Mehr und bessere Arbeitsplätze

Wenn Arbeitsplätze aufgrund der Globalisierung verschwinden, kann die EU bei der Umschulung helfen.
Die Europäische Beschäftigungsstrategie soll dazu beitragen, dass
- die Arbeitsmärkte besser funktionieren
- Erwerbstätige bedarfsgerecht Fähigkeiten erwerben
- die Qualität der Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen verbessert wird
- Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die EU will bis 2020 folgende Ziele erreichen:
- 75 % der erwerbsfähigen Bevölkerung (Altersgruppe der 20- bis 64-Jährigen) erwerbstätig
- Schulabbrecherquoten unter 10 % und Hochschulabschlussquoten von mindestens 40 % in der Altersgruppe der 30- bis 34-Jährigen
- Senkung der Zahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen um mindestens 20 Millionen.
Mit den folgenden Initiativen – Teil der Europa 2020 Strategie – sollen folgende Ziele erreicht werden:
Rechte der Arbeitnehmer
Die EU hat im Bereich der Arbeitnehmerrechte entscheidende Fortschritte erzielt. Beispielsweise sind die Arbeitszeiten durch EU-Rechtsvorschriften reguliert, wodurch mehr Sicherheit am Arbeitsplatz erreicht wird, und es wurde ein Recht auf Entschädigung bei Arbeitsunfällen festgeschrieben.
Die EU arbeitet dabei mit einer Reihe von Partnern zusammen, insbesondere mit Arbeitgebern und Gewerkschaften, um sicherzustellen, dass diese Rechtsvorschriften auch wirklich die wichtigsten Probleme beheben.
Sozialschutz und soziale Eingliederung
Die EU setzt sich für mehr Sozialschutz und soziale Eingliederung ein. In diesem Sinne unterstützt sie die Mitgliedsländer in ihren Bemühungen gegen Armut und soziale Ausgrenzung und bei der Reform ihrer Systeme der sozialen Sicherheit. Sie greift koordinierend ein und stellt Fördermittel zur Verfügung.
Ein Beispiel ihrer Bemühungen ist das Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen 2012. Ziel ist die Schaffung neuer Möglichkeiten für ältere Menschen, länger zu arbeiten, gesund zu bleiben und auch weiterhin einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben zu leisten.
Leben und Arbeiten im Ausland
Laut einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage 
kann sich jeder zehnte EU-Bürger vorstellen, in Zukunft in einem anderen EU-Land zu leben. Die EU und ihre Mitgliedsländer arbeiten gemeinsam daran, den Menschen das Leben und Arbeiten im Ausland zu erleichtern, indem sie die Systeme der sozialen Sicherheit aller EU-Länder aufeinander abstimmen und die Arbeitnehmer damit in die Lage versetzen, ihre Renten- und Sozialbezüge auch dann zu erhalten, wenn sie ihren Arbeitsplatz wechseln und in verschiedenen EU-Ländern arbeiten.
EU-Förderprogramme
Die wichtigsten Programme für Beschäftigung und Sozialpolitik:
Die Zuständigkeit für den Bereich Beschäftigung und Soziales liegt allein bei den EU-Ländern. Mit ihren Fördermaßnahmen will die EU lediglich die Bemühungen der einzelnen Länder unterstützen und ergänzen.