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PRESSEMITTEILUNG

BEI/12/192

Verona, den 7. Dezember 2012

EIB-Gruppe und Banco Popolare unterstützen KMU, Midcap-Unternehmen, Unternehmensnetze, innovative FuE-Vorhaben und Wiederaufbauarbeiten nach dem Erdbeben in Emilia-Romagna mit 560 Mio EUR

  • KMU und Midcap-Unternehmen: 200 Mio EUR

  • EIF-Garantien für innovative KMU: 60 Mio EUR

  • Erdbeben in Emilia-Romagna: 50 Mio EUR

  • Industria 2015 und wissensbasierte Wirtschaft in Italien: 55 Mio EUR

  • Unternehmensnetze: 20 Mio EUR

Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB und EIF, Europäischer Investitionsfonds) und die Banco Popolare-Gruppe haben heute in Verona fünf neue mittel- und langfristige Darlehen und eine Garantiefazilität zur Unterstützung italienischer Unternehmen im Gesamtbetrag von 385 Mio EUR unterzeichnet. Zudem wurden die Bedingungen und Modalitäten für die Verwendung von drei bereits unterzeichneten Darlehen vereinbart. Über sie sollen weitere 175 Mio EUR bereitgestellt werden. Auch diese Darlehen sind für die Finanzierung von Investitionsprogrammen von KMU und Midcap-Unternehmen vorgesehen.

Mit diesen Operationen knüpft die EIB an ihre gute Zusammenarbeit mit Banco Popolare an. Sie fallen unter die Rahmenvereinbarung, die die EIB 2009 mit ABI und Confindustria zur Unterstützung des produktiven Sektors in Italien abgeschlossen hat. Ziel ist es, die Auswirkungen der Finanzkrise zu mindern und die einsetzende Erholung zu unterstützen.

Durch die Garantievereinbarung, die der EIF zur Unterstützung von auf Forschung, Entwicklung und Innovation spezialisierten KMU unterzeichnet hat, kommt erstmals das neue Risikoteilungsinstrument in Italien zum Einsatz. Dieses Instrument wurde vom EIF und von der Europäischen Kommission entwickelt und gehört zur Fazilität für Finanzierungen auf Risikoteilungsbasis (RSFF). Das neue Instrument wurde 2011 von der EU-Kommission und der EIB eingeführt.

Damit hat der EIF in Italien erstmals eine Garantievereinbarung im Rahmen des 2011 eingeführten Risikoteilungsinstruments unterzeichnet. Die Garantie dient zur Unterstützung von FuE-Vorhaben von KMU.

„Für Unternehmen und vor allem für KMU ist der Zugang zu Finanzierungsmitteln unerlässlich, um diese langanhaltende Rezession zu überstehen. Dank der Zusammenarbeit mit Banco Popolare kann die EIB-Gruppe neue Finanzierungsmittel für Italiens produktiven Sektor bereitstellen“, erklärte Dario Scannapieco, der für Finanzierungen in Italien, Malta, den Ländern des Westbalkans und in Griechenland zuständige Vizepräsident der EIB und Vorsitzender des Verwaltungsrats des EIF. „Durch die heute unterzeichneten Vereinbarungen kann Banco Popolare KMU eine breite Palette potenzieller Instrumente zur Verfügung stellen, mit denen vor allem FuE-Projekte in den unterstützten Sektoren gefördert werden sollen.“

„Durch die mit der EIB und dem EIF unterzeichneten Vereinbarungen können wir KMU künftig noch umfangreicher unterstützen. Kleine Unternehmen waren schon immer die wichtigste Zielkundschaft unserer Gruppe“, so Maurizio Faroni, Generaldirektor von Banco Popolare. „Über diese Vereinbarungen können wir drei Ziele erreichen: Wir werden umfangreiche Ressourcen mobilisieren. Damit können wir dringende Maßnahmen in zentralen Bereichen unseres Produktionssystems durchführen. Zudem erhalten unsere Banken die notwendigen Finanzierungsmittel, um Unternehmen trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds bei ihren Investitionen in Innovation unterstützen zu können.“

Kleine und mittlere Firmen (KMU) und Midcap-Unternehmen (200 Mio EUR)

Die EIB wird für italienische Unternehmen 200 Mio EUR zu besonders günstigen Konditionen bereitstellen. Mindestens 70 % der Finanzierungsmittel sind für Vorhaben von KMU (Firmen mit bis zu 250 Mitarbeitern) vorgesehen. Die übrigen Mittel können an italienische Midcap-Unternehmen (250 bis 3 000 Mitarbeiter) vergeben werden. Die Darlehen werden sowohl für neue Projekte als auch für laufende Vorhaben gewährt. Finanzierungsmittel können in allen produktiven Wirtschaftsbereichen bereitgestellt werden – von der Landwirtschaft über Handwerk, Industrie und Handel bis hin zu Fremdenverkehr und Dienstleistungen. Die Mittel können für den Kauf, den Bau, den Ausbau sowie die Renovierung von Gebäuden, den Kauf von Anlagen, Ausrüstungen, Fahrzeugen und Maschinen, die Finanzierung von projektbezogenen Kosten, für zusätzliche Aufwendungen und für immaterielle Vermögenswerte eingesetzt werden. Dazu gehören auch Aufwendungen für Forschung, Entwicklung und Innovation. Ebenso kann mit den Darlehen das für die Unternehmenstätigkeit benötigte Betriebskapital finanziert werden.

Die Kredite, die aus dem EIB-Darlehen vergeben werden, können bis zu 100 % der jeweiligen Projektkosten decken. Dabei sind Laufzeiten von bis zu 10 Jahren möglich.

Banco Popolare hat sich zudem verpflichtet, aus eigenen Mitteln Finanzierungen für KMU bereitzustellen. Dadurch erhöhen sich die Mittel, die insgesamt zur Unterstützung der italienischen Wirtschaft zur Verfügung stehen.

EIF-Garantie für innovative KMU (60 Mio EUR)

Der Garantievertrag über 60 Mio EUR, den der EIF mit Banco Popolare abgeschlossen hat, ist die erste EIF-Operation dieser Art in Italien. Die Garantie wird im Rahmen des Risikoteilungsinstruments gewährt und dient zur Unterstützung von KMU, die auf Innovation und FuE spezialisiert sind. Über diesen Mechanismus übernimmt der EIF 50 % des Kreditrisikos, das die italienische Bank zur Unterstützung innovativer KMU-Vorhaben eingeht. Eventuelle Erstverluste, die dem EIF bei solchen Operationen entstehen, werden durch eine Garantie der Europäischen Kommission abgedeckt. Auf diese Weise verfügen die Banken letztlich über mehr freies Kapital für neue Darlehen. Durch die Vereinbarung kann Banco Popolare in den kommenden zwei Jahren neue Darlehen von bis zu 120 Mio EUR an KMU vergeben. Das Risikoteilungsinstrument gilt für Darlehen zwischen 25 000 EUR und 7,5 Mio EUR mit Laufzeiten von bis zu sieben Jahren, die an Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern vergeben werden.

Industria 2015 (30 Mio EUR) und wissensbasierte Wirtschaft in Italien (25 Mio EUR)

Auf Vorschlag der Confindustria beteiligt sich die EIB in Italien weiterhin an der Finanzierung von Projekten, die vom a) Ministerium für Wirtschaftsentwicklung im Rahmen der Initiative Industria 2015 und b) vom Ministerium für Bildung und Forschung in Verbindung mit Initiativen für industrielle Forschung ausgewählt wurden, die im Rahmen des Nationalen Programms für Forschung und Wettbewerbsfähigkeit 2007-2013 vorgesehen sind. Die EIB hat für jede Komponente ein Darlehen von 150 Mio EUR genehmigt (insgesamt 300 Mio EUR).

Die Tranche, die heute für die Initiative der wissensbasierten Wirtschaft in Italien unterzeichnet wurde, ist die erste derartige Finanzierung der EIB in Italien. Sie demonstriert hervorragend, wie die Bank zusammen mit nationalen Behörden Forschung, Entwicklung und Innovation unterstützen kann, wobei Konvergenzregionen im Vordergrund stehen (Kampanien, Sizilien, Apulien und Kalabrien).

Unternehmensnetze (20 Mio EUR)

Dieses Globaldarlehen ist für Unternehmensnetze bestimmt. Bei solchen Netzen handelt es sich um den freien Zusammenschluss von Firmen mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und den Innovationsgeist der jeweiligen Mitglieder zu fördern. Diese Form des Zusammenschlusses wurde vor kurzem auch in das italienische Rechtssystem aufgenommen (Vereinbarung betreffend Unternehmensnetze, Gesetz Nr. 33/2009). Die EIB hat ein Globaldarlehen von 100 Mio EUR zur Unterstützung von Unternehmensnetzen genehmigt. Mit den aus EIB-Mitteln vergebenen Darlehen können bis zu 100 % der jeweiligen Projektkosten finanziert werden. Dabei sind Laufzeiten von bis zu 10 Jahren möglich.

Erdbeben in Emilia-Romagna (50 Mio EUR)

Die EIB gewährt ein Darlehen von 50 Mio EUR, das zur Finanzierung des Wiederaufbaus und der erdbebensicheren Sanierung von Infrastruktur dient, die durch das Erdbeben im Mai 2012 beschädigt wurde. Mit den Darlehen werden Projekte unterstützt, die von Unternehmen beliebiger Größe (KMU, Midcap- und Großunternehmen) und Gebietskörperschaften (Kommunen, Provinzen) in Gebieten durchgeführt werden, die von dem Erdbeben betroffen waren. Dabei werden Vorhaben in allen Sektoren berücksichtigt, in denen die EIB normalerweise tätig ist. Gemeinsam mit italienischen Banken hat die EIB bisher insgesamt 200 Mio EUR für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben in Emilia-Romagna bereitgestellt.

Mit den aus EIB-Mitteln vergebenen Darlehen können bis zu 50 % der jeweiligen Projektkosten (bzw. 100 % bei Vorhaben von KMU) finanziert werden. Dabei sind Laufzeiten von bis zu 15 Jahren möglich.

Pressekontakt:

EIB: Marco Santarelli, m.santarelli@eib.org; (+39) 331 6595594

Internet: www.eib.org/press – Pressestelle: (+352) 4379 21000 – press@eib.org

EIF: David Yormesor, Tel.: (+352) 42 66 88 346, E-Mail: d.yormesor@eif.org

Banco Popolare:


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