums, Michael Gahler, Mitglied des Europäischen Parlaments und Berichterstatter für die nachhaltige EU-Politik für den hohen Norden, Esko Lotvonen, Bürgermeister von Rovaniemi und Botschafter Hannu Halinen vom finnischen Außenministerium.

Der EWSA unterstützt die Prioritäten, die die Kommission und die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik in ihrer Mitteilung zur Politik der Europäischen Union für die Arktis skizziert haben. Die Vertreter des Ausschusses machten jedoch deutlich, dass die Europäische Union ihre Arktispolitik sobald wie möglich formalisierten sollte, um ihr Engagement als glaubhafter und konstruktiver Akteur zu unterstreichen. Diese Politik sollte mit den jeweiligen Strategien der Arktisanrainerstaaten im Einklang stehen, damit eine gute Verwaltung der Arktis im Rahmen einer effektiven Zusammenarbeit mit Ländern und Schlüsselpartnern entwickelt und umgesetzt werden kann. "Wir wollen die Möglichkeiten die uns die Arktis bietet, bestmöglich nutzen, dabei jedoch die negativen Auswirkungen durchs menschlichen Einfluss in diesem Gebiet auf ein Minimum begrenzen", so Filip Hamro–Drotz.

Wichtig ist dem EWSA auch, dass die Zivilgesellschaft, und hier vor allem die indigene Bevölkerung, umfassend und regelmäßig in die Arktis-Tätigkeiten beratend eingebunden wird.

Die Teilnehmer begrüßten den Beschluss der Europäischen Kommission, 1 Mio. EUR in ein vorbereitendes Projekt zu investieren, das zur Gründung des Informationszentrums EU-Arktis in Rovaniemi führen soll.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Karin Füssl, Leiterin des Pressereferats

E-Mail: karin.fussl@eesc.europa.eu

Tel.: +32 2 546 8722


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