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    BEI/02/59 Luxemburg, den 16.Juli 2002

Bundesrepublik Jugoslawien: EIB vergibt 115 mio EUR für den Verkehrssektor und für KMU

    Die Europäische Investitionsbank (EIB), die Finanzierungsinstitution der Europäischen Union, stellt insgesamt 115 Mio EUR für die Sanierung von Straßen sowie zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in der Bundesrepublik Jugoslawien zur Verfügung. Die entsprechenden Darlehensverträge sind heute anlässlich eines Besuchs von EIB-Vizepräsident Ewald Nowotny in Belgrad unterzeichnet worden.

    95 Mio EUR erhält die Bundesrepublik Jugoslawien für die Sanierung vorrangiger Straßen und Autobahnen in Serbien, die als Folge einer unzureichenden Instandhaltung während eines längeren Zeitraums starke Beschädigungen aufweisen. Das Darlehen wird im Rahmen des Mehrjahresprogramms der Bank für den Wiederaufbau des jugoslawischen Straßennetzes bereitgestellt.

    Das Projekt, das 2005 fertiggestellt werden soll, betrifft Straßenabschnitte mit einer Gesamtlänge von 864 km im Zuge des paneuropäischen Verkehrskorridors X (von Kroatien in Richtung ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und mit Abzweigungen in Richtung Ungarn und Bulgarien) sowie Abschnitte der Fernverkehrsstraßen in Richtung Rumänien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro. Darüber hinaus ist die Sanierung von 29 Teilstrecken mit unzureichender Straßenverkehrssicherheit geplant, die als besonders gefährlich gelten.

    Dieses Projekt ist in Zusammenarbeit mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung vorbereitet worden, die parallel zur Finanzierung der EIB ein Darlehen von 76 Mio EUR in Erwägung zieht.

    20 Mio EUR erhält die Bundesrepublik Jugoslawien im Rahmen eines Globaldarlehens zur Finanzierung von Vorhaben von KMU des privaten Sektors und von Kommunen. Als Agentbank fungiert dabei die jugoslawische Zentralbank (National Bank of Yugoslavia - NBY), die die Mittel der EIB zunächst über die Eksimbanka a.d. Beograd und die Komercijalna Banka a.d. Beograd weiterleiten wird. Zu gegebener Zeit können weitere Institute hinzukommen.

    Das Globaldarlehen wird die Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie kleiner öffentlicher Infrastrukturvorhaben ermöglichen. Durch die Zwischenschaltung großer privater Banken des Landes wird es dazu beitragen, langfristige Finanzierungsmittel in Jugoslawien verfügbar zu machen.

    Darüber hinaus unterstreicht das Globaldarlehen die Bereitschaft der EIB, über zuverlässige örtliche Partnerinstitute Investitionsvorhaben in den produktiven Sektoren der jugoslawischen Wirtschaft zu unterstützen und die langfristige Entwicklung des Landes zu fördern.

    Dieses erste EIB-Darlehen für den privaten Sektor in Jugoslawien ermöglicht der Bank eine Diversifizierung ihrer Operationen in der Weise, dass sie ihre Tätigkeit in dem Land auf neue Wirtschaftsbereiche und Kundenengagements ausweiten kann, nachdem sie dort bisher hauptsächlich Projekte im Verkehrssektor mit insgesamt 151 Mio EUR unterstützt hat.

    Die technische Unterstützung wird bei beiden Projekten durch einen Zuschuss der Europäischen Agentur für Wiederaufbau in Höhe von 2 Mio EUR finanziert.

    Zusammen mit den heute unterzeichneten Darlehen beläuft sich der Gesamtbetrag der Finanzierungen, die die EIB in der Bundesrepublik Jugoslawien zur Unterstützung des Verkehrs- und des privaten Sektors seit Dezember 2001 (als sie ihre Tätigkeit in Serbien und in Montenegro wieder aufnahm) bereitgestellt hat, auf 226 Mio EUR. 66 Mio EUR trugen zur Finanzierung dringender Bauarbeiten am Nationalstraßennetz der beiden Länder, von Instandsetzungsarbeiten am Belgrader Flughafen und des Wiederaufbaus der Hauptmole im Hafen von Bar bei.

    Anfang 2002 gewährte die EIB ein Darlehen von 85 Mio EUR für vorrangige Sanierungsarbeiten an den Haupteisenbahnstrecken zwischen Belgrad, Podgorica und Bar. Gegenwärtig prüft die Bank außerdem Projekte von Kommunen in den Bereichen Energie- und Wasserwirtschaft sowie Projekte im Bildungs- und im Gesundheitswesen.

      HINWEIS FÜR DIE REDAKTION

      Die EIB spielt eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung der vorrangigen Ziele der Europäischen Union. Im Jahr 2001 erreichten ihre Darlehen für Vorhaben, die zur Erreichung der Ziele der Europäischen Union beitragen, 37 Mrd EUR (+13% gegenüber 1999). 31 Mrd EUR dienten der Finanzierung von Vorhaben in den Mitgliedstaaten der EU und fast 3 Mrd EUR kamen Investitionen in den Beitrittsländern zugute; die Finanzierungen in anderen Ländern erreichten 3 Mrd EUR. Zur Refinanzierung dieser Tätigkeit nahm die EIB 32 Mrd EUR auf den internationalen Kapitalmärkten auf.

      In Südosteuropa ist die EIB auf der Grundlage des Finanzierungsmandats für Mittel- und Osteuropa tätig, das vom Ministerrat für den Zeitraum von 2000 bis 2007 erteilt wurde und EIB-Darlehen von maximal 9,28 Mrd EUR vorsieht, die die bilaterale Politik der Zusammenarbeit der EU und der EU-Mitgliedstaaten mit diesen Ländern ergänzen. Um ihr Engagement zugunsten des künftigen Wiederaufbaus in der Balkanregion im Anschluss an den Krieg zu unterstreichen, hat die EIB in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und den anderen multilateralen Finanzierungsinstitutionen in der Phase der Vorbereitung des Investitionsprogramms für den Wiederaufbau eine aktive Rolle gespielt.

      Die Liste der in Frage kommenden Infrastrukturvorhaben, die in der Studie über Investitionen in die Basisinfrastruktur in Südosteuropa veröffentlicht wurde, umfasst 85 Projekte mit Gesamtkosten von 4 Mrd EUR. 35 Vorhaben davon sind Schnellstart-Operationen mit Gesamtkosten von 1,1 Mrd EUR. Bei 14 dieser Vorhaben mit Gesamtkosten von 720 Mio EUR - das sind 65% des Gesamtbetrags - übernimmt die EIB eine führende Rolle. 50 Projekte gehören zu einem Paket von Vorhaben, die in nächster Zeit durchgeführt werden sollen (Near Term) und Gesamtkosten von etwa 3 Mrd EUR aufweisen. Bei 18 dieser Vorhaben mit Gesamtkosten von etwa 1 Mrd EUR - das sind 33% der Kosten des „Near-Term"-Pakets - übernimmt die EIB ebenfalls eine führende Rolle.

      Weitere Auskünfte über die Tätigkeit der EIB erteilt die Hauptabteilung Information und Kommunikation (Frau Helen Kavvadia, Tel.: 00352 4379 3189,

      Internet-Adresse: http://www.eib.org)

      Für Auskünfte zu den Ausschreibungen wenden Sie sich bitte direkt an den Projektträger.


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