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Umfangreiche europäische Unterstützung für erstes großes Solarprojekt in Nordafrika

Banque européenne d'investissement - BEI/12/166   19/11/2012

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GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

BEI/12/166

19. November 2012

Umfangreiche europäische Unterstützung für erstes großes Solarprojekt in Nordafrika

Das erste Solarprojekt in Nordafrika erhält umfangreiche europäische Unterstützung in Höhe von 345 Mio EUR*; dies entspricht mehr als 50 % der Gesamtkosten des Projekts.

Die Europäische Investitionsbank (EIB), die Agence Française de Développement (AFD), die KfW Entwicklungsbank (KfW) und MASEN, der Projektträger des Solarkraftkomplexes in Ouarzazate (Marokko), haben heute in Marrakesch einen Finanzierungsvertrag über 300 Mio EUR unterzeichnet. Ergänzt wird das Darlehenspaket durch einen Zuschuss von 30 Mio EUR, den die Europäische Union im Dezember 2011 für das Projekt bereitgestellt hat.

Mit der europäischen Finanzierung wird die erste Phase des Solarkraftprojekts in Ouarzazate unterstützt, das den Bau eines solarthermischen Parabolrinnenkraftwerks mit einer installierten Bruttoleistung von 125 bis 160 MW und einer Energiespeicherkapazität von mindestens drei Stunden umfasst. Das Projekt ist das erste, das im Rahmen des marokkanischen Solarenergieprogramms durchgeführt wird, und das bisher größte im Rahmen des Mittelmeer-Solarplans. Letzteres sieht vor, bis zum Jahr 2020 eine zusätzliche Stromerzeugungsleistung von 20 GW auf der Basis erneuerbarer Energieträger zu schaffen.

Der Solarkraftkomplex in Ouarzazate soll eine potenzielle Leistung von 500 MW erreichen – genug, um eine Stadt mit 1 500 000 Einwohnern mit Strom zu versorgen. Wenn dieses Sonnenkraftwerk voll ausgebaut ist, wird es eines der größten der Welt sein. Allein der erste Bauabschnitt ermöglicht die Einsparung von jährlich 110 000 Tonnen Kohlendioxid. Das Projekt wird Marokko mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern versorgen und die Energiesicherheit des Landes erhöhen. Es schafft außerdem Arbeitsplätze und trägt zum Aufbau einer eigenständigen Solarenergiebranche in Marokko bei.

EIB-Vizepräsident Philippe de Fontaine Vive stellte fest: „Die EIB ist der größte europäische Geldgeber für dieses Projekt. Wir sind stolz darauf, uns an der Finanzierung zu beteiligen und gleichzeitig unser Fachwissen bereitzustellen, das wir in ganz Europa in allen Bereichen der erneuerbaren Energien erworben haben. Die erste Phase des Solarkraftkomplexes in Ouarzazate ist für den Erfolg des Mittelmeer-Solarplans von großer Bedeutung. Sie ist ein starkes Signal für eine „grünere“ Zukunft in den Bereichen technische, wirtschaftliche und energetische Entwicklung sowie Beschäftigung.“

Botschafter Eneko Landaburu, Leiter der EU-Delegation in Marokko, erklärte: „Die EU und Marokko sehen sich im Energiebereich den gleichen Chancen und Herausforderungen gegenüber. Daher ist es wichtig, die allmähliche Integration unser jeweiligen Energiemärkte und die gemeinsame Entwicklung von Ökostromanlagen zu fördern. Mit dem Zuschuss aus der Nachbarschaftsinvestitionsfazilität und dem Darlehen der Europäischen Investitionsbank unterstützt die Europäische Union dieses wichtige Projekt des marokkanischen Solarenergieprogramms in erheblichem Umfang.“

„Der Bau dieses Kraftwerks wird kohlenstoffarmen und klimafreundlichen Technologien in Marokko zum Durchbruch verhelfen. Gleichzeitig kann das Land seine Abhängigkeit von Energieimporten verringern. Das Kraftwerk bringt uns dem ehrgeizigen Ziel, viele nordafrikanische Länder mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern zu versorgen, einen großen Schritt näher“, sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW.

Das Projekt steht in Einklang mit den Zielen der Europäischen Union und den strategischen Zielen des FEMIP-Mandats (ökologische Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Deckung des Energiebedarfs).

Der erste Abschnitt des Solarkraftkomplexes in Ouarzazate wird 2015 in Betrieb genommen.

*Europäische Unterstützung:

- EIB: 100 Mio EUR von insgesamt 300 Mio EUR (Genehmigung durch den Verwaltungsrat der EIB am 13. Dezember 2011)

- EU: 30 Mio EUR (Zuschuss)

- AFD: 100 Mio EUR

- KfW/Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ): 100 Mio EUR

- KfW/Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): 15 Mio EUR

Hinweis an die Redaktion

EIB

Die EIB ist der größte Geldgeber im Mittelmeerraum. Ihre Finanzierungen in dieser Region stellt sie durch die im Oktober 2002 eingerichtete FEMIP bereit. (FEMIP steht für Facility for Euro-Mediterranean Investment and Partnership – Investitionsfazilität und Partnerschaft Europa-Mittelmeer). Ziel der FEMIP ist es, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Partnerländern des Mittelmeerraums durch konkrete Maßnahmen zu unterstützen und damit die Lebensbedingungen der Menschen in dieser Region zu verbessern. Bis Ende 2010 wurden hierfür Mittel in Höhe von insgesamt mehr als 12 Mrd EUR bereitgestellt bzw. zugesagt.

www.eib.org/femip

AFD

Die Agence Française de Développement (AFD) ist eine Finanzierungsinstitution und die wichtigste Stelle für die Umsetzung der Entwicklungshilfe des französischen Staates in Entwicklungsländern und Überseegebieten. Sie finanziert Projekte, Programme und Studien mittels Zuschüssen, Darlehen, Garantiefonds sowie Schuldenabbau- und Entwicklungsverträgen. Darüber hinaus unterstützt sie ihre Partner in den Entwicklungsländern beim Aufbau ihrer Kompetenzen.

Die KfW Entwicklungsbank ist die führende Entwicklungsbank Deutschlands und Teil der KfW-Bankengruppe. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die Förderung einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Energieversorgung in den Entwicklungsländern. Die entsprechenden Engagements beliefen sich in den letzten fünf Jahren auf 5,2 Mrd EUR. Allein 2011 betraf rund ein Viertel der gesamten finanziellen Verpflichtungen der KfW Entwicklungsbank die Bereiche erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Im gleichen Jahr wurden 921 Mio EUR (70 % der gesamten Verpflichtungen im Energiesektor) für Projekte im Bereich erneuerbare Energien vergeben. Gemäß dem Globalen Statusbericht des Netzwerks für erneuerbarre Energien des 21. Jahrhunderts (REN21) ist die KfW Entwicklungsbank dadurch zu einem der größten Geldgeber im Sektor erneuerbare Energien in den Entwicklungsländern geworden.

Pressekontakt:

Anne-Cécile Auguin, E-Mail: a.auguin@bei.org, Tel.: +352 621 36 19 48

Internet: www.eib.org/press - Pressestelle: +352 4379 21000 – E-Mail: press@eib.org


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