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Sport in der EU


Sport und körperliche Aktivität sind ein wesentlicher Teil des Lebens von Millionen europäischer Bürgerinnen und Bürger und spielen im gesellschaftlichen Leben Europas eine wichtige Rolle. Die politische Agenda der EU umfasst das neue Programm Erasmus +, zu dessen Zielen die Förderung der Zusammenarbeit, des Dialogs und der Beteiligung in allen Bereichen des Sports gehört.

Mannschaftsgeist, Solidarität und Fairness

Dreispringer © EU

Erasmus + unterstützt die EU-Politik im Bereich des Breitensports.

Sport ist wichtig, denn er

  • trägt zu körperlichem und geistigem Wohlbefinden bei,
  • hat eine erzieherische Funktion und fördert grundlegende soziale Werte, 
  • bringt die Menschen zusammen, 
  • ist eine große, rasch wachsende Wirtschaftsbranche,
  • fördert Wachstum und Beschäftigung.

Probleme wie Doping, Spielabsprachen und Gewalt erfordern jedoch besondere Aufmerksamkeit.

Die EU unterstützt die Zusammenarbeit zwischen den politischen Entscheidungsträgern und den Dialog mit den Sportverbänden, um damit sowohl die Wertevermittlung durch den Sport zu fördern, als auch die mit dem Sport verbundenen Herausforderungen anzugehen. 

Sport in Erasmus +

Der Schwerpunkt des Programms Erasmus+ English (en) (2014-2020) wurde auf den Breitensport gelegt. Im Rahmen des Programms können Initiativen unterstützt werden, die EU-weit oder auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene zur Entwicklung, zum Austausch und zur Umsetzung innovativer Ideen und Verfahren beitragen.

„Erasmus+ Sport“ wird dazu beitragen, die europäische Dimension des Sports zu entfalten und die Zusammenarbeit zwischen Sportverbänden, Behörden und anderen Interessenträgern zu stärken. Der Programmschwerpunkt liegt auf den nachfolgend genannten Bereichen.

Gesundheitsfördernde körperliche Betätigung

Die EU fördert den Sport und die körperliche Betätigung, indem sie sich für den Austausch und die Förderung bewährter Verfahren zwischen den EU-Ländern und den Interessenträgern einsetzt. Die EU-Leitlinien für körperliche Aktivität pdf - 214 KB [214 KB] български (bg) čeština (cs) dansk (da) eesti keel (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) français (fr) italiano (it) latviešu valoda (lv) lietuvių kalba (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) português (pt) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv) (2008) zeigen auf, wie bereichsübergreifende nationale Strategien dazu beitragen können. Mit der Empfehlung des Rates von 2013   zur sektorübergreifenden Unterstützung gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität soll darauf hingewirkt werden, dass 

  • wirksamere Maßnahmen in diesem Bereich ergriffen werden,
  • Fortschritte und Tendenzen beim Ausmaß körperlicher Betätigung und bei den einschlägigen Strategien beobachtet werden.

Körperliche Betätigung wird auch im Rahmen der Gesundheitspolitik der EU gefördert. Die Europäische Aktionsplattform für Ernährung, Bewegung und Gesundheit ist ein Forum für die Auseinandersetzung mit gegenläufigen Entwicklungen.

Bekämpfung von Doping

Die EU fördert Sport und körperliche Betätigung.

Die EU fördert Sport und körperliche Betätigung.

Doping steht dem Geist des fairen Wettbewerbs entgegen, verdirbt sowohl den Aktiven als auch den Zuschauern den Spaß am Sport und birgt Gesundheitsgefahren. Bei der Bekämpfung von Doping arbeitet die EU eng mit

  • den Mitgliedsländern,
  • dem Europarat françaisEnglish,
  • der UNESCO und RUfrançaisEnglishعربيespañol 
  • der Welt-Anti-Doping-Agentur françaisEnglish zusammen.

Die EU-Länder befassen sich im Vorfeld größerer internationaler Veranstaltungen in EU-Foren regelmäßig mit Fragen im Zusammenhang mit Doping. Sie arbeiten innerhalb der EU bei Fragen zu den Rechten der Sportler, zu Doping im Freizeitsport und zur Dopingprävention zusammen. Im Rahmen von „Erasmus+ Sport“ werden Projekte zur Dopingprävention unterstützt. Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften können im Rahmen des sozialen Dialogs der EU einer Reihe von Fragen angehen, darunter die Bekämpfung von Doping. 

Soziale Eingliederung, Integration und Gleichberechtigung

Sport kann soziale Unterschiede überbrücken. Menschen mit einer Behinderung können ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, und die Stellung von Frauen und Mädchen wird dadurch gestärkt, dass sie sich im Wettkampf behaupten. Die Mitgliedsländer werden bei der Beantragung von Finanzmitteln aus dem Europäischen Sozialfonds und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung ermutigt, Projekte einzubeziehen, die die soziale Eingliederung durch den Sport fördern. Auch transnationale Projekte und internationale Veranstaltungen haben schon finanzielle Unterstützung erhalten.

Bekämpfung von Rassismus und Gewalt bei Sportveranstaltungen

Die EU hält die Polizei- und Sportbehörden dazu an, Informationen über Fans, die ein Risiko darstellen, auszutauschen und sich bei Vorbeugemaßnahmen gegenseitig zu unterstützen. Die Kommission hat den Aufbau des Netzwerks Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE) English und mehrerer ähnlicher Projekte gefördert.

Governance im Sport

Die EU achtet das Recht der Sportverbände auf Unabhängigkeit, soweit die Entscheidungsfindung

  • demokratisch,
  • transparent und
  • verantwortungsvoll erfolgt und
  • die betreffenden Interessengruppen einbezogen werden und vertreten sind.

Die Kommission ruft Arbeitgeber, Athleten und Angehörige der Sportberufe auf, die Beschäftigungsbeziehungen im Sport im Rahmen des europäischen sozialen Dialogs zu gestalten. Ausschüsse für den sozialen Dialog gibt es beim Profifußball und für Freizeitaktivitäten.

Zweigleisige Laufbahnen für Sportlerinnen und Sportler

Die EU setzt sich dafür ein, dass junge Sporttalente neben ihrem intensiven sportlichen Training eine Schul- und Berufsausbildung absolvieren können, um sie für eine zweigleisige Laufbahn vorzubereiten. In den EU-Leitlinien für duale Karrieren im Sport (2012) pdf - 569 KB [569 KB] English (en) wird aufgezeigt, wie Maßnahmen auf nationaler und auf EU-Ebene dazu beitragen können. Verschiedene einschlägige Projekte wurden von der EU bereits unterstützt.

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