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Beschäftigung und Soziales

Für die Beschäftigungs- und Sozialpolitik sind in erster Linie die Regierungen der EU-Länder zuständig. Mit ihren Fördermaßnahmen unterstützt und ergänzt die EU deren Bemühungen.

Um die Auswirkungen der Bevölkerungsalterung abzufedern, zielt die Beschäftigungs- und Sozialpolitik der EU darauf ab,

  • den Übergang von der Schule zum Beruf zu erleichtern,
  • die Suche nach einem Arbeitsplatz einfacher zu machen,
  • die Sozialversicherungssysteme zu modernisieren,
  • es Arbeitnehmern zu erleichtern, sich frei in der EU zu bewegen,
  • Armut zu lindern und
  • Menschen mit Behinderungen zu schützen.

Darüber hinaus

  • koordiniert und verfolgt die EU die Politik der Mitgliedsländer,
  • legt sie den Mitgliedsländern nahe, in den Bereichen soziale Eingliederung, Armut und Renten bewährte Verfahren auszutauschen,
  • unterstützt sie Ausbildung, Qualifizierung und Unternehmertum,
  • erlässt sie Rechtsvorschriften in den Bereichen Arbeitnehmerrechte, Diskriminierung am Arbeitsplatz und Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit und überwacht deren Durchführung.

Beschäftigung

Die Europäische Kommission hält die Regierungen der EU-Länder dazu an,

  • neue Arbeitsplätze zu schaffen,
  • Ungleichgewichte auf dem Arbeitsmarkt abzubauen,
  • die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu fördern und
  • die Beschäftigungspolitik in den EU-Ländern im Auge zu behalten.

Arbeitnehmerrechte

Mittlerweile gibt es EU-Vorschriften zur Regulierung der Arbeitszeiten, zur Bekämpfung von Diskriminierung am Arbeitsplatz, zur Gewährleistung sicherer Arbeitsbedingungen und zur Sicherung des Rechts auf Entschädigung bei Arbeitsunfällen.

Sozialschutz und soziale Eingliederung

Die EU setzt sich für mehr Sozialschutz und soziale Eingliederung ein. Sie stellt Fördermittel zur Verfügung und koordiniert deren Einsatz, um die Mitgliedsländer dabei zu unterstützen, in die Menschen zu investieren — in Bereichen wie Kinderbetreuung, Gesundheitswesen, Bildung, Barrierefreiheit, Hilfe bei der Arbeitssuche —, und ihre Systeme der sozialen Sicherheit zu reformieren.

Kompetenzen

Da die erforderlichen Kompetenzen und Qualifikationen sich mit der Zeit ändern, hat die EU eine Reihe von Initiativen mit dem Ziel eingeleitet,

  • die erforderlichen Kompetenzen zu vermitteln,
  • dafür zu sorgen, dass die benötigten Kompetenzen verfügbar sind, um Qualifikationsdefizite und Diskrepanzen zwischen Angebot und Nachfrage zu vermeiden,
  • die formelle Anerkennung von Qualifikationen im Ausland zu vereinfachen, damit die Menschen überall in Europa leben, studieren und arbeiten können.

Leben und Arbeiten im Ausland

Die EU und die Regierungen der EU-Länder arbeiten gemeinsam daran, die Systeme der sozialen Sicherheit überall in der EU aufeinander abzustimmen, so dass Arbeitnehmer weiterhin Renten und Sozialleistungen beziehen können, wenn sie ihren Arbeitsplatz wechseln und in verschiedenen EU-Ländern arbeiten. EURES, das Netz der europäischen Arbeitsverwaltungen, erleichtert es Unternehmen, Arbeitnehmer aus einem anderen Land einzustellen, und Arbeitssuchenden, in einem anderen Land eine Arbeit aufzunehmen.

EU-Förderprogramme