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- Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union – Artikel 208 – 213

- Einzelne Rechtsvorschriften
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Über die Hälfte der Gelder für arme Länder kommen von der EU und ihren Mitgliedstaaten. Somit ist sie weltweit der größte Geber.
Allerdings beinhaltet Entwicklungspolitik mehr als lediglich die Bereitstellung von sauberem Wasser und befestigten Straßen, so wichtig dies ist. Die EU fördert die Entwicklung auch über den Handel, indem sie ihre Märkte für Ausfuhren aus Entwicklungsländern öffnet und diese ermutigt, den Handel untereinander zu verstärken.
Das vorrangige Gesamtziel der EU-Entwicklungspolitik ist die nachhaltige Beseitigung der Armut. Kernelemente dieser Politik sind die acht Millenium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Angestrebt wird unter anderem, extreme Armut um die Hälfte zu reduzieren, die Verbreitung von HIV/AIDS einzudämmen und Grundbildung für alle zu gewährleisten. Die Ziele wurden im Jahr 2000 von führenden Politikern festgelegt und sollen bis 2015 erreicht werden.
Die EU hat die Mitgliedstaaten aufgefordert, finanzielle Ziele für die Entwicklungshilfe festzulegen und so ihre Bereitschaft zur Verwirklichung der Milleniumsziele zu bekräftigen. In einem Fortschrittsbericht aus dem Jahr 2005 heißt es, dass zwar alle EU-Länder finanzielle Beiträge geleistet haben, aber noch mehr Mittel benötigt würden.
Zwischen 2000 und 2005 wurden 120 Millionen Menschen aus ihrer Armutslage befreit, und die Halbierung der Armutsquote bis 2015 macht planmäßige Fortschritte. Andere Ziele werden hingegen bis 2015 nicht erreicht werden, darunter die Verringerung der Kinder- und Müttersterblichkeit und der Zugang zu Trinkwasser.
2010 belief sich die von der EU geleistete Entwicklungshilfe auf insgesamt 53,8 Milliarden Euro (4,5 Milliarden Euro mehr als 2009).
Drei der fünf weltweit größten Geber sind EU-Mitglieder, und vier davon verwenden bereits mehr 0,7 % ihres Bruttoinlandsprodukts für die Entwicklungshilfe. EU-weit beträgt der Anteil jedoch lediglich 0,43 % – um die Zielmarke von 0,7 % bis 2015 zu erreichen, ist also noch eine erhebliche gemeinsame Anstrengung notwendig.

Eine Frau aus Gujarat (Indien) bei der Arbeit
Im Laufe der Jahre hat die EU Tausende von Entwicklungsprojekten in der ganzen Welt finanziert. Relativ kleine Beträge können oft Berge versetzen. Einige Beispiele für erfolgreiche Projekte aus der jüngsten Zeit:
EU-Fallstudien zur Entwicklung
Ziel der EU-Entwicklungspolitik ist es, benachteiligten Menschen in den Entwicklungsländern dabei zu helfen, ihre Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen. Das bedeutet konkret: