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Gesundheit

Für die Organisation und Bereitstellung der Gesundheitsversorgung sind die nationalen Behörden zuständig. Aufgabe der EU ist es, die nationale Politik zu ergänzen, indem sie

  • die EU-Länder bei der Erreichung gemeinsamer Ziele unterstützt,
  • Größenvorteile durch die Bündelung von Ressourcen schafft,
  • den EU-Ländern bei der Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen wie Pandemien, chronischen Krankheiten oder den Auswirkungen der höheren Lebenserwartung auf die Gesundheitssysteme hilft.

Schwerpunkte der EU-Gesundheitspolitik im Rahmen der Gesundheitsstrategiepdf(123 kB) Übersetzung für diesen Link wählen :

  • Vorbeugung, vor allem durch die Förderung einer gesünderen Lebensweise
  • Förderung des gleichberechtigten Zugangs zu Gesundheit und hochwertiger Gesundheitsversorgung für alle, unabhängig von Einkommen, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit usw.
  • Bekämpfung ernster Gesundheitsbedrohungen, die mehr als ein EU-Land betreffen
  • Erhalt der Gesundheit bis ins hohe Alter
  • Förderung dynamischer Gesundheitssysteme und neuer Technologien

Die Gesundheit wirkt sich auch auf den wirtschaftlichen Wohlstand aus (siehe Strategiepapier Investitionen in die Gesundheitpdf(3 MB) Übersetzung für diesen Link wählen ).

Konkrete EU-Maßnahmen:

  • Einführung EU-weit geltender Rechtsvorschriften und Normen für Gesundheitsprodukte und -dienstleistungen (z. B. für Arzneimittel, medizinische Geräte und elektronische Gesundheitsdienste) und in Bezug auf Patientinnen und Patienten (z. B. Sicherheit und grenzübergreifende Gesundheitsdienste in der EU)
  • Entwicklung von Instrumenten, damit die EU-Länder zusammenarbeiten und bewährte Verfahren ermitteln können (z. B. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Bekämpfung von Risikofaktoren, Krankheitsmanagement und Gesundheitssysteme)
  • Finanzierung von Gesundheitsprojekten im Rahmen des EU-Gesundheitsprogramms

Krankheiten – Vorbeugung

Die EU unterstützt Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten, darunter:

  • verantwortungsvolle Kennzeichnung von Lebensmitteln, damit die Verbraucher/-innen wissen, was sie essen;
  • Bekämpfung von Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs durch Reihenuntersuchungen (Screenings) in der gesamten EU, Bereitstellung von Qualitätssicherungsleitlinien für die Behandlung sowie Bündelung von Wissen und Ressourcen;
  • Maßnahmen zur Förderung der gesunden Ernährung und körperlichen Betätigung, damit Behörden, NRO und die Industrie zusammenarbeiten und den Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, ihre Lebensweise zu ändern;
  • Bekämpfung des Rauchens durch Rechtsvorschriften zu Tabakprodukten, Sensibilisierung, Werbung und Sponsoring.

Krankheiten – Gegenmaßnahmen

Die EU unterstützt die EU-Länder darin, sich wirksamer auf ernste, grenzübergreifende Gesundheitsbedrohungen vorzubereiten und ihre Gegenmaßnahmen besser zu koordinieren, beispielsweise durch die Möglichkeit eines gemeinsamen Kaufs von Impfstoffen oder sonstiger medizinischer Bedarfsgüter.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) in Stockholm bewertet aufkommende Gesundheitsbedrohungen, sodass die EU schnell darauf reagieren kann. Das Zentrum sammelt Erkenntnisse zu aktuellen und aufkommenden Gesundheitsbedrohungen und arbeitet mit den zuständigen nationalen Behörden an einem System zur europaweiten Überwachung von Krankheiten.

Arzneimittel

Alle Arzneimittel in der EU müssen auf nationaler oder europäischer Ebene zugelassen werden, bevor sie in Verkehr gebracht werden. Die Sicherheit eines in der EU verkauften Arzneimittels wird während seiner gesamten Lebensdauer überwacht. Sollte es sich als gefährlich erweisen, werden unverzüglich Maßnahmen wie ein Verkaufsverbot oder ein Entzug der Zulassung getroffen.

Die Europäische Kommission, die nationalen Behörden und die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) in London spielen alle eine Rolle in diesem System. Die EMA unterstützt die nationalen Regulierungsbehörden, indem sie die wissenschaftliche Bewertung der Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln koordiniert.

Forschung und Innovation

Im Rahmen ihres Forschungsprogramms Horizont 2020 Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) wird die EU zwischen 2014 und 2020 fast 7,5 Milliarden Euro für Forschungsaktivitäten zur Verbesserung der europäischen Gesundheitsversorgung ausgeben.

Behandlung im Ausland

Die EU gewährt Unterstützung in Fällen, in denen eine Behandlung im Ausland notwendig oder einfacher ist, zum Beispiel, wenn sich das nächstgelegene Krankenhaus gleich jenseits der Grenze befindet oder wenn eine Facharztbehandlung nur im Ausland verfügbar ist.

Gemäß einer EU-Rechtsvorschrift zu Patientenrechten in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung haben EU-Bürger/-innen das Recht, sich in einem anderen EU-Land behandeln zu lassen. Dies

  • erleichtert den nationalen Gesundheitsbehörden die Zusammenarbeit und den Austausch von Informationen über Qualitäts- und Sicherheitsstandards in der Gesundheitsversorgung;
  • gewährleistet, dass Rezepte in anderen EU-Ländern anerkannt werden;
  • ebnet den Weg für europäische Referenznetze aus spezialisierten Kompetenzzentren, in denen sich Gesundheitsfachleute aus ganz Europa über bewährte Verfahren austauschen können.

Die Europäische Krankenversicherungskarte erleichtert Reisenden die Behandlung im Ausland.

Internationale Zusammenarbeit

Die EU arbeitet mit strategischen Partnern wie der Weltgesundheitsorganisation Übersetzung für diesen Link wählen   English (en) español (es) français (fr) zusammen, um die Gesundheitsversorgung weltweit durch Forschung, Entwicklungshilfe, Erleichterung des Zugangs zu Arzneimitteln usw. zu verbessern.