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GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

BEI/14/47

4. März 2014

Die EIB intensiviert ihre Tätigkeit in Tunesien

Darlehen von 150 Mio EUR (325 Mio TND) an die ETAP für den Infrastrukturausbau und die Energieversorgung

Die Europäische Investitionsbank und die Entreprise Tunisienne d’Activités Pétrolières (ETAP) wissen, wie wichtig der Energiesektor für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Tunesiens ist. Deswegen haben sie eine Finanzierung von 150 Mio EUR (etwa 325 Mio tunesische Dinar) vereinbart, die die Produktionsaufnahme in der Nawara-Konzession im Süden des Landes ermöglicht. Der Finanzierungsvertrag wurde am 4. März 2014 von Mohamed Akrout, dem CEO der ETAP, und von Philippe de Fontaine Vive, EIB-Vizepräsident, in Anwesenheit des tunesischen Ministers für Industrie, Energie und Bergbau Kamel Bennaceur und von Noureddine Zekri, dem Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, der für Entwicklung und internationale Zusammenarbeit zuständig ist, sowie der Botschafterin der Europäischen Union Laura Baeza unterzeichnet.

Dieses in Partnerschaft mit dem österreichischen Unternehmen OMV durchgeführte großangelegte Energieprojekt ist von großer Bedeutung für Tunesien. Es ist entscheidend für die Energieversorgung der tunesischen Wirtschaft.

Außerdem trägt es zu einer nachhaltigen Entwicklung bei, da die Gasabfacklung kontrolliert vollzogen bzw. darauf verzichtet wird, was die CO²-Emissionen erheblich verringern dürfte. So können die tunesischen Unternehmen eine saubere Energie nutzen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen.

Für Tunesien ist dieses Projekt zukunftsweisend. Durch die neuen Produktionsanlagen können die bestehenden Vorkommen weiter erschlossen werden, der tunesische Markt mit Erdgas versorgt und weitere Initiativen im Bereich der Exploration von Erdöl- und Erdgasvorkommen gefördert werden, die für Tunesien einen großen wirtschaftlichen Vorteil darstellen.

Diesbezüglich erklärte der tunesische Minister für Industrie, Energie und Bergbau Kamel Ben Naceur, dass die tunesische Regierung den Abschluss und die Realisierung dieses Projekts begrüßt, durch das die tunesische Wirtschaft neue Impulse erhält. Er betont die Rolle der Partnerschaft Europa-Mittelmeer und die von der EIB in Tunesien und insbesondere im Energiesektor unternommenen Anstrengungen.

Die EIB stärkt durch diese Finanzierung ihre Partnerschaft mit den tunesischen Unternehmen. Andererseits forderte der Minister die EIB auf, ihre Unterstützung für andere Projekte fortzusetzen, die die allgemeine Entwicklung Tunesiens fördern.

Mohamed AKROUT, der CEO der ETAP, bekräftigte seinerseits die strategische Bedeutung eines solchen Projekts für das Land und wies auf dessen wirtschaftliche, soziale und ökologische Auswirkungen hin. Außerdem bedankte er sich bei der EIB für die in Tunesien geleistete Arbeit und bei allen, die an der Gestaltung dieser Finanzierung beteiligt waren, insbesondere bei der Regierungspräsidentschaft, beim Ministerium für Industrie, Energie und Bergbau, beim Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, beim Staatssekretariat im Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, das für Entwicklung und internationale Zusammenarbeit zuständig ist, und bei der tunesischen Zentralbank.

„Es ist dies eine wichtige Finanzierung mit starkem Symbolcharakter für Tunesien“, erklärte Philippe de Fontaine Vive, EIB-Vizepräsident, anlässlich der Unterzeichnung „Sie zeigt auf sehr konkrete Weise, worum es bei der Partnerschaft Europa-Mittelmeer geht.“

„Die EIB ist ein wertvoller Partner Tunesiens. Der Energiesektor ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes. Durch die Unterstützung solcher Vorhaben arbeiten wir konkret an der nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung Tunesiens. Wir sind zugunsten einer künftigen größeren energiewirtschaftlichen Unabhängigkeit tätig. Wir unterstützen die tunesischen Unternehmen und schaffen Arbeitsplätze für junge Menschen. Dieses Projekt wirkt sich unmittelbar auf die Verbesserung der Lebensqualität der Tunesier aus“, fügte er abschließend hinzu.

Als größter Geldgeber für Entwicklungsprojekte im Mittelmeerraum hat die EIB alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel und ihr Know-how genutzt, um zur Bewältigung der wirtschaftlichen und sozialen Herausforderung in Tunesien beizutragen. Seit dem „Aufstand für Demokratie“ im Januar 2011 unterzeichnete die EIB Finanzierungen über insgesamt 562 Mio EUR (1,2 Mrd TND) für Projekte in den wichtigsten Sektoren der tunesischen Wirtschaft, wie Energie, KMU, Infrastruktur und sozialer Wohnungsbau. Die EIB bereitet außerdem die Zukunft des Landes vor, indem sie 2013 neue Finanzierungen über insgesamt 470 Mio EUR (1 Mrd TND) genehmigte bzw. vorbereitete.

Allgemeine Informationen

Die EIB ist der größte Geldgeber im Mittelmeerraum. Ihre Finanzierungen in dieser Region stellt sie über die im Oktober 2002 eingerichtete FEMIP bereit. (FEMIP steht für Facility for Euro-Mediterranean Investment and Partnership – Investitionsfazilität und Partnerschaft Europa-Mittelmeer). Ziel der FEMIP ist es, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Partnerländern des Mittelmeerraums durch konkrete Maßnahmen zu unterstützen und damit die Lebensbedingungen der Menschen in dieser Region zu verbessern. Bis Ende 2010 wurden hierfür Mittel in Höhe von insgesamt mehr als 12 Mrd EUR bereitgestellt bzw. zugesagt. http://www.eib.org/femip  

Pressekontakt

Europäische Investitionsbank:

Anne-Cécile Auguin, a.auguin@eib.org , +33 1 55047460, Mobiltel. +352 621 36 19 48

Website: www.eib.org/press – Pressestelle: +352 4379 21000 – press@eib.org


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