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Belgien: EIB-Darlehen von 200 Mio EUR für Abwasserbehandlung und Gewässerschutz in Flandern

Banque européenne d'investissement - BEI/12/163   16/11/2012

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PRESSEMITTEILUNG

BEI/12/163

Luxemburg/Aartselaar, den 16. November 2012

Belgien: EIB-Darlehen von 200 Mio EUR für Abwasserbehandlung und Gewässerschutz in Flandern

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und Aquafin N.V. haben heute den Vertrag über die erste Tranche von 50 Mio EUR eines Darlehens mit einer Laufzeit von 30 Jahren über insgesamt 200 Mio EUR unterzeichnet. Die Mittel dienen der Finanzierung von Vorhaben zur weiteren Verbesserung der Qualität abgeleiteter Abwässer, den Bau von Kläranlagen und von Anlagen zur Regenwasserableitung, die zur Verbesserung der bestehenden Infrastruktur beitragen.

Der Finanzierungsvertrag wurde von EIB-Vizepräsident Pim van Ballekom und Marc van den Abeelen, Präsident von Aquafin, sowie Luc Bossyns, geschäftsführender Direktor, unterzeichnet. Peter Vermeiren, der für Strukturierte Finanzierungen und Corporate Finance zuständige Direktor der Belfius Bank NV, die seit 1994 als Konsortialführer der langfristigen Geldgeber von Aquafin fungiert, war ebenfalls anwesend.

Es handelt sich um das achte EIB-Darlehen an Aquafin zur Finanzierung von Investitionen im Abwasserbereich. Damit erhöht sich der insgesamt seit 1994 in diesem Bereich zur Verfügung gestellte Betrag ihrer Darlehen auf 1,4 Mrd EUR. Mit dieser neuen Operation wird die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern fortgesetzt.Da es in der gegenwärtigen Finanzkrise für Unternehmen sehr schwierig ist, langfristige (30 Jahre Laufzeit) Mittel bei belgischen Geschäftsbanken zu beschaffen, ist das EIB-Darlehen für Aquafin von großer Bedeutung. Zusammen mit der finanziellen Unterstützung von Versicherungsgesellschaften und Pensionsfonds wird es uns dabei helfen, unseren Investitionsrhythmus der vergangenen Jahre beizubehalten,“ betonte Marc van den Abeelen.

Vizepräsident Van Ballekom fügte hinzu:Wir freuen uns, Aquafin mit unserem Darlehen in die Lage versetzen zu können, ihr mittelfristiges Investitionsprogramm im Wassersektor fortzusetzen. Der Beschluss zur Gewährung dieses Darlehens wurde gefasst auf der Basis der Ergebnisse einer Analyse, in deren Rahmen untersucht wurde, wie sich das Unternehmen auf die Zukunft vorbereitet. Von entscheidender Bedeutung für die Fortsetzung unserer Partnerschaft waren die Bemühungen des Unternehmens um den Klimaschutz, seine technologische Leistungsfähigkeit und seine Innovationskraft. Die Vorhaben, die Aquafin mit Hilfe unseres Darlehens finanzieren wird, tragen zur Verbesserung der Qualität der Wasserläufe der Region Flandern bei. Dies wird unmittelbare positive Auswirkungen auf die Schelde und die Nordsee haben.“

Die EIB hat sich zu einem der wichtigsten Geldgeber der Welt für Klimaschutzvorhaben entwickelt. Sie hat erkannt, dass es billiger und effektiver ist, zur Vermeidung des Klimawandels beizutragen als Abhilfemaßnahmen zu ergreifen und finanziert daher eine große Anzahl von Vorhaben in den Bereichen Trinkwasserversorgung, nachhaltige Wasserwirtschaft und Meeresschutz. Insgesamt stellt sie für solche Vorhaben über 16 Mrd EUR pro Jahr zur Verfügung. Mit diesen Mitteln kann sie langfristige Programme zur Verbesserung der Wasserqualität – wie zum Beispiel im Rahmen der Partnerschaft mit Aquafin - unterstützen.

Die Anstrengungen, die die Region Flandern in den vergangenen 20 Jahren unternommen hat, haben dazu geführt, dass sie als erste belgische Region seit Anfang September die EU-Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser erfüllt, wonach das Abwasseraufkommen sämtlicher Gemeinden mit mehr als 2 000 Einwohnern vor Einleitung in einen Wasserlauf behandelt werden muss. Gegenwärtig werden 80% des Abwasseraufkommens der Haushalte in der Region Flandern behandelt. Anfang der 90er Jahre waren es knapp 30%. Der Verschmutzungsgrad der Flüsse der Region hat sich somit auf ein Drittel bis ein Fünftel reduziert. Dies hat deutliche und messbare Auswirkungen auf die Artenvielfalt: „Die Tatsache, dass Wassertiere, die zuvor fast vollständig verschwunden waren, jetzt in großer Zahl in die Gewässer der Region zurückkehren, ist der beste Hinweis auf eine erhebliche Verbesserung der biologischen Wasserqualität,“ erklärte Luc Bossyns.Wir möchten jetzt diese Dynamik fortsetzen und streben die Erfüllung der Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie an, die eine gute Wasserqualität in allen Flüssen und Wasserläufen zum Ziel hat."

Pressekontakte:

Für Aquafin: Sabine Schellens, Tel.: +32 03 4504767, E-Mail: sabine.schellens@aquafin.be; Internet:

Für die EIB: Sabine Parisse, Tel. : +352 4379-83340, gsm : +352 621 459 159, E-Mail: s.parisse@eib.org


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