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PRESSEMITTEILUNG

BEI/12/170

Moskau/Luxemburg, den 23. November 2012

EIB und Sberbank verstärken Zusammenarbeit in gemeinsamen Zuständigkeitsbereichen

Der Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), Werner Hoyer, und der Vorstandsvorsitzende der Sberbank, Herman Gref, haben heute eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die beiden Finanzierungsinstitutionen wollen künftig zusammenarbeiten, um vor allem KMU und Midcap-Unternehmen den Zugang zu langfristigen Finanzierungsmitteln zu erleichtern und Klimaschutzprojekte in Mittel- und Osteuropa, Russland, der Türkei, den östlichen Nachbarländern und Zentralasien zu unterstützen.

EIB-Präsident Werner Hoyer sagte: „Die EIB und die Sberbank bündeln ihre Kompetenzen und ihre Mittel, um in Ländern, in denen sie beide tätig sind, Projekte von gemeinsamem Interesse durchzuführen. Wir wollen in diesen Ländern die Finanzierung von KMU erleichtern und Klimaschutzprojekte fördern.“

Herman Gref, Vorstandsvorsitzender der Sberbank, kommentierte: „Es ist kein Zufall, dass die Europäische Investitionsbank eine Kooperationsvereinbarung mit der Sberbank unterzeichnet hat, die im Begriff ist, sich zu einer grenzüberschreitenden Bank mit starker Präsenz in Europa zu entwickeln. Ich bin sicher, dass die Vereinbarung der Grundstein für einen weiteren Ausbau der Beziehungen zwischen der Sberbank und der EIB sein wird.“

Nachdem die Sberbank vor Kurzem die Volksbank International AG übernommen hat, wollen die beiden Banken zusammenarbeiten, um KMU in der Tschechischen Republik, in Ungarn und in der Slowakei zu unterstützen. Der Erwerb der DenizBank durch die Sberbank ermöglicht den beiden Finanzierungsinstitutionen eine engere Zusammenarbeit mit KMU sowie in vorrangigen Bereichen von gemeinsamem Interesse in der Türkei. Darüber hinaus wollen die Banken vor allem KMU und Midcap-Unternehmen in Russland, den östlichen Nachbarländern und Zentralasien gemeinsam unterstützen.

Die Zusammenarbeit steht auch in Einklang mit dem Gemeinsamen Aktionsplan der IFI für Wachstum in Mittel- und Südosteuropa. Dieser soll einen besseren Zugang zu langfristigen Finanzierungsmitteln ermöglichen, um Initiativen des privaten und des öffentlichen Sektors zu unterstützen, etwa in den Bereichen Infrastruktur und Unternehmensinvestitionen und im Finanzsektor. Neu an dem Gemeinsamen Aktionsplan ist, dass das Wachstum gefördert wird, indem Maßnahmen zur Umstrukturierung, Konsolidierung und Diversifizierung der Wirtschaft finanziert werden. Durch langfristige Darlehen soll die Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft gesteigert werden.

Hintergrundinformationen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Institution der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Die EIB vergibt langfristige Darlehen für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen.

Durch ihre Finanzierungstätigkeit in den Kandidatenländern und den potenziellen Kandidatenländern fördert die EIB den Integrationsprozess dieser Länder und unterstützt sie dabei, die EU-Beitrittskriterien zu erfüllen und ihre wirtschaftliche Entwicklung an die der Union anzugleichen. So wird eine bestmögliche Vorbereitung der Länder auf eine EU-Mitgliedschaft gewährleistet.

Die EIB unterstützt Projekte in Russland und den östlichen Nachbarländern auf der Grundlage eines Finanzierungsmandats von 3,8 Mrd EUR für die östlichen Partnerländer (Ukraine, Moldau, Georgien, Armenien, Aserbaidschan und Russland), das ihr der Rat der EU und das Europäische Parlament für den Zeitraum 2007-2013 erteilt haben. Im Rahmen dieses Mandats werden Projekte zur Unterstützung des inländischen Privatsektors, zur Entwicklung der wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur sowie zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Anpassung an seine Auswirkungen gefördert. Dieses Außenmandat wird durch die FÖP und die Fazilität für Nachhaltigkeit und Sicherheit der Energieversorgung (ESF) ergänzt, die die EIB auf eigenes Risiko eingerichtet hat und in deren Rahmen sie bis zu 4,5 Mrd EUR bereitstellen kann.

Die russische Sberbank ist die größte Bank Russlands. Sie hält nahezu ein Drittel des gesamten Vermögens des russischen Bankensektors. Gründer und wichtigster Anteilseigner der Sberbank ist die Zentralbank der Russischen Föderation. Sie hält 50 % des gesamten Anteilskapitals sowie eine Stimmrechtsaktie. Die übrigen Anteile befinden sich im Eigentum von mehr als 245 000 Privat- und institutionellen Anlegern. Mit mehr als 19 000 Filialen und Tochtergesellschaften in 20 Ländern (darunter die GUS-Staaten, Mittel- und Osteuropa und die Türkei) verfügt die Sberbank über das größte Vertriebsnetz in Russland. Im September 2012 erwarb sie die DenizBank AS., die gemessen an ihrer konsolidierten Bilanzsumme den sechsten Platz unter den Privatbanken und den neunten Platz von allen türkischen Banken belegt.

Die Sberbank hat die Banklizenz Nr. 1481 von der russischen Zentralbank erhalten. Ihre offizielle Website befindet sich unter www.sberbank.ru.

Pressekontakte:

EIB: Dušan Ondrejička, E-Mail: d.ondrejicka@eib.org, Tel.: +352 4379-83334

Website der EIB: www.eib.org/press - Pressestelle: +352 4379 21000, E-Mail: press@eib.org

Sberbank: Alexander Baziyan, E-Mail: media@sberbank.ru, Tel.: +7 (495) 957-5721, Website: www.sberbank.ru


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