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PRESSEMITTEILUNG

BEI/13/71

Amman, Jordanien, 24. Mai 2013

IFC, EIB und AFD unterstützen kleine Unternehmen im Nahen Osten und in Nordafrika

Amman, Jordanien, 24. Mai 2013— Die IFC, ein Mitglied der Weltbankgruppe, hat gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB), der französischen Entwicklungsagentur AFD und der Europäischen Kommission eine Initiative gestartet, um Finanzierungsmittel für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Nahen Osten und in Nordafrika (MENA-Region) bereitzustellen.

Die sogenannte „MENA SME Facility“ wird von der IFC in Zusammenarbeit mit der Weltbank, internationalen Finanzierungsinstitutionen und Geldgebern eingerichtet. Die IFC und die EIB stellen für die Initiative jeweils 150 Mio USD bereit. Die AFD beteiligt sich mit 50 Mio USD, und die EU-Kommission stellt aus der Nachbarschaftsinvestitionsfazilität (NIF) 24 Mio EUR bereit. Über die Fazilität sollen kleine Unternehmen in der Region künftig Zugang zu mehr Finanzierungsmitteln haben. Die IFC leitet die Einrichtung der Fazilität, die dazu beitragen soll, in der Region Arbeitsplätze zu schaffen.

Zudem wird die Fazilität über Risikoteilungsvereinbarungen mit einheimischen Banken bewirken, dass diese in der Region weitere 350 bis 400 Mio USD für den KMU-Sektor bereitstellen. Der strategische Schwerpunkt liegt dabei auf Marokko, Tunesien, Ägypten, Libanon und Jordanien. Die Banken in diesen Ländern werden dabei unterstützt, in einem unsicheren Investitionsklima mit weniger Risiken arbeiten zu können. Gleichzeitig fördert die Initiative damit die Schaffung von Arbeitsplätzen in Ländern, in denen die Jugendarbeitslosigkeit besonders hoch ist. Das ist vor allem in einer Region wichtig, in der in den nächsten zehn Jahren rund 75 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen müssen, um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten zu können.

„Die Europäische Investitionsbank fördert dieses innovative Risikoteilungsinstrument, das den Zielen der Partnerschaft von Deauville entspricht“, erklärte EIB-Vizepräsident Philippe de Fontaine Vive. „Ein vom Privatsektor getragenes Wirtschaftswachstum ist der Grundstein für jede ausgewogene Strategie und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region. Die Initiative steht zudem mit dem Ziel des Europäischen Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstruments in Einklang, das vor allem Investitionen und den globalen Handel des Privatsektors fördert.“

Der Betrag, der über die EIB aus der NIF bereitgestellt wird, ist der erste Beitrag zur nachrangigen Tranche der Fazilität und trägt wesentlich dazu bei, die Finanzierung der Initiative zu sichern.

„KMU sind ein wichtiger Motor für die Wirtschaft. Durch die Risikoteilung mit einheimischen Banken bei KMU-Krediten wird die Fazilität bewirken, dass letztlich mehr Mittel für KMU bereitgestellt werden können“, erklärte Hervé Breton, Direktor der AFD in Amman. „Diese Initiative ist das Ergebnis einer engeren Zusammenarbeit zwischen Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen, die in der Region tätig sind. Ermöglicht wird sie durch den Beitrag der Europäischen Kommission aus der NIF.“

Dimitris Tsitsiragos, IFC-Vizepräsident für Europa, Zentralasien, den Nahen Osten und Nordafrika, erläuterte: „Banken halten sich bei der Kreditvergabe an KMU immer sehr zurück, weil sie solche Kredite für zu risikoreich halten. Durch die neue Risikoteilungsfazilität für KMU-Kredite können sich zwischengeschaltete Finanzinstitute über Garantien gegen das mit solchen Krediten verbundene Risiko absichern. Folglich dürften Banken nun eher bereit sein, Kredite an KMU zu vergeben. Damit können in diesem Sektor Arbeitsplätze geschaffen werden, was wiederum zu einem vom Privatsektor getragenen Wachstum beiträgt.“

Der Unternehmenssektor in den MENA-Ländern besteht zu rund 80 % aus KMU. Sie beschäftigen fast 40 % aller Arbeitnehmer in der Region. Allerdings haben diese KMU kaum Zugang zu Finanzierungsmitteln. Nur wenige Unternehmen können Kredite aufnehmen. Grund dafür sind die lähmenden rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen. Die Fazilität enthält daher auch eine Komponente für technische Hilfe, durch die in Zusammenarbeit mit der Weltbank das aufsichtsrechtliche Umfeld für kleine Unternehmen verbessert werden soll. Dabei sollen die Banken auch ein besseres Verständnis dafür entwickeln, welcher Nutzen mit der Kreditvergabe an KMU verbunden ist. Über die technische Hilfe werden sie außerdem bei der Entwicklung neuer Produkte unterstützt, wie Darlehen für Unternehmer, die kaum Sicherheiten stellen können.

About IFC

IFC, a member of the World Bank Group is the largest global development institution focused exclusively on the private sector. We help developing countries achieve sustainable growth by financing investment, mobilizing capital in international financial markets, and providing advisory services to businesses and governments. In FY12, our investments reached an all-time high of more than $20 billion, leveraging the power of the private sector to create jobs, spark innovation, and tackle the world’s most pressing development challenges. For more information, visit www.ifc.org.

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About the EIB

The European Investment Bank (EIB) is the long-term lending institution of the European Union owned by its member states. It makes long-term finance available for sound investment in order to contribute towards EU policy goals. It is the leading financial investor in the Mediterranean via the Facility for Euro-Mediterranean Investment and Partnership (FEMIP), which was established in October 2002. FEMIP provides practical support for economic and social development in the Mediterranean with the aim of improving living conditions in partner countries. At the end of 2010, this commitment represented a total investment of more than €12 billion. For more information, please visit www.eib.org/femip

About the Agence Française de Développement

The Agence Française de Développement (AFD) is a public development finance institution that has been working to fight poverty and foster economic growth in developing countries and French overseas communities for 70 years. It executes the policy defined by the French government. AFD is present on four continents where it has an international network of 70 agencies and representation offices, including nine in the French overseas communities and one in Brussels. It finances and supports projects that improve people’s living conditions, promote economic growth, and protect the planet, such as schooling for children, maternal health, support for farmers and small businesses, water supply, tropical forest preservation, and the fight against climate change. In 2012, AFD approved €7 billion to finance activities in developing countries and French overseas communities. The funds will help get 10 million children into primary school and 3 million into secondary school; they will also improve drinking water supply for 1.79 million people. Energy efficiency projects financed by AFD in 2012 will save nearly 3.6 million tons of carbon dioxide emissions annually. For more information, please visit www.afd.fr

About the Neighborhood Investment Facility

The Neighborhood Investment Facility (NIF) brings together grant funding from the European Commission and European Union member states, and loans from European public finance institutions. It supports infrastructure projects in the transport, energy, social, and environment sectors as well as private sector initiatives (in particular SMEs) in the EU neighborhood region. To benefit from the NIF, a project has to be submitted by a European public finance institution and to be co-financed by two or more European institutions. To date, the NIF has contributed €417.7 million to infrastructure and private sector projects, leveraging a total project volume of more than €14 billion in the European southern and eastern neighborhood.

In Ägypten:

Riham Mustafa, IFC

Tel.: +20 2 2461 4230

E-Mail: RMustafa@ifc.org

In Luxemburg:

Anne-Cécile Auguin, EIB

Tel.: +352 621 36 19 48

E-Mail: a.auguin@eib.org

In Frankreich:

Magali Mévellec, AFD

Tel.: +33 153 444 031

E-Mail: mevellecm@afd.fr


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