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CES/13/21

8. März 2013

Die Förderung von Medienkompetenz führt zu einem besseren Internet

Um das Internet sicherer zu machen, sollten die europäischen Länder der Förderung von Medienkompetenzen und Eigenverantwortung mehr Gewicht beimessen als zentralisierten Maßnahmen, lautet die Forderung des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses.

Soziale Netwerke und neue Online-Technologien haben die Entwicklung flexibler Kommunikationsinstrumente angestoßen, die in viele Bereiche unseres Privatlebens, unseres Arbeitsalltags und unserer Kultur Einzug gehalten haben. Gleichzeitig nehmen mit dem Wachstum der digitalen Gesellschaft jedoch auch potenziell gefährliche oder illegale Inhalte und Aktivitäten im Netz zu, wodurch Internetnutzer erheblichen Risiken ausgesetzt sind.

Diese Chancen und Herausforderungen betreffen u.a. die grundlegenden Rechte der Nutzer, mögliche Regulierungsansätze oder auch die Art der Zusammenarbeit auf internationaler und EU-Ebene.

Auf der eintägigen EWSA-Konferenz mit dem Titel "Für einen verantwortungsvolleren Internet-Umgang: die Perspektive der europäischen Zivilgesellschaft" wurde erörtert, ob und wenn ja wie Meinungsfreiheit im Internet und Schutz der persönlichen Würde und Privatsphäre miteinander in Einklang gebracht werden können.

"Zensur ist ebenso wenig eine Option wie Laissez-faire", unterstrich Laure Batut, EWSA-Mitglied (Arbeitnehmer, Frankreich), die als Berichterstatterin für mehrere Ausschussstellungnahmen zum digitalen Binnenmarkt sowie zu digitalen Kompetenzen und eSkills verantwortlich zeichnet.

Laure Batut forderte ein neues Konzept, das auf "Sensibilisierungskampagnen für Internetnutzer und einer stärkeren Ausrichtung auf Erziehung und Information" beruht – ein Standpunkt, der von Catherine Noone, Mitglied des irischen Oberhauses (Seanad Éireann), geteilt wurde: "Die individuelle Förderung von Medienkompetenzen und Eigenverantwortung wird immer wirksamer sein als die zentralisierte Durchführung von Maßnahmen".

Viele Teilnehmer sprachen sich für eine Selbstregulierung der Industrie aus, die sich ihrer Meinung nach für den Schutz der Nutzer im Internet besser eignet als strenge verbindliche Vorschriften. "Aufgrund der rasanten Entwicklung von Technologie und Online-Welt könnten Vorschriften sehr rasch überholt sein", warnte EWSA-Vizepräsidentin Anna-Maria Darmanin.

"Vorschriften zum Schutz der Netizens [Netzbürger] dürfen ihre Freiheit und Autonomie weder einschränken noch beeinträchtigen", hob Amelia Andersdotter, MdEP, hervor. Es sollte ihres Erachtens möglich sein, einen bürgerorientierten Politikrahmen für verantwortungsvolle Internetnutzung aufzubauen.

Die Vertreterin des Europarates, Elvana Thaci, plädierte dafür, die geltenden Vorschriften für die Sicherstellung des Schutzes der Internetnutzer anzuwenden. "Die Anwendung der geltenden Menschenrechte sollte auf die Internetnutzer ausgeweitet werden."

Anna-Maria Darmanin betonte nachdrücklich, dass ein neues Konzept für den Schutz von Internetnutzern im Rahmen eines "intensiven Dialogs mit allen Interessenträgern und einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit" entwickelt werden muss, "wobei die Meinungen und Bedürfnisse sozial schwacher Gruppen zu berücksichtigen sind".

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Karin Füssl, Leiterin des Pressereferats

E-Mail: karin.fussl@eesc.europa.eu

Tel.: +32 2 546 8722


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