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EWSA FORDERT GENAUERE BERECHNUNG UND OFFENLEGUNG DER TATSÄCHLICHEN GESAMTKOSTEN INTERMITTIERENDER ERNEUERBARER ENERGIEN

Comité économique et social - CES/13/37   26/04/2013

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CES/13/37

26 April 2013

EWSA FORDERT GENAUERE BERECHNUNG UND OFFENLEGUNG DER TATSÄCHLICHEN GESAMTKOSTEN INTERMITTIERENDER ERNEUERBARER ENERGIEN

Über die Gesamtkosten der Stromerzeugung aus intermittierenden erneuerbaren Energieträgern muss eine völlig transparente Debatte geführt und die entsprechenden Daten müssen öffentlich verfügbar gemacht werden, so der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss auf der informellen Tagung der Energieminister am Mittwoch in Dublin.

Der EWSA vertritt die Auffassung, dass ein nachhaltiges Energiesystem, das hauptsächlich aus erneuerbaren Energien gespeist wird, die einzige langfristige Lösung des Energieproblems ist. Um hierfür den Weg zu ebnen, die nachhaltige Unterstützung der Bürger sicherzustellen und die erforderlichen politischen Entscheidungen vorzubereiten, muss jedoch für Transparenz gesorgt und offener über die Kostenfrage diskutiert werden.

Durch Transparenz im Hinblick auf die Kosten der verschiedenen Energiesysteme wird in entscheidendem Maße dafür gesorgt, dass bei den Energieentscheidungen die tatsächlichen Kosten des erforderlichen Gesamtsystems berücksichtigt werden, erklärte der EWSA, als er seine auf Ersuchen des irischen Ratsvorsitzes erarbeitete Stellungnahme zu den wirtschaftlichen Auswirkungen von Elektrizitätssystemen mit einem wachsenden Anteil intermittierender erneuerbarer Energien vorlegte.

"Eine zunehmende Erzeugung von Strom aus intermittierenden erneuerbaren Energieträgern wird bei den Verbrauchern – sowohl bei der Industrie als auch den Privathaushalten – unweigerlich zu deutlich höheren Kosten führen", so der Berichterstatter dieser Stellungnahme Gerd Wolf (Deutschland, Gruppe Verschiedene Interessen).

Laut EWSA machen die Kosten für die Einspeisung von aus diesen Energieträgern gewonnenem Strom aus den Produktionsanlagen ins Netz schätzungsweise nur die Hälfte der Gesamtkosten aus. Über einen gewissen Anteil intermittierender erneuerbarer Energien am Energiemix hinaus sind beim Gesamtsystem zusätzliche Elemente erforderlich – Ausbau der Übertragungsnetze, Speichereinrichtungen und Reservekapazitäten.

Sollten diese Komponenten nicht zur Verfügung gestellt werden, könnten die installierten Einrichtungen nicht effizient genutzt werden und die Versorgungssicherheit sowie die Funktionsfähigkeit des europäischen Energiemarkts würden gefährdet, warnte der EWSA.

Daher sollten weitere, über die genannten hinausgehenden Kosten als Folge unangemessener und inkonsequenter Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energieträger in den einzelnen Mitgliedstaaten unbedingt vermieden werden. Sie könnten eine Marktfragmentierung, Ineffizienz und Akzeptanzprobleme bei den Bürgern verursachen. Die Einspeiseregeln für erneuerbare Energien müssen daher sorgfältig definiert bzw. neu definiert werden, so der EWSA.

Die Kostenfrage und die damit zusammenhängenden Chancen und Problemen müssen transparenter behandelt, sorgfältig und in quantitativer Hinsicht analysiert und offen diskutiert werden. Der vom EWSA geforderte europäische Energiedialog wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung, erklärte Stéphane Buffetaut (Gruppe Arbeitgeber, Frankreich), Vorsitzender der für Energie zuständigen Fachgruppe.

Der EWSA ist überzeugt, dass die EU durch mehr Klarheit bei den Gesamtkosten der intermittierenden erneuerbaren Energieträger und alternativen Energieoptionen den politischen Prozess erheblich verbessern und den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft erleichtern könnte. Außerdem tritt der EWSA nachdrücklich für eine Europäische Energiegemeinschaft ein, da dies der beste Weg ist, das Potenzial der EU auf kosteneffiziente Weise auszubauen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

EWSA-Pressereferat

E-Mail: press@eesc.europa.eu

Tel.: +32 2 546 8722

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Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) gewährleistet die Vertretung der verschiedenen wirtschaftlichen und sozialen Bereiche der organisierten Zivilgesellschaft. Er ist eine beratende Versammlung und wurde 1957 durch die Römischen Verträge errichtet. Die beratende Funktion des EWSA ermöglicht es seinen Mitgliedern und damit auch den Organisationen, die diese vertreten, am Beschlussfassungsprozess der EU teilzuhaben. Dem Ausschuss gehören 344 Mitglieder an, die vom Rat der Europäischen Union ernannt werden.

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