Mehrsprachigkeit


Neben den 24 EU-Amtssprachen werden in Europa viele Regional- und Minderheitensprachen gesprochen. Die EU setzt sich für den Erhalt dieser sprachlichen Vielfalt ein und fördert den Fremdsprachenerwerb.

EU-Amtssprachen

Flaggen der 28 EU-Länder © EU

Derzeit gibt es 24 EU-Amtssprachen.

Dies sind: Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Irisch, Italienisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch.

Hörproben der EU-Amtssprachen

Unionsbürgerinnen und -bürger haben ein Recht darauf, sich in all diesen Sprachen an die EU-Institutionen zu wenden und auch in derselben Sprache eine Antwort zu erhalten. Sämtliche EU-Verordnungen und sonstigen Rechtsdokumente werden in allen Amtssprachen veröffentlicht. Für Irisch gilt jedoch eine befristete Ausnahmeregelung, wonach nur die vom Rat der Europäischen Union und vom Europäischen Parlament gemeinsam verabschiedeten Verordnungen ins Irische übersetzt werden.

Im Europäischen Parlament haben die gewählten Volksvertreter ferner das Recht, in jeder dieser Amtssprachen das Wort zu ergreifen.

Im Internetportal EUROPA verwendete Sprachen

Die im Internet veröffentlichte Vielzahl an Informationen über die EU und all ihre Tätigkeiten kann nicht in alle EU-Amtssprachen übersetzt werden. Die wichtigsten Informationen über politische Strategien sowie Dokumente, die sich auf Fördermöglichkeiten beziehen, stehen in allen Amtssprachen zur Verfügung. Die anderen Inhalte werden in die am meisten gesprochenen EU-Sprachen übersetzt.

Regional- und Minderheitensprachen

In der EU gibt es mehr als 60 Regional- und Minderheitensprachen, die von rund 40 Millionen Menschen gesprochen werden. Dazu zählen Katalanisch, Baskisch, Friesisch, Samisch, Walisisch und Jiddisch.

Die EU schützt und fördert Minderheitensprachen und finanziert in diesem Zusammenhang eine Reihe von Initiativen.

Fremdsprachenerwerb

Mehrsprachige Wörterbücher in einem Regal © iStockphoto

Fremdsprachenerwerb im frühen Kindesalter hat große Vorteile.

Die EU-Mehrsprachigkeitspolitik verfolgt u. a. das Ziel, dass alle EU-Bürgerinnen und -Bürger zusätzlich zu ihrer Muttersprache zwei Fremdsprachen sprechen. Dies könnte am wirksamsten erreicht werden, indem Kinder bereits von klein auf an zwei Fremdsprachen herangeführt werden. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wird dadurch der Sprachenerwerb beschleunigt und die muttersprachliche Kompetenz verbessert.

Die EU fördert das Sprachenlernen aus folgenden Gründen:

  • Durch die Verbesserung der Sprachkenntnisse von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wird es einer größeren Zahl von Menschen möglich, ein Studium oder eine Berufstätigkeit in anderen EU-Ländern aufzunehmen, was ihre Beschäftigungsaussichten allgemein steigert.
  • Fremdsprachenkenntnisse fördern das Verständnis zwischen Kulturen, das für das Zusammenleben in einem mehrsprachigen und multikulturellen Europa unerlässlich ist.
  • Unternehmen brauchen mehrsprachige Mitarbeiter, um in Europa erfolgreich Handel betreiben zu können.
  • Die Sprachenindustrie – Übersetzen und Dolmetschen, Sprachkurse, Sprachtechnologien usw. – ist eine der sich am schnellsten entwickelnden Wachstumsbranchen.

Die jüngste Eurobarometer-Erhebung über die Europäerinnen und Europäer und ihre Sprachen (2012) belegt deren ausgesprochen positive Einstellung zur Mehrsprachigkeit. 98 % betrachten die Beherrschung von Fremdsprachen als nützlich für die Zukunft ihrer Kinder. 88 % empfinden Fremdsprachenkenntnisse als persönlich bereichernd. 72 % unterstützen die von der EU angestrebte Vermittlung von mindestens zwei Fremdsprachen und 77 % finden, dass die Verbesserung der Sprachkenntnisse eine politische Priorität sein sollte.

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