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EWSA RUFT ZU BEENDIGUNG DER LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG IN DER EU AUF

European Economic and Social Committee - CES/13/26   20/03/2013

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CES/13/26

20. März 2013

EWSA RUFT ZU BEENDIGUNG DER LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG IN DER EU AUF

Jedes Jahr werden in der EU 89 Mio. Tonnen Lebensmittel verschwendet, während gleichzeitig 79 Mio. Bürgerinnen und Bürger unter der Armutsgrenze leben. In seiner am 20. März 2013 verabschiedeten Stellungnahme zur Vermeidung und Verringerung von Lebensmittelverschwendung fordert der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) die Europäische Kommission dazu auf, Schritte gegen diese dramatische Entwicklung zu ergreifen, die durch die Wirtschaftskrise weiter verschlimmert wird.

"Die Situation ist schlicht inakzeptabel. Traurigerweise ist die Zahl der Menschen, die auf soziale Unterstützung angewiesen sind, mit der gegenwärtigen Krise weiter angestiegen, während die Zahl der Lebensmittelbanken gesunken ist, obwohl der Bedarf an Nahrungsmittelhilfe stark zugenommen hat. Paradoxerweise landen in der EU jedes Jahr bis zu 30% der Lebensmittel aus Haushalten, Supermärkten, Restaurants sowie in den einzelnen Etappen der Lebensmittelversorgungskette auf dem Müll. Dem müssen wir ein Ende setzen", so der Berichterstatter für die EWSA-Stellungnahme zur Vermeidung und Verringerung von Lebensmittelverschwendung, Yves Somville (Gruppe Verschiedene Interessen, Belgien).

Der EWSA fordert daher eine koordinierte Strategie auf europäischer Ebene, die EU-weite und nationale Maßnahmen miteinander kombiniert, um die Lebensmittelversorgung und den Lebensmittelverbrauch effizienter zu machen und die Verschwendung von Lebensmitteln als dringliche Problematik anzugehen. Die Vermeidung und Verringerung von Lebensmittelverschwendung sind nicht nur wichtige Aspekte im weiter gefassten Kontext der Ernährungssicherheit und Ressourceneffizienz, sondern auch eine soziale Frage.

Der EWSA empfiehlt die Schaffung von Plattformen für den Austausch von Erfahrungen bei der Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung und die Verbreitung bewährter Vorgehensweisen: Die gezielte Weitergabe von Erzeugnissen aus dem Einzelhandel und der Gastronomie an Lebensmittelbanken, Initiativen im Bereich der Besteuerung, den Haftungsausschluss für Spender sowie die Beseitigung von Verwaltungshürden sind nur einige Beispiele für Maßnahmen, die in manchen EU-Mitgliedstaaten und Regionen bereits mit Erfolg umgesetzt werden.

Nach Auffassung des EWSA muss der Vermeidung und Verringerung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung politische Priorität eingeräumt werden. Manche Mitgliedstaaten und Regionen haben bereits umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung ergriffen. Der EWSA fordert eine solche Politik auch auf EU-Ebene. 79 Mio. Bürgerinnen und Bürger der EU leben unter der Armutsgrenze, und 16 Mio. sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen; gleichzeitig landen 30% der Lebensmittel (89 Mio. Tonnen jährlich) auf dem Müll.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Karin Füssl, Leiterin des Pressereferats

E-mail: karin.fussl@eesc.europa.eu

Tel.: +32 2 546 8722


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