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Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz

Die Europäische Union setzt sich weltweit für die Opfer von Naturkatastrophen und vom Menschen verursachten Katastrophen ein. Jedes Jahr hilft sie über 120 Millionen Menschen. Zusammen sind die EU und ihre Mitgliedsländer der weltweit größte Geber humanitärer Hilfe. Dennoch macht die EU-Hilfe weniger als 1 % des gesamten EU-Haushalts eines Jahres aus – das sind etwas mehr als zwei Euro je EU-Bürger.

Die Rechtsgrundlage für die Hilfe findet sich im Vertrag von Lissabon. Die EU hilft Menschen in Not – ungeachtet von Nationalität, Religion, Geschlecht und ethnischer Herkunft. Auf dem Gebiet der Katastrophenhilfe übernimmt sie eine führende Rolle.

Seit 2010 hat die Europäische Kommission einen stabileren und wirksameren europäischen Mechanismus zur Intervention im Katastrophenfall aufgebaut. Zur Steigerung der Effizienz sind humanitäre Hilfe Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) und Katastrophenschutz Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) nun unter dem Dach einer einzigen Organisation vereint.

Das EU-Verfahren für den Katastrophenschutz Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) und die Bereitstellung von EU-Mitteln für humanitäre Hilfe greifen nahtlos ineinander, um die Folgen eines Konflikts oder einer Katastrophe abzumildern, wie beispielsweise bei der Ebola-Epidemie Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) (2014 und danach). Mit Hilfe des EU-Verfahrens für den Katastrophenschutz konnten Nothilfelieferungen der EU-Länder organisiert werden. Gleichzeitig hat die Europäische Kommission über 400 Millionen Euro für humanitäre Hilfe ausgezahlt (Daten von Februar 2015).

Christos Stylianides Übersetzung für diesen Link wählen   ελληνικά (el) English (en) , EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, ist seit November 2014 für ECHO Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) zuständig.

Humanitäre Hilfe

Die EU ist in allen großen Krisengebieten präsent – darunter in Syrien Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) , im Südsudan Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) , in der Ukraine Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) , in den von Ebola betroffenen Ländern Westafrikas Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) und in der Zentralafrikanischen Republik Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) –, aber auch in Ländern, in denen nach einem Konflikt weiterhin Instabilität herrscht, wie etwa Côte d'Ivoire Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) . Dabei hilft die EU, Leben zu retten, Leid zu lindern und die Sicherheit und Würde der Betroffenen zu schützen.

Die EU hat seit 1992 in mehr als 140 Ländern humanitäre Hilfe geleistet. Der Jahreshaushalt für humanitäre Maßnahmen beläuft sich auf fast 1 Milliarde Euro. Trotz der begrenzten Mittel erreicht die humanitäre Hilfe der EU jedes Jahr rund 120 Millionen Menschen.

Die EU erinnert außerdem an so genannte vergessene, lang anhaltende Krisen, die in der Öffentlichkeit, den Medien und der internationalen Gemeinschaft in Vergessenheit geraten sind. So hat die EU kürzlich dazu beigetragen, auf die humanitäre Katastrophe in der Zentralafrikanischen Republik Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) aufmerksam zu machen.

Wie wir arbeiten

Die Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) (ECHO) koordiniert die Hilfsleistungen der EU. Die humanitäre Hilfe wird über mehr als 200 Partnerorganisationen und -agenturen vor Ort geleistet. Dazu gehören:

  • Nichtregierungsorganisationen (NRO)
  • internationale Organisationen
  • das Rote Kreuz
  • UN-Einrichtungen

Die Soforthilfe wird unparteiisch und ungeachtet von Rasse, ethnischer Herkunft, Religion, Geschlecht, Alter, Staatsangehörigkeit oder politischer Zugehörigkeit der Betroffenen geleistet.

Die humanitäre Hilfe der EU konzentriert sich vor allem auf Nahrungsmittel und Ernährungssicherheit (40 %), Unterkünfte (19 %) und medizinische Versorgung (14 %).

Verteilung der humanitären Hilfe nach Bereichen

EU-Freiwilligeninitiative für humanitäre Hilfe

Im Rahmen der EU-Freiwilligeninitiative für humanitäre Hilfe Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) (2014–2020) werden rund 18 000 Europäerinnen und Europäer die Möglichkeit erhalten, weltweit als Freiwillige an EU-finanzierten Projekten teilzunehmen. Zum Ende der Initiative werden

  • etwa 4 000 Freiwillige ausgebildet und humanitären Organisationen zugeordnet sein und in Katastrophengebieten eingesetzt werden können,
  • 4 000 Freiwillige und NRO-Mitarbeiter von Ausbildung und Kapazitätsaufbau profitieren und
  • 10 000 Online-Freiwillige Projekte in ihren Heimatländern unterstützen.

Katastrophenschutz

Dank des EU-Verfahrens für den Katastrophenschutz Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) spielt die Europäische Kommission bei der Krisenkoordinierung in Europa und weltweit eine entscheidende Rolle. Das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) français (fr) überwacht rund um die Uhr bestehende und potenzielle Krisen.

Das Zentrum koordiniert die Kontakte zwischen dem betreffenden Land, den Experten vor Ort und den am EU-Katastrophenschutzverfahren teilnehmenden Ländern. Dem Mechanismus sind gegenwärtig alle 28 EU-Länder sowie Island, Montenegro und Norwegen angeschlossen. Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien erneuert derzeit ihre Mitgliedschaft. Kürzlich haben die Türkei und Serbien Vereinbarungen in Vorbereitung auf den Anschluss an den Mechanismus unterzeichnet.

Die Hilfsangebote der teilnehmenden Länder werden auf den konkreten Bedarf abgestimmt.

Zwischen 2010 und 2014 kam das EU-Verfahren für den Katastrophenschutz in mehr als 80 Krisenfällen in der ganzen Welt zum Einsatz:

Seit Januar 2014 gelten neue Rechtsvorschriften für den Katastrophenschutz. Diese bilden den Rahmen für eine engere Zusammenarbeit bei

  • Katastrophenvorbeugung
  • Risikobewertung
  • Notfallvorsorge und -planung – einschließlich regelmäßigerer gemeinsamer Schulungen und Übungen für europäische Katastrophenschutzteams.

Außerdem schafft dieser Rahmen die Grundlage für den freiwilligen gemeinsamen Einsatz von Experten und die Bündelung von Fachwissen aus verschiedenen EU-Ländern.

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