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Zoll

Freihandel in Europa

Dank der Zollunion der EU

  • gehören Zölle an den Grenzen zwischen den EU-Ländern der Vergangenheit an und
  • haben wir ein einheitliches System von Einfuhrzöllen auf Importe in die EU. 

Zollbeamte sorgen für einen reibungslosen Handel und erfüllen zahlreiche weitere Aufgaben zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger Europas.

Die Zollunion ist ein einheitlicher Handelsraum, in dem alle Waren frei verkehren können, unabhängig davon, ob sie in der EU hergestellt oder aus Nicht-EU-Ländern eingeführt werden. Ein finnisches Mobiltelefon kann ohne jegliche Zollgebühren oder Zollkontrollen nach Ungarn versandt werden.

Auf Waren von außerhalb der EU, beispielsweise auf aus Südkorea eingeführte Fernsehgeräte, wird in der Regel Zoll entrichtet, wenn sie in die EU eingeführt werden – danach jedoch fallen keine weiteren Zölle oder Kontrollen mehr an.

Dennoch erfüllt der Zoll in der EU allein aufgrund der unvorstellbaren Mengen an Waren, die in die EU eingeführt werden, weiterhin eine ganz wichtige Rolle. Die Zollbehörden der EU

  • wickeln fast 16 % der weltweiten Importe ab – das sind über 2 Milliarden Tonnen Waren pro Jahr — und
  • bearbeiten dazu über 270 Millionen Zollanmeldungen im Jahr.

Wie schützt der Zoll die Bürgerinnen und Bürger der EU?

Zu den Aufgaben des Zolls gehören:

  • Durchsetzung von Rechtsvorschriften zum Schutz der Umwelt und zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit (z. B. Verweigerung der Einfuhr kontaminierter Nahrungsmittel oder mutmaßlich gefährlicher elektrischer Geräte)
  • Kontrolle der Rechtmäßigkeit von Ausfuhren sensibler Technologie, die zur Herstellung nuklearer oder chemischer Waffen verwendet werden könnte
  • Bekämpfung von Nachahmungen und Markenpiraterie im Interesse von Gesundheit und Sicherheit, aber auch zum Erhalt von Arbeitsplätzen bei den Herstellern legaler Waren
  • Kontrolle von hohe Bargeldsummen oder Wertpapiere mit sich führenden Reisenden auf Geldwäsche oder Steuerhinterziehung
  • Unterstützung von Polizei und Einwanderungsbehörden im Kampf gegen Menschenhandel, Drogen- und Waffenschmuggel und Pornografie, die häufig im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität und Terrorismus stehen
  • Schutz gefährdeter Arten, z. B. Handel mit Elfenbein, geschützten Tier- und Pflanzenarten
  • Schutz des europäischen Kulturerbes durch Fahndung nach geschmuggelten Kunstschätzen

Betrugsbekämpfung

Durch Betrug gehen Staaten Steuereinnahmen verloren, die sie für unerlässliche öffentliche Ausgaben benötigen. Daher ist die Betrugsbekämpfung eine weitere wichtige Aufgabe der EU-Zollbehörden, insbesondere in Bezug auf

  • gefälschte Ursprungsnachweise, die angeblich belegen, dass die Waren aus einem Land mit einem niedrigeren Zolltarif stammen;
  • falsche Mehrwertsteuererklärungen und Zahlungen zur Vortäuschung von Handelstransaktionen;
  • Umgehung von Verbrauchsteuern zum Beispiel auf Zigaretten.

Daten über Handelsströme

EU-Zollbeamte erheben auch Statistikdaten

  • um zu entscheiden, ob bestimmte Waren in unlauterem Wettbewerb mit EU-Produkten stehen, und
  • um wirtschaftliche Tendenzen zu ermitteln.